logo

FX.co ★ Einige Fed-Notenbanker glauben immer noch an Wunder

Einige Fed-Notenbanker glauben immer noch an Wunder

Obwohl das Ergebnis der jüngsten Sitzung der Federal Reserve deutlich gemacht hat, dass weitere Zinssenkungen in den USA schnell in Zinserhöhungen umschlagen könnten, gibt es innerhalb der Fed weiterhin Stimmen, die anderer Meinung sind.

Einige Fed-Notenbanker glauben immer noch an Wunder

Fed-Gouverneur Stephen Miran sagte gestern in einem Interview, die Geldpolitik müsse angesichts der geopolitischen Spannungen vorsichtig und umsichtig gestaltet werden. Miran wies die Vorstellung entschieden zurück, dass der geldpolitische Entscheidungsprozess von kurzfristigen, oft emotional aufgeladenen Erwägungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und Iran geleitet werden sollte. Er betonte, dass solche Ereignisse, so wichtig sie auch seien, weder zum alleinigen noch zum vorrangigen Faktor werden dürften, der den Kurs der Wirtschaft und damit die Entscheidungen der Fed bestimmt.

„Wir sollten warten, bis wir alle Informationen haben, bevor wir unseren Ausblick wirklich ändern“, sagte Miran und hob die Bedeutung eines vollständigen Bildes hervor. Seine Aussage spiegelt ein grundlegendes Prinzip der makroökonomischen Analyse wider: Blindes Entscheiden unter dem Druck aktueller Ereignisse birgt das Risiko strategischer Fehler. Die Fed, als Institution mit dem Auftrag, die langfristige Finanzstabilität zu gewährleisten, kann es sich nicht leisten, impulsiv zu reagieren. Es bedarf einer gründlichen Analyse aller internen und externen Faktoren, die die Wirtschaftsindikatoren beeinflussen könnten. Jerome Powell hatte in der vergangenen Woche ähnliche Punkte angesprochen.

„Und ich denke, es ist immer noch zu früh, um definitive Schlussfolgerungen darüber zu ziehen, wie die Lage in 12 Monaten aussehen wird“, fügte Miran hinzu. Diese Worte unterstreichen die inhärente Unsicherheit bei der Abschätzung langfristiger wirtschaftlicher Auswirkungen unter sich schnell verändernden geopolitischen Bedingungen. Nach Mirans Ansicht bringen militärische Konflikte und Handelskriege Unberechenbarkeit in ökonomische Modelle. Aufgabe der Zentralbank ist es nicht, die Zukunft mit absoluter Präzision vorherzusagen, sondern Rahmenbedingungen für eine widerstandsfähige Wirtschaft zu schaffen, die sich an unterschiedliche Szenarien anpassen kann.

Dennoch sagte Miran, dass er weiterhin mit vier Zinssenkungen in diesem Jahr rechnet. In der vergangenen Woche beließ die Fed den Leitzins auf ihrer zweiten Sitzung in Folge unverändert und verwies auf die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit durch den Krieg; Vorsitzender Jerome Powell betonte zugleich die Notwendigkeit weiterer Fortschritte bei der Senkung der Inflation. Miran stimmte gegen diese Entscheidung und hätte eine Senkung um 25 Basispunkte bevorzugt.

Technischer Ausblick für EUR/USD

Käufer müssen nun die Marke von 1,1615 zurückerobern. Erst dann wird ein Test von 1,1638 möglich. Von dort aus könnte das Währungspaar auf 1,1669 steigen, was ohne Unterstützung durch die großen Marktakteure jedoch schwierig sein wird. Das weiter entfernte Aufwärtsziel liegt bei 1,1705. Auf der Unterseite rechne ich erst im Bereich um 1,1588 mit spürbarem Kaufinteresse. Bleibt es dort aus, wäre es sinnvoll, auf ein neues Tief bei 1,1554 zu warten oder Long-Positionen von 1,1526 aus zu eröffnen.

Technischer Ausblick für GBP/USD

Die Käufer des Pfunds sollten den nächstgelegenen Widerstand bei 1,3435 überwinden. Erst dann rückt der Bereich um 1,3475 ins Visier, oberhalb dessen ein weiterer Ausbruch schwierig sein dürfte. Das weiter entfernte Aufwärtsziel liegt bei etwa 1,3515. Auf der Unterseite werden die Bären versuchen, sich bei 1,3405 die Kontrolle zu sichern. Gelingt ihnen das, würde ein Bruch dieser Spanne die Long-Positionen stark unter Druck setzen und GBP/USD auf 1,3376 mit Potenzial für eine Ausdehnung bis 1,3350 drücken.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
Go to the articles list Go to this author's articles Open trading account