Der US‑Dollar ist vor dem Hintergrund der Ereignisse im Nahen Osten erneut gefragt.
Gestern legte der US‑Dollar deutlich zu, nachdem bekannt wurde, dass Iran das von den USA vorgeschlagene 15‑Punkte‑Friedensabkommen abgelehnt hat. Stattdessen legte Teheran fünf eigene Bedingungen vor, von denen eine die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus vorsieht. Darüber hinaus besteht die iranische Seite auf Garantien, dass die USA und Israel ihre Angriffe nicht wieder aufnehmen, sowie auf militärischen Reparationen.
Diese Entwicklungen zeigen klar, dass die Parteien noch weit von einem echten Waffenstillstand entfernt sind. Die Spannungen in der Region bleiben hoch, und die Ölmärkte, die empfindlich auf derartige geopolitische Verschiebungen reagieren, stellen sich auf weitere Volatilität ein. Viele Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass ein anhaltender Konflikt oder gar eine neue Eskalation unweigerlich Druck auf die globalen Energiepreise ausüben wird, was wiederum den Dollar als sichere Anlagewährung zusätzlich stützen könnte.
Heute steht zunächst die Veröffentlichung des GfK-Konsumklimaindex für Deutschland auf dem Programm. Dieser Indikator ist ein wichtiger Gradmesser für das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in die heimische Konjunktur und spiegelt ihre Erwartungen hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Lage, der Einkommen und der Bereitschaft zu größeren Anschaffungen wider. Positive Indexwerte stützen traditionell die Konsumaktivität. Parallel dazu werden Daten zur Kreditvergabe an den privaten Sektor im Euroraum veröffentlicht. Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie aktiv Unternehmen und Haushalte neue Kredite aufnehmen – ein zentraler Faktor für Investitionen und Konsum. Den Block wichtiger Veröffentlichungen beschließen die Daten zur Veränderung der Geldmenge M3 im Euroraum.
Beim Pfund richtet sich heute – mangels relevanter Konjunkturdaten aus dem Vereinigten Königreich – die gesamte Aufmerksamkeit der Investorinnen und Investoren sowie Analysten auf Auftritte zentraler Akteure der Geldpolitik. Im Fokus stehen insbesondere Reden von zwei Mitgliedern der Bank of England: Sarah Breeden aus dem Financial Stability Committee und Megan Greene aus dem Monetary Policy Committee.
Diese Auftritte sind besonders bedeutsam, da sie wichtige Hinweise auf das weitere Vorgehen der britischen Notenbank enthalten könnten – vor allem vor dem Hintergrund des starken Inflationsanstiegs. Das besondere Interesse gilt dabei der Position von Megan Greene.
Sollten die Daten im Rahmen der Erwartungen der Ökonominnen und Ökonomen liegen, empfiehlt es sich, nach einer Mean‑Reversion‑Strategie zu agieren. Weichen die Daten hingegen deutlich nach oben oder unten von den Prognosen ab, bietet sich die Anwendung einer Momentum‑Strategie an.
Momentum‑Strategie (auf Ausbruch):
Für das Währungspaar EUR/USD
Kauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,1575, was zu einem Anstieg des Euro in Richtung 1,1600 und 1,1625 führen kann;
Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,1549, was zu einem Rückgang des Euro in Richtung 1,1519 und 1,1486 führen kann;
Für das Währungspaar GBP/USD
Kauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,3373, was zu einem Anstieg des Pfund in Richtung 1,3390 und 1,3424 führen kann;
Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,3349, was zu einem Rückgang des Pfund in Richtung 1,3325 und 1,3300 führen kann;
Für das Währungspaar USD/JPY
Kauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 159,55, was zu einem Anstieg des Dollar in Richtung 159,74 und 159,94 führen kann;
Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 159,35, was zu einem Rückgang des Dollar in Richtung 159,05 und 158,87 führen kann;
Mean‑Reversion‑Strategie (auf Korrektur):

Für das Währungspaar EUR/USD
Suchen Sie nach Verkaufsgelegenheiten nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,1577, wenn der Kurs wieder unter dieses Niveau zurückfällt;
Suchen Sie nach Kaufgelegenheiten nach einem erfolglosen Ausbruch unter 1,1553, wenn der Kurs wieder auf dieses Niveau zurückkehrt;

Für das Währungspaar GBP/USD
Suchen Sie nach Verkaufsmöglichkeiten nach einem gescheiterten Ausbruch über 1,3373, wenn der Kurs wieder unter dieses Niveau zurückfällt;
Suchen Sie nach Kaufmöglichkeiten nach einem gescheiterten Ausbruch unter 1,3345, wenn der Kurs wieder auf dieses Niveau zurückläuft;

Für das Währungspaar AUD/USD
Nach Verkaufsgelegenheiten Ausschau halten, nachdem ein erfolgloser Ausbruch über 0,6967 stattgefunden hat und der Kurs wieder unter dieses Niveau zurückfällt;
Nach Kaufgelegenheiten Ausschau halten, nachdem ein erfolgloser Ausbruch über 0,6938 stattgefunden hat und der Kurs auf dieses Niveau zurücksetzt;

Für das Währungspaar USD/CAD
Nach Verkaufsgelegenheiten Ausschau halten, wenn es nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,3832 zu einer Rückkehr unter dieses Niveau kommt;
Nach Kaufgelegenheiten Ausschau halten, wenn es nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,3812 zu einer Rückkehr zu diesem Niveau kommt;
