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FX.co ★ EUR/USD Überblick. 19. März. Europa ist keine Hilfe für Trump

EUR/USD Überblick. 19. März. Europa ist keine Hilfe für Trump

EUR/USD Überblick. 19. März. Europa ist keine Hilfe für Trump

Das Währungspaar EUR/USD zeigte sich am gesamten Mittwoch sehr ruhig. Der Markt wartete ganz eindeutig auf die Ergebnisse der Fed-Sitzung, und der geopolitische Konflikt begann schließlich in den Hintergrund zu treten. Interessanterweise war es Donald Trump, der die Entspannung im Nahen Osten ausgelöst hat. Der amerikanische Präsident hoffte ganz offensichtlich auf Unterstützung der europäischen Länder im Krieg mit dem Iran und versucht seitdem verzweifelt, europäische Staats- und Regierungschefs davon zu überzeugen, den USA Militärbasen zur Verfügung zu stellen und Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden, um die Blockade aufzuheben. In Europa fand Trumps Plan jedoch keine Unterstützung. Der verständlicherweise verärgerte Trump begann daraufhin erneut damit zu drohen, die USA aus der NATO zurückzuziehen.

Das Interessanteste ist, dass selbst in den USA nicht alle Beamten und Politiker nachvollziehen können, warum ein Krieg mit dem Iran überhaupt notwendig war. Natürlich stehen Trumps Anhänger und Unterstützer hinter dieser Entscheidung, doch der Bedarf dafür war sein persönlicher. Beispielsweise, um die öffentliche Aufmerksamkeit von den Epstein-Akten abzulenken. Alle anderen Politiker und Experten behaupten dagegen unisono, dass vom Iran keinerlei Bedrohung ausgegangen sei.

Wie Trump selbst sagte, seien iranische Raketen nicht in der Lage, die USA zu erreichen, sodass der Iran selbst theoretisch kein Ziel auf amerikanischem Territorium hätte treffen können. Zudem sind im vergangenen Jahr, dank der Politik des neuen alten Präsidenten, viele verdeckte Feinde auf der geopolitischen Weltkarte aufgetaucht. Man fragt sich, ob Trump plant, gegen all diese Länder Krieg zu führen, da jedes von ihnen theoretisch die USA angreifen könnte – wenn nicht mit Atomraketen, dann mit ballistischen Raketen.

Am Ende steht Trump in stolzer Isolation dem Iran gegenüber. Natürlich schlagen sich die Länder des Persischen Golfs weiterhin auf die Seite Amerikas, doch sie haben keine andere Wahl. Europa hingegen schon. Wie der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte: „Das ist nicht unser Krieg.“ In der Tat, warum sollten europäische Länder Trumps Aggression unterstützen? Um einen Gegenschlag des Iran auf ihrem eigenen Territorium zu provozieren? Wie bereits erwähnt, können iranische Raketen die USA nicht erreichen, sehr wohl aber europäische Länder.

Daher hat die Europäische Union die logischste Position eingenommen. Wenn Trump Krieg führen will, soll er das tun. Das wird der ganzen Welt zweifellos Schaden zufügen, aber eine Unterstützung Trumps könnte noch größere Verluste nach sich ziehen. Im Moment muss Europa im Wesentlichen nur das Energieproblem lösen. Sollte Europa in den Krieg hineingezogen werden, würden seine Ölraffinerien und LNG-Anlagen zum Ziel von Raketenangriffen. Die Lage würde sich weiter verschlechtern, ohne dass Europa über mehr Öl verfügen würde. Derweil strebt der Iran an, Transaktionen in US-Währung vollständig aufzugeben ...

Aus unserer Sicht hat der US-Dollar weiterhin keine Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum. Selbst der geopolitische Faktor stellt nur eine temporäre, keine dauerhafte Stütze dar. Es handelt sich um eine emotionale, nicht um eine fundamentale Unterstützung. Derzeit weiß Trump selbst nicht, wie er den Konflikt im Nahen Osten beenden soll, aber fürs Erste hat er die amerikanischen Schiffe weiter vom Persischen Golf abgezogen ...

EUR/USD Überblick. 19. März. Europa ist keine Hilfe für Trump

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares EUR/USD in den letzten 5 Handelstagen beträgt zum 19. März 84 Pips und wird als „durchschnittlich“ eingestuft. Wir erwarten, dass sich das Paar am Donnerstag innerhalb der Spanne von 1,1414 bis 1,1582 bewegt. Der obere lineare Regressionskanal hat sich eingeebnet, was auf eine mögliche Trendumkehr hindeutet. Der CCI-Indikator ist erneut in den überverkauften Bereich eingetreten und hat eine „bullische“ Divergenz ausgebildet, doch selbst technische Signale spielen im Moment keinerlei Rolle.

Nächste Unterstützungsniveaus:

S1 – 1,1475

S2 – 1,1353

S3 – 1,1230

Nächste Widerstandsniveaus:

R1 – 1,1597

R2 – 1,1719

R3 – 1,1841

Handelsempfehlungen:

Das EUR/USD-Paar setzt seine Abwärtsbewegung fort, die nicht mehr wie eine Korrektur aussieht. Der globale fundamentale Hintergrund bleibt für den Dollar äußerst negativ. Seit mehreren Wochen konzentriert sich der Markt jedoch ausschließlich auf die Geopolitik, wodurch alle anderen Faktoren in den Hintergrund treten. Befindet sich der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können Short-Positionen mit Zielen bei 1,1414 und 1,1353 in Betracht gezogen werden. Oberhalb der gleitenden Durchschnittslinie bleiben Long-Positionen mit Zielen bei 1,1963 und 1,2085 relevant, wofür sich allerdings der geopolitische Hintergrund verbessern müsste.

Erklärungen zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Sind beide in dieselbe Richtung gerichtet, ist der Trend derzeit stark;
  • Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20,0, smoothed) bestimmt den kurzfristigen Trend und die Handelsrichtung;
  • Murray-Level – Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen;
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) – der wahrscheinliche Preiskanal, in dem sich das Paar in den kommenden Tagen auf Basis der aktuellen Volatilität bewegen wird;
  • Der CCI-Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder den überkauften Bereich (über +250) signalisiert, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung näher rückt.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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