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FX.co ★ GBP/USD. 26. März. Inflation belastet das Britische Pfund

GBP/USD. 26. März. Inflation belastet das Britische Pfund

Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD am Mittwoch erneut vom Widerstandsbereich bei 1,3437–1,3465 nach unten abgeprallt, sich zugunsten des US-Dollars gedreht und ist in Richtung der Unterstützungszone bei 1,3341–1,3352 gefallen. Ein erneuter Abprall aus diesem Bereich würde das Pfund begünstigen und einen Anstieg in Richtung 1,3437–1,3465 unterstützen. Ein Durchbruch und anschließende Konsolidierung unterhalb von 1,3341–1,3352 würde es den Tradern ermöglichen, mit einer Fortsetzung des Rückgangs in Richtung der nächsten Unterstützungszone bei 1,3199–1,3214 zu rechnen.

GBP/USD. 26. März. Inflation belastet das Britische Pfund

Die Wellenstruktur verschiebt sich weiter in Richtung eines „bullischen“ Szenarios. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das vorherige Tief nicht unterschritten, während die letzte Aufwärtswelle das vorherige Hoch nur um wenige Pips übertroffen hat. Das Nachrichtenumfeld bleibt für das Pfund schwach, während die Geopolitik den Bären am Markt nahezu vollständige Vorteile verschafft. Der Krieg im Iran bleibt der Hauptgrund für die Stärke des US-Dollars. In dieser Woche begann sich der geopolitische Hintergrund zugunsten der Bullen zu verändern, doch dies könnte sich als bloße Illusion erweisen.

Am Mittwoch lieferte das Nachrichtenumfeld den Tradern keine klare Richtung. Das Währungspaar GBP/USD bewegte sich den ganzen Tag über zwischen zwei Zonen. Der einzige Wirtschaftsbericht, der das Interesse der Marktteilnehmer hätte wecken können – der britische Verbraucherpreisindex – brachte keine überraschenden Werte. Die Kerninflation blieb bei 3 %, und nun warten die Trader gespannt auf die Märzzahlen – nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in der Eurozone und den USA. Allerdings können selbst wichtige Inflationsdaten, die im Jahr 2026 die Geldpolitik der Zentralbanken direkt beeinflussen werden, die Geopolitik nicht überlagern. Diese Woche begann mit der Hoffnung auf einen Waffenstillstand zwischen Iran und den USA, doch bereits am Mittwoch wurde klar, dass es sich um eine Illusion handelte, die Berichten zufolge von Donald Trump erzeugt wurde. Zu welchem Zweck? Um die Öl- und Treibstoffpreise zu stabilisieren und sich auf eine neue Militär­operation im Nahen Osten vorzubereiten. Jedenfalls gibt es derzeit keine klaren Anzeichen für ein Ende des Konflikts. Somit könnten die Bären jederzeit zu einer neuen Offensive ansetzen.

GBP/USD. 26. März. Inflation belastet das Britische Pfund

Im 4-Stunden-Chart konnte sich das Paar oberhalb des fallenden Trendkanals behaupten, was bislang jedoch nur von geringer Bedeutung ist. Der „bärische“ Trend könnte zwar beendet sein, doch eine neue Eskalation im Nahen Osten könnte eine erneute Abwärtsbewegung in Richtung des 76,4%-Retracements bei 1,3215 auslösen. Ein Rückprall aus dem Bereich 1,3340–1,3369 würde es den Tradern ermöglichen, mit einem Anstieg in Richtung des 50,0%-Retracements bei 1,3439 zu rechnen. Aktuell zeigen sich auf keinem Indikator neue Divergenzen.

Commitments of Traders (COT) Report:

GBP/USD. 26. März. Inflation belastet das Britische Pfund

Die Stimmung der Trader-Kategorie „Non-commercial“ ist in der letzten Berichtswoche etwas weniger bärisch geworden, auch wenn die Bären insgesamt weiterhin klar die Kontrolle behalten. Die Zahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen ging um 4.977 zurück, während die Short-Positionen um 23.659 sanken. Die Lücke zwischen Long- und Short-Positionen liegt nun bei rund 44.000 gegenüber zuvor 110.000. In den letzten Wochen haben die Bären dominiert, was angesichts der geopolitischen Lage nicht überrascht. Ich rechne nach wie vor nicht mit einem langfristigen Abwärtstrend für das Pfund, doch inzwischen hängt alles nicht mehr von Konjunkturdaten, Trumps Handelspolitik oder der Geldpolitik der Zentralbanken ab, sondern von Dauer, Ausmaß und Folgen des Kriegs im Nahen Osten.

Im vergangenen Jahr wirkte das Pfund im Vergleich zum Dollar wie eine sicherere Währung – stabiler und mit einem klareren wirtschaftlichen Ausblick. In den letzten Monaten setzte jedoch zunächst eine Korrektur innerhalb des Aufwärtstrends ein, und anschließend eskalierte der Konflikt im Nahen Osten nahezu täglich. Geopolitik bleibt der einzige Grund für die Aufwertung des US-Dollars.

Wirtschaftskalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (12:30 UTC).

Am 26. März enthält der Wirtschaftskalender lediglich einen unbedeutenden Termin. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung wird am Donnerstag äußerst gering oder gar nicht spürbar sein.

GBP/USD Prognose und Trading-Tipps:

Verkäufe des Währungspaars waren nach einer Abprallbewegung vom Bereich 1,3437–1,3465 im Stundenchart mit Ziel 1,3341–1,3352 möglich. Dieses Ziel wurde erreicht. Neue Verkaufsgelegenheiten ergeben sich nach einem Schlusskurs unterhalb der Zone 1,3341–1,3352 mit einem Ziel bei 1,3199–1,3214. Kaufgelegenheiten könnten sich heute nach einem Abprall von der Zone 1,3341–1,3352 ergeben, mit Zielen bei 1,3437–1,3465 und 1,3526–1,3539.

Die Fibonacci-Niveaus sind im Stundenchart von 1,3341–1,3866 und im 4-Stunden-Chart von 1,2104–1,3786 ausgehend eingezeichnet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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