Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Dienstag sind mehrere makroökonomische Berichte vorgesehen, doch stellt sich die Frage, ob sie für Trader überhaupt von Bedeutung sein werden. Die Indizes der Geschäftstätigkeit für den Dienstleistungs- und den verarbeitenden Sektor für März werden für Deutschland, die Eurozone, Großbritannien und die USA veröffentlicht. Es ist möglich, dass die europäischen Indizes in der ersten Tageshälfte einen leichten Einfluss auf die Bewegung beider Währungspaare ausüben, aber die amerikanischen Indizes werden voraussichtlich nur geringe Auswirkungen haben. Der Markt hat sich daran gewöhnt, seine Schlüsse zur Geschäftstätigkeit auf Basis der ISM-Indizes zu ziehen, die zu Beginn eines jeden Monats veröffentlicht werden. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Donald Trump neue Aussagen in Bezug auf den Iran machen könnte, was einen weiteren Sturm am Devisenmarkt auslösen könnte.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den grundlegenden Ereignissen am Montag sind lediglich die Reden des Chefökonomen der EZB, Philip Lane, und des Bundesbankpräsidenten Joachim Nagel hervorzuheben. Allerdings haben die Märkte bereits in der vergangenen Woche umfassende Informationen über die Pläne aller drei Notenbanken erhalten. Wir haben erfahren, dass die Fed mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Dezember 2026 keine Zinssenkungen wieder aufnehmen wird, während sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Bank of England bereit sind, die Geldpolitik zu straffen, falls sich die Inflation beschleunigt. Alle drei Zentralbanken erwarten einen Anstieg der Verbraucherpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten, der beispiellose Anstiege bei den Öl- und Gaspreisen ausgelöst hat. Damit rücken alle anderen Ziele der Zentralbanken vorübergehend in den Hintergrund, und der Fokus liegt vollständig auf der Inflation. Außerdem ist zu beachten, dass Trump neue Äußerungen in Bezug auf Iran machen könnte, die für den Markt deutlich wichtiger sein dürften als alle anderen Ereignisse zusammengenommen.Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am zweiten Handelstag der Woche ist grundsätzlich jede Marktbewegung möglich, da es jederzeit zu einer Deeskalation im Nahen Osten kommen kann. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1584–1,1591 gehandelt werden, während das Pfund Sterling in der Spanne von 1,3403–1,3407 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes und nachhaltiges Wachstum der US‑Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), und diese Grundlagen haben sich in der vergangenen Woche und zu Beginn der laufenden Woche weiter verringert.
Wesentliche Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer diese Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wurden an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale erzeugen. In jedem Fall ist es ratsam, bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung den Handel einzustellen.
- Trades sollten in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sind alle offenen Positionen manuell zu schließen.
- Auf dem Stunden‑Chart ist es bevorzugt, Handelssignale des MACD‑Indikators nur dann zu nutzen, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Befinden sich zwei Niveaus zu dicht beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs‑ oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Bewegt sich der Preis 15–20 Pips in die richtige Richtung, sollte der Stop Loss auf den Break-even nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf‑ oder Verkaufspositionen dienen. Take‑Profit‑Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und damit die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Quelle für Signale genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt verlassen werden, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money‑Managements ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.
