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FX.co ★ EUR/USD. 25. März. Unklarheit über die Lage im Iran und Äußerungen von Donald Trump

EUR/USD. 25. März. Unklarheit über die Lage im Iran und Äußerungen von Donald Trump

Das Währungspaar EUR/USD blieb am Dienstag zwar mit einer bullischen Tendenz im Handel, zeigte jedoch kein Wachstum. Die Konsolidierung oberhalb des Korrektur­niveaus von 100,0 % bei 1,1577 und der anschließende Rebound von diesem Niveau ermöglichen die Erwartung eines weiteren Anstiegs in Richtung des 76,4%-Retracement-Levels bei 1,1696. Eine Konsolidierung unterhalb der Marke von 1,1577 würde den US-Dollar begünstigen und könnte einen Rückgang in Richtung des Fibonacci-Niveaus von 127,2 % bei 1,1440 nach sich ziehen.

EUR/USD. 25. März. Unklarheit über die Lage im Iran und Äußerungen von Donald Trump

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt übersichtlich. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das Tief der vorherigen Welle nicht unterschritten, während die letzte Aufwärtswelle das vorherige Hoch durchbrochen hat. Somit verschiebt sich der Trend derzeit weiter in Richtung bullisch. Die Aktionen von Donald Trump im Nahen Osten haben in der Region großangelegte militärische Aktivitäten mit Beteiligung eines Dutzends Länder ausgelöst, was den Dollar als „sicheren Hafen“ gestützt hat. In dieser Woche ist Washington jedoch auf einen Kurs der Annäherung eingeschwenkt, was Druck auf den Dollar ausübt.

Am Dienstag fanden die Konjunkturveröffentlichungen kaum Beachtung bei den Tradern, obwohl Berichte zur wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland, der Eurozone und den USA veröffentlicht wurden. Der Markt ignorierte die US‑Indizes traditionell, da ISM‑Indizes in Amerika mehr Gewicht haben. Die europäischen Indizes zeigten unterdessen weder klar positive noch klar negative Dynamiken – einige legten zu, andere gaben nach. US‑Präsident Donald Trump machte jedoch eine Reihe neuer Aussagen zum Konflikt im Nahen Osten. Seinen Worten zufolge gibt es im Iran keine Führungspersönlichkeiten mehr, mit denen Verhandlungen geführt werden könnten, gleichzeitig habe er aber „die richtigen Leute“ gefunden, die zu einem Deal bereit seien. Trump erklärte, diese Personen seien bereit, auf nukleare Entwicklungen und Waffen zu verzichten, was Hoffnung auf ein Abkommen weckt, das den Krieg im Nahen Osten beenden könnte. Zur Erinnerung: Am Montag hatte Trump von produktiven Verhandlungen mit dem Iran berichtet, was einen scharfen Rückzug der Bären und einen Rückgang des Dollars auslöste. Nimmt man seine Aussagen beim Wort, könnte der Krieg tatsächlich bald enden, doch die Situation in der Straße von Hormus bleibt unklar. Offensichtlich müsste Teheran im Falle eines Abkommens die Straße wieder öffnen, doch offizielle Details liegen bislang nicht vor. Trader können nur mutmaßen: Handelt es sich um einen weiteren „Hoax“ von Trump oder um einen tatsächlichen Deeskalationsprozess?

EUR/USD. 25. März. Unklarheit über die Lage im Iran und Äußerungen von Donald Trump

Im 4-Stunden-Chart ist das Paar bis zum Fibonacci-Niveau von 76,4 % bei 1,1617 gestiegen. Ein Abprall von diesem Niveau würde den US-Dollar begünstigen und einen Rückgang in Richtung des Korrektur­niveaus von 100,0 % bei 1,1474 erwarten lassen. Ein Aufwärtstrend wird möglich, wenn der Euro über dem Kanal schließt. Das erste Kursziel der Bullen liegt bei 1,1706. In keinem Indikator sind aufkommende Divergenzen zu beobachten.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD. 25. März. Unklarheit über die Lage im Iran und Äußerungen von Donald Trump

In der letzten Berichtswoche haben professionelle Trader 52.800 Long-Positionen geschlossen und 31.212 Short-Positionen eröffnet. Die Stimmung der Gruppe der „Non-commercial“-Akteure bleibt dank Donald Trump und seiner Politik weiterhin bullisch, allerdings beobachten wir in den letzten Wochen einen deutlichen Abbau von Long-Positionen und einen Anstieg der Short-Positionen. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt nun bei 213.000, während sich die Short-Positionen auf 191.000 belaufen. Der Vorteil der Bullen ist innerhalb weniger Wochen nahezu vollständig verschwunden.

Insgesamt blicken die Großanleger langfristig weiterhin mit großem Interesse auf den Euro. Natürlich wirken sich verschiedene globale Ereignisse – an denen es in den letzten Jahren nicht gemangelt hat – in unterschiedlicher Weise auf die Anlegerstimmung aus. Der Fokus des Marktes liegt derzeit insbesondere auf dem Nahen Osten, wo sich der Krieg weiter zuspitzt und geografisch ausweitet. Daher wird der Wechselkurs von Euro und US-Dollar in naher Zukunft nicht von der Geldpolitik der Fed oder der EZB oder von Konjunkturdaten abhängen, sondern vom Krieg im Iran. Und vorerst zieht der Dollar den maximalen Nutzen aus dieser Situation.

Terminkalender für die USA und die Eurozone:

  • Eurozone – Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde (10:45 UTC).
  • Deutschland – ifo-Geschäftsklimaindex (11:00 UTC).

Am 25. März enthält der Wirtschaftskalender nur zwei Veröffentlichungen, von denen keine als besonders bedeutend einzustufen ist. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung könnte am Mittwoch daher eher gering ausfallen.

EUR/USD-Prognose und Trading-Empfehlungen:

Ein Verkauf des Währungspaares ist heute nach einer Konsolidierung unterhalb von 1,1577 mit Ziel 1,1440 möglich. Kaufpositionen konnten nach einem Rebound von 1,1440 mit Ziel 1,1577 eröffnet werden; dieses Ziel wurde bereits erreicht. Neue Long-Positionen wurden nach einem Schlusskurs oberhalb von 1,1577 mit Ziel 1,1696 möglich.

Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart von 1,1577–1,2082 und im 4-Stunden-Chart von 1,1474–1,2082 ausgehend eingezeichnet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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