Analyse der Trades vom Mittwoch:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Mittwoch keine nennenswerten Bewegungen. Im Tagesverlauf fehlte es an makroökonomischem Hintergrund; die Rede von Christine Lagarde lieferte den Händlern keine neuen Erkenntnisse, und es gab weder ermutigende noch eskalierende Nachrichten aus dem Nahen Osten. Im Grunde erfuhren wir im Tagesverlauf nur, dass Iran jegliche Verhandlungen mit den USA ablehnt und dass sich die USA – trotz früherer Aussagen von Trump – auf eine Bodenoffensive im Iran vorbereiten. Daher kann zum jetzigen Zeitpunkt mit hinreichender Sicherheit gesagt werden, dass kurzfristig nicht von einer Deeskalation im Nahen Osten die Rede sein kann. Sollte Trump eine Bodenoffensive im Iran einleiten, könnte dies die derzeitige Lage an den Energiemärkten weiter verschärfen. Die Inflation könnte weltweit weiter anziehen, und der Dollar könnte als sicherer Hafen erneut zulegen. Eine Bodenoffensive könnte somit aktuell einen neuen Rückgang des EUR/USD-Paares auslösen. Aus technischer Sicht bleibt der Aufwärtstrend im Stundenchart intakt.
5M-Chart des EUR/USD-Paares
Im 5-Minuten-Zeitrahmen bildeten sich am Mittwoch fünf Handelssignale, alle in der Zone von 1,1584–1,1591. Während der europäischen Sitzung prallte der Kurs dreimal von diesem Bereich ab, während er in der amerikanischen Sitzung nach oben durchbrach und anschließend von unten zurückprallte. In allen Fällen betrug die Bewegung in die richtige Richtung nicht mehr als 15–20 Pips. Infolgedessen erzielten Anfänger weder Verluste noch Gewinne.Wie man am Mittwoch handelt:
Im Stundenchart ist der Abwärtstrend abgeschlossen, aber möglicherweise handelt es sich nur um eine weitere gewöhnliche Aufwärtskorrektur. Anfang 2026 hat sich ein langfristiger Aufwärtstrend fortgesetzt, daher erwarten wir für den Euro weiterhin ein mittelfristiges Wachstum. Der fundamentale Hintergrund bleibt für die amerikanische Währung sehr herausfordernd; dennoch steht derzeit vor allem die Geopolitik im Fokus des Marktes. Genau sie verhindert im Moment einen stärkeren Rückgang des Dollars.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls der Kurs von der Zone 1,1584–1,1591 nach unten abprallt, mit einem Ziel im Bereich 1,1527–1,1531. Sollte sich der Kurs oberhalb der Zone 1,1584–1,1591 festigen, können Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1655–1,1666 eröffnet werden.
Im 5-Minuten-Zeitrahmen sind die Marken 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908 zu beachten. Am Donnerstag sind keine wichtigen Ereignisse zu erwarten. In Deutschland wird der Index des Verbrauchervertrauens veröffentlicht, in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit vergeht, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine liefern. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, den Handel einzustellen.
- Trades sollten in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sind alle offenen Positionen manuell zu schließen.
- Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegt, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Sobald sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (sie sind immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money Managements sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.
