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Gold stabilisiert sich

Nach einem jüngsten Anstieg der Volatilität, ausgelöst durch Sorgen über mögliche Zinserhöhungen in den USA, zeigt der Goldpreis erste Anzeichen einer Stabilisierung. Die Phase der Turbulenzen, in der Anleger aktiv auf Signale der Federal Reserve reagierten, ist einer zurückhaltenderen Stimmung gewichen. Vor diesem Hintergrund haben Käufer, die das aktuelle Niveau als attraktiven Einstiegszeitpunkt sehen, begonnen, die Preise aktiv zu stützen. Infolgedessen wurde der vorherige Rückgang teilweise durch einen neuen Nachfrageschub kompensiert, der als stabilisierender Faktor wirkt.Gold stabilisiert sich

Der Markt befindet sich seinerseits in einer Phase der Erwartung. Der entscheidende Faktor, der die künftige Entwicklung des Edelmetallpreises beeinflusst, bleibt die Unsicherheit über die Dauer und das Ausmaß des Konflikts im Nahen Osten. Geopolitische Instabilität kurbelt traditionell die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen an, der den Wert in Zeiten erhöhter Risiken bewahren kann; in der aktuellen Situation bestätigt sich diese Wahrnehmung jedoch nicht vollständig.

Die Pause in der Goldpreisentwicklung spiegelt die Ambivalenz der aktuellen Lage wider. Einerseits üben Sorgen über die US-Geldpolitik Druck auf Rohstoffe aus und mindern deren Attraktivität als Anlageinstrumente. Andererseits begünstigen anhaltende geopolitische Risiken Gold und stärken seinen Status als sicherer Hafen. Das Gleichgewicht zwischen diesen Faktoren bestimmt die derzeitige Stabilisierung, doch ernsthafte künftige Bewegungen werden wahrscheinlich davon abhängen, wie sich die bestehenden Unsicherheiten auflösen – sowohl in Bezug auf die Politik der Fed als auch hinsichtlich des weiteren Verlaufs des Konflikts im Nahen Osten.

Der Goldpreis hat sich von seinem anfänglichen Rückgang erholt und hält sich derzeit bei rund 4.500 US-Dollar je Unze, was eine gewisse Widerstandsfähigkeit zeigt – trotz der anhaltend steigenden Ölpreise und der Rückgänge an den Aktienmärkten. Dies deutet darauf hin, dass Händler die durch den Krieg ausgelösten niedrigeren Preise genutzt haben, während die Sorgen über die Inflation zunehmen und die Aussichten auf sinkende Zinsen schwinden.

Der Eintritt der von Iran unterstützten Huthi in den Konflikt am vergangenen Wochenende hat ebenso wie die Entsendung weiterer amerikanischer Truppen in die Region die Angst vor einer Eskalation verstärkt. Während Pakistan, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei zusammentrafen, um Lösungen für die Situation zu finden, hat Iran Aluminiumwerke in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen. Diese Ereignisse haben die Befürchtungen eines langwierigen Konflikts verschärft, der die Zentralbanken dazu zwingen könnte, Gold zu verkaufen und die Zinsen anzuheben, um die Inflation zu bremsen.

Gold stabilisiert sich

Was das aktuelle technische Bild von Gold betrifft, müssen die Käufer zunächst den nächstgelegenen Widerstand bei 4.531 $ zurückerobern. Dadurch würde sich ein Ziel bei 4.591 $ eröffnen, dessen Überwinden sich jedoch als recht schwierig erweisen dürfte. Das entfernteste Ziel liegt im Bereich von etwa 4.647 $. Kommt es hingegen zu einem Rückgang, werden die Bären versuchen, die Marke von 4.481 $ unter ihre Kontrolle zu bringen. Gelingt ihnen dies und wird diese Zone nach unten durchbrochen, wäre dies ein schwerer Schlag für die Bullenpositionen und könnte Gold bis auf ein Tief von 4.432 $ drücken, mit der Aussicht auf einen weiteren Rückgang in Richtung 4.372 $.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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