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FX.co ★ Der Markt ist verunsichert, aber widerstandsfähig

Der Markt ist verunsichert, aber widerstandsfähig

Die Vereinigten Staaten und Israel werfen den Ölmärkten weiterhin einen Rettungsanker zu, was dem S&P 500 zu einer stabileren Basis verhilft. Der breite Index ist auf das niedrigste Niveau seit dem Ausverkauf im November gefallen, als Kommentare von Scott Bessent und Benjamin Netanyahu es den Bullen ermöglichten, den Rücksetzer zu kaufen.

Die US-Finanzministerin erklärte, das Weiße Haus erwäge, die Sanktionen gegen den Iran zu lockern, was rund 140 Millionen Barrel Öl freisetzen könnte. Jerusalem ist Berichten zufolge bereit, die Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Feindes einzustellen und die Vereinigten Staaten bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu unterstützen. Offizielle Stellen behaupten, der Iran verfüge nicht länger über eine funktionsfähige Urananreicherungskapazität und der Krieg werde früher enden, als allgemein erwartet.

Gewinner und Verlierer am US-Aktienmarkt zeigen deutlich, auf welches Szenario sich die Anleger festlegen. Energiewerte liegen im Plus. Der Hauptnachzügler ist der Rohstoffsektor, der unter einer anziehenden Inflation und einem nachlassenden Wachstum leiden wird. So prognostizieren Experten des Wall Street Journal, dass die Verbraucherpreise bis Ende 2026 auf 2,9 % steigen werden, verglichen mit 2,6 % in der Umfrage vom Januar.

Gewinner-/Verlierer-Dynamik am US-Aktienmarkt

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JP Morgan warnt, dass Anleger die wirtschaftlichen Schäden sehr hoher Ölpreise unterschätzen und stattdessen lieber über eine Beschleunigung der Inflation sprechen. Seit den 1970er Jahren standen vier von fünf US?Rezessionen im Zusammenhang mit sprunghaften Anstiegen bei Brent und WTI. Ein Panel des Wall Street Journal geht von einem Abschwung der US?Wirtschaft aus, falls der Ölpreis 14 Wochen lang über 138 US?Dollar pro Barrel bleibt. Die Spanne der Umfrageergebnisse reichte von 90 bis 200 US?Dollar pro Barrel und von 4 bis 55 Fünf?Handels?Tage?Perioden in der Dauer.

Auch S&P 500?Händler sind besorgt über die Aussicht, dass die Absicht der Fed, die Zinsen hoch zu halten, die Abschwächung des US?BIP beschleunigen könnte. Nachdem die EZB und die Bank of England eine mögliche Straffung der Geldpolitik signalisiert hatten, stieg an den Terminmärkten die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Fed Funds Rate bis Ende 2026 auf dem aktuellen Niveau bleibt, von 48 % auf 73 %. Vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten im Nahen Osten lag diese Wahrscheinlichkeit in den Derivaten bei lediglich 4 %.

Performance von S&P 500 und Brent

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Trotz starkem Gegenwind ist der Optimismus am Aktienmarkt nicht verschwunden. Bank of America geht davon aus, dass die Fed letztlich gezwungen sein wird, die Geldpolitik zu lockern. Ein Rückgang des breiten Index auf 6.600 wäre aus Sicht der Bank daher eine hervorragende Kaufgelegenheit – was darauf hindeutet, dass die aktuelle Korrektur sich ihrem Ende nähern könnte.

Aus technischer Sicht hat der S&P 500 Index auf dem Tageschart fast das erste der zuvor genannten kurzen Kursziele bei 6.510 und 6.390 erreicht. Die Notierungen sind zum vorherigen Wendepunkt bei 6.610 zurückgekehrt. Die Marktstimmung bleibt jedoch bärisch. Solange der breite Index unter 6.665 handelt, ist es sinnvoll, den Fokus auf Short-Positionen beizubehalten.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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