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FX.co ★ EUR/USD. 30. März. Trump beabsichtigt, sich iranisches Öl anzueignen

EUR/USD. 30. März. Trump beabsichtigt, sich iranisches Öl anzueignen

Das Währungspaar EUR/USD setzte seinen Rückgang am Freitag in Richtung des 127,2%-Fibonacci-Retracements bei 1,1440 fort, nachdem es zuvor unterhalb des 100,0%-Fibonacci-Niveaus bei 1,1577 konsolidiert hatte. Damit könnte die Abwärtsbewegung sich auch heute fortsetzen, während die Handelsaktivität in den vergangenen Tagen eher gering geblieben ist. Die Bären übernehmen erneut die Kontrolle, da es im Nahostkonflikt keine Anzeichen einer Deeskalation gibt. Ihre Dynamik ist zwar etwas begrenzt, doch die Bullen haben derzeit keine Möglichkeit für Gegenangriffe.

EUR/USD. 30. März. Trump beabsichtigt, sich iranisches Öl anzueignen

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt klar erkennbar. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle übertraf das vorherige Hoch nur um wenige Punkte, während die neue Abwärtswelle das vorherige Tief noch nicht durchbrochen hat. Damit verschiebt sich der Trend weiterhin langsam und unsicher in Richtung eines bullischen Szenarios.

Die Aktionen von Donald Trump im Nahen Osten haben großangelegte militärische Aktivitäten in der Region ausgelöst, an denen mehrere Länder beteiligt sind. Dies lässt für den US‑Dollar weiteres Wachstum erwarten.

Am Freitag war der Nachrichtenhintergrund sehr schwach und hatte wie üblich keinen Einfluss auf die Stimmung der Trader. Der University of Michigan Consumer Sentiment Index fiel im März mit nur 53,3 Punkten schlechter aus als erwartet. Dennoch legte der Dollar den ganzen Tag über zu.

Damit lässt sich derzeit fast täglich dieselbe Schlussfolgerung wiederholen: Trader interessieren sich nicht für Konjunkturdaten – sie konzentrieren sich ausschließlich auf Geopolitik. Seit Trump in der vergangenen Woche erklärte, sein vorrangiges Ziel sei es, die Kontrolle über das iranische Öl zu erlangen, wird vieles klarer. In diesem Konflikt geht es nicht um nukleare Bedrohungen für Europa oder die USA; es geht um Geld, Macht und die Kontrolle über Ressourcen – insbesondere Energie.

Daraus lässt sich schließen, dass der Krieg andauern wird. Die einzige offene Frage ist seine Intensität. Je intensiver die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, desto stärker wird der US‑Dollar wachsen. Je mehr Länder hineingezogen werden, desto stärker wird der Dollar steigen. Je höher die Ölpreise klettern, desto stärker wird der Dollar.

EUR/USD. 30. März. Trump beabsichtigt, sich iranisches Öl anzueignen

Im 4-Stunden-Chart prallte das Währungspaar vom 76,4%-Fibonacci-Level bei 1,1617 ab und drehte zugunsten des US-Dollars. Es begann ein Rückgang in Richtung des 100,0%-Retracement-Levels bei 1,1474, der derzeit noch andauert.

Ein Aufwärtstrend wird erst möglich, wenn der Euro über dem fallenden Trendkanal schließt. Das erste Kursziel der Bullen liegt bei 1,1706. Auf keinen der Indikatoren sind derzeit aufkommende Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD. 30. März. Trump beabsichtigt, sich iranisches Öl anzueignen

In der jüngsten Berichts­woche haben professionelle Trader weitere 12.861 Long-Positionen und 1.008 Short-Positionen geschlossen. Über einen Zeitraum von sechs Wochen ist der gesamte bullische Vorteil faktisch verschwunden.

  • Gesamtzahl Long-Positionen: 200.000
  • Gesamtzahl Short-Positionen: 190.000

Vor sechs Wochen verfügten die Bullen bei den nicht-kommerziellen Tradern noch über einen mehr als doppelt so großen Vorteil.

Langfristig zeigen die Großanleger insgesamt weiterhin ein starkes Interesse am Euro. Allerdings beeinflussen globale Ereignisse – an denen es in den vergangenen Jahren keinen Mangel gab – nach wie vor die Stimmung der Investoren.

Derzeit richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit des Marktes auf den Nahen Osten, wo sich der Konflikt weiter zuspitzt und geografisch ausweitet. Daher wird der EUR/USD-Wechselkurs in der näheren Zukunft nicht von der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB und auch nicht von Konjunkturdaten abhängen, sondern vom Krieg im Iran. Und im Moment profitiert der Dollar am stärksten von dieser Situation.

Wirtschaftskalender (USA & Eurozone):

Deutschland – Verbraucherpreisindex (12:00 UTC)

Am 30. März enthält der Wirtschaftskalender nur einen Eintrag, der kaum von Bedeutung ist. Der Einfluss der Nachrichtenlage auf die Marktstimmung dürfte am Montag schwach oder gar nicht spürbar sein.

EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:

Verkaufspositionen waren nach einer Konsolidierung unterhalb von 1,1577 im Stundenchart mit Ziel 1,1440 möglich. Diese Trades können auch heute noch gehalten werden. Kaufpositionen können in Betracht gezogen werden, nachdem das Paar über 1,1577 schließt, mit Ziel 1,1696.

Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart von 1,1577–1,2082 und im 4-Stunden-Chart von 1,1474–1,2082 gezogen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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