Analyse der Montagstrades:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD verzeichnete am Montag eine solide Korrektur von 100 Pips. Man könnte meinen, ein Anstieg des britischen Pfunds um 100 Pips ohne erkennbare lokale Gründe oder fundamentale Basis sei großartig! Allerdings war der vorangegangene Rückgang in der vergangenen Woche deutlich stärker. Daher bedeutet eine Korrektur um 100 Pips unter den aktuellen Umständen und vor dem geopolitischen Hintergrund so gut wie nichts. Die abwärtsgerichtete Trendlinie bleibt relevant; der Markt könnte jederzeit wieder beginnen, den US‑Dollar zu kaufen, und alle Faktoren, die sich negativ auf den US‑Dollar auswirken, werden schlicht ignoriert. Wir erkennen an, dass vermutlich der Zeitpunkt gekommen ist, an dem der Markt nicht mehr bereit ist, den Dollar in großem Stil allein aufgrund des Konflikts im Nahen Osten zu kaufen. Doch diese Annahme bedarf nun einer deutlichen technischen Bestätigung. Niemand weiß, wie lange der Markt Risiken noch in den Dollar hineinkauft, wie viele weitere Eskalationen es im Nahen Osten geben wird und vor allem, welche Schritte Donald Trump unternehmen wird.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Montag drei Handelssignale. Zu Beginn der europäischen Sitzung prallte das Paar vom Bereich 1,3259–1,3267 nach unten ab und generierte damit ein Verkaufssignal, das nächste Kursziel wurde jedoch nicht erreicht. Anschließend folgte im selben Bereich ein Kaufsignal, bei dem das nächstgelegene Ziel im Bereich 1,3319–1,3331 erreicht wurde. Gegen Ende des Tages wurde ebenfalls ein Verkaufssignal ausgebildet, das ebenso gehandelt werden konnte. Zwei von drei Trades waren profitabel, einer endete bei null Ergebnis.
Wie man am Dienstag handelt:
Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar GBP/USD die Ausbildung eines „geopolitischen Trends“ fort. Es gibt keine übergeordneten fundamentalen Gründe für ein mittelfristiges Dollarwachstum, daher erwarten wir die Fortsetzung des globalen Aufwärtstrends im Jahr 2025, der das Paar mindestens in den Bereich von 1,4000 treiben könnte. In den letzten Wochen war der Markt jedoch vollständig auf den Krieg im Nahen Osten fokussiert, der sich direkt auf den Wert der US‑Währung ausgewirkt hat.
Am Dienstag können unerfahrene Trader Short-Positionen in Erwägung ziehen, sofern der Kurs vom Bereich 1,3319–1,3331 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,3259–1,3267. Ein Kursanstieg und eine anschließende Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,3319–1,3331 eröffnen die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3403–1,3407.
Im 5-Minuten-Chart liegen die aktuellen Handelsmarken bei 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695 und 1,3741–1,3751. Am Dienstag stehen im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse oder Datenveröffentlichungen an, während in den USA lediglich der wöchentliche ADP-Bericht veröffentlicht wird, der für Trader nur von geringer Bedeutung ist.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wurden an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet, sind alle weiteren Signale von diesem Level zu ignorieren.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale ausbilden. In jedem Fall ist es ratsam, bei den ersten Anzeichen eines Flat-Marktes den Handel zu beenden.
- Handelspositionen werden in dem Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der US‑Sitzung eröffnet; danach sollten alle Trades manuell geschlossen werden.
- Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität vorliegt und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Befinden sich zwei Levels sehr nah beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Unterstützungs- und Widerstandsmarken sind Kursniveaus, die beim Öffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen als Ziele dienen. Take-Profit-Orders können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung verdeutlichen, in die der Handel derzeit vorzugsweise erfolgen sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Konjunkturberichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.
