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FX.co ★ Die Straße von Hormus als Ursprung aller Probleme

Die Straße von Hormus als Ursprung aller Probleme

Die Straße von Hormus als Ursprung aller Probleme

Der Krieg im Iran bleibt das Hauptthema am Devisenmarkt, ist jedoch mit zahlreichen Fragen behaftet, die äußerst schwer zu beantworten sind. An erster Stelle interessieren sich Händler für Antworten auf die folgenden Fragen: Wie lange wird die Kapitalflucht vor Risiken und Krieg anhalten? Wie lange wird der Konflikt im Nahen Osten dauern? Welche Länder werden in welcher Form in ihn hineingezogen? Wie werden die Volkswirtschaften auf steigende Energiepreise reagieren? Wie werden die Zentralbanken darauf antworten? Wird es einzelnen Ländern gelingen, für ihre Schiffe eine Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus auszuhandeln? Wird sich der Ölkonflikt im Jemen zuspitzen? Kann Donald Trump wenigstens einen realen Krieg in der Welt beenden?

Auf all diese Fragen eine Antwort zu finden, ist nahezu unmöglich, aber ich werde versuchen, zumindest einige davon zu beleuchten. Vielleicht ist die wichtigste Frage für alle, wie lange Kapital vor Krieg und Risiko flüchten wird und wie lange der Dollar vor diesem Hintergrund weiter steigen wird. Ich möchte darauf hinweisen, dass irgendwo auf der Welt immer Krieg herrscht, die Devisen- und Finanzmärkte aber nicht auf jeden Konflikt reagieren. Das liegt daran, dass die Folgen vieler Konflikte in Afrika oder Asien keine Bedrohung für die Volkswirtschaften der entwickelten Länder darstellen. Außerdem möchte ich daran erinnern, dass vor mehr als vier Jahren der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland begonnen hat und die Märkte in den ersten Monaten dieses Konflikts, den die eine Seite als „spezielle Militäroperation“ und die andere als „Invasion“ und „Aggression“ bezeichnete, ebenfalls erschüttert wurden.

Die Straße von Hormus als Ursprung aller Probleme

Dies geschah, weil die Ukraine die nächste Grenze zu Europa ist und die EU-Länder zu Recht zu befürchten begannen, selbst in den Krieg hineingezogen zu werden. Auf der anderen Seite ist Russland einer der weltweit größten Exporteure von Öl und Gas. Daher hat der Konflikt zwischen Ukraine und Russland die Wirtschaft der Europäischen Union und vieler Länder weltweit direkt beeinflusst. Doch erinnern wir uns daran, wie lange die Märkte in Aufruhr blieben: einen Monat oder höchstens zwei? Danach haben sich die Marktteilnehmer an die neue objektive Realität gewöhnt, sich an sie angepasst und reagierten anschließend nicht mehr so schmerzhaft auf Nachrichten von der Ukraine-Russland-Front. Meiner Meinung nach wird die Situation mit dem Krieg im Nahen Osten recht ähnlich verlaufen. Wenn dieser Krieg ein oder zwei Jahre andauert, wird in dieser Zeit die Nachfrage nach dem US‑Dollar steigen? Vor allem vor dem Hintergrund, dass Donald Trump weiterhin Präsident der Vereinigten Staaten ist und all seine Maßnahmen im vergangenen Jahr nur zu einer Kapitalflucht aus dem Dollar geführt haben?

Wellenbild von EUR/USD:

Auf Grundlage meiner Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem aufwärtsgerichteten Trendabschnitt befindet (unteres Chart), kurzfristig jedoch begonnen hat, einen abwärtsgerichteten Trendabschnitt auszubilden. Da die fünfwellige Impulsstruktur abgeschlossen ist, können meine Leser in den nächsten ein bis zwei Wochen mit einem Kursanstieg rechnen, mit Zielen im Bereich von 1,1568 und 1,1666, was den Fibonacci‑Niveaus von 23,6 % bzw. 38,2 % entspricht. Die weiteren Bewegungen des Instruments hängen vollständig von der Entwicklung der Lage im Nahen Osten ab.

Die Straße von Hormus als Ursprung aller Probleme

Wellenbild von GBP/USD:

Das Wellenbild des GBP/USD‑Instruments ist sehr komplex und schwer lesbar geworden. Wir sehen nun eine siebenwellige Abwärtsstruktur in den Charts, die es in dieser Form mit Sicherheit nicht ist. Höchstwahrscheinlich liegt innerhalb einer der Wellen eine Verlängerung oder eine Verkomplizierung vor. Allerdings macht dies die Wellenzählung nicht klarer. Wenn das Wellenbild einmal so kompliziert geworden ist, dass es kaum noch zu lesen ist, kann es sich mehrfach erneut verkomplizieren. Daher bin ich der Ansicht, dass man sich derzeit eher auf die Wellenzählung des EUR/USD‑Instruments stützen sollte, die deutlich nachvollziehbarer aussieht. Außerdem sollte man den geopolitischen Faktor nicht vergessen, der jederzeit beide Instrumente in einen neuen Rückgang schicken kann. Sollte dies nicht eintreten, könnten Euro und Pfund im Rahmen einer Korrektur leicht zulegen.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und verständlich sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und bringen häufig Änderungen mit sich.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit hinsichtlich der Bewegungsrichtung, und die wird es auch nie geben. Vergessen Sie nicht, schützende Stop‑Loss‑Orders zu verwenden.
  4. Die Wellenanalyse kann mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombiniert werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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