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Bitcoin: Top-Performer unter Underperformern

Die Märkte stellen sich auf einen langwierigen Konflikt im Nahen Osten, Stagflation und erzwungene Zinserhöhungen durch die Fed ein. Dieses Szenario löst eine Korrektur der Aktienindizes, einen Anstieg der Renditen von US‑Staatsanleihen und Verkäufe bei Gold aus. In diesem Umfeld schlägt sich Bitcoin besser als die oben genannten Anlageklassen, verliert als primärer sicherer Hafen jedoch klar gegenüber dem US‑Dollar.

Performance von Anleihen, Gold und BTC

Bitcoin: Top-Performer unter Underperformern

Tatsächlich war die Kryptowährung noch nie ein wirklich verlässlicher sicherer Hafen. Allerdings verringert die wachsende Rolle institutioneller Investoren an den Tokenmärkten die Volatilität und weckt Zweifel an Bitcoins eindeutiger Einstufung als reiner „Risk Asset“. Wären die Rahmenbedingungen unverändert geblieben, wäre BTC/USD vermutlich gemeinsam mit dem Nasdaq Composite eingebrochen, nachdem dieser in eine Korrekturphase eingetreten war.

Bitcoin steht für 60 % der Krypto-Gesamtmarktkapitalisierung von 2,3 Billionen US‑Dollar, während Ether rund 10 % ausmacht. Beide Token sind von ihren Rekordhochs aus betrachtet um etwa 50 % bzw. 60 % gefallen. Dennoch flossen im März rund 1,4 Milliarden US‑Dollar in Bitcoin‑fokussierte ETFs. Im Gegensatz dazu verzeichnen Ether‑fokussierte ETFs in den letzten Tagen erhebliche Mittelabflüsse.

Dynamik der Kapitalflüsse in Ether‑ETFs

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Extreme dominieren den Derivatemarkt. Das größte Open Interest konzentriert sich auf Optionen mit Strikes bei 140.000 und 20.000. Trader erwarten, dass, sobald Bitcoin seine aktuelle mittelfristige Konsolidierungszone von 63.000–75.000 verlässt, eine kräftige, explosive Bewegung – entweder nach oben oder nach unten – folgen wird.

Die Risiken sind in etwa ausgewogen und hängen größtenteils von der Dauer des Konflikts im Nahen Osten ab. Die Historie zeigt, dass durch Kriege ausgelöste Drawdowns an den US-Aktienmärkten nicht so tief waren wie befürchtet und dass sich die Kurse schnell erholt haben – vergleichbar mit der Rally des S&P 500 nach dem Einbruch am Liberation Day im April 2025.

Kriege enden immer am Verhandlungstisch, doch in diesem Fall besteht das Risiko, dass er sich in die Länge zieht. Donald Trump erwägt Berichten zufolge ernsthaft eine Bodenoffensive, um Urananlagen oder die Insel Kharg zu besetzen, auf der ein großer Teil der iranischen Ölinfrastruktur konzentriert ist. Im letzteren Fall wäre mit einer starken Rally bei Brent und WTI zu rechnen, was für Risikoanlagen äußerst ungünstig wäre.

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Damit setzt sich die Konsolidierung von Bitcoin fort und signalisiert Unsicherheit über den Ausgang der Auseinandersetzung im Nahen Osten. Donald Trump spricht von konstruktiven Verhandlungen und behauptet, Teheran habe Zugeständnisse gemacht und die meisten der 15 Forderungen erfüllt. Iran bestreitet, dass Gespräche stattfinden. Die Zeit wird zeigen, wer die Wahrheit gesagt hat.

Aus technischer Sicht bildet BTC/USD im Tageschart ein sich ausweitendes Keilmuster. Um die Formation abzuschließen, wäre ein Rückgang unter 63.000 erforderlich. Solange Bitcoin unter einem geschätzten fairen Wert von 70.400 US-Dollar gehandelt wird, erscheint es sinnvoll, sich auf Short-Positionen zu konzentrieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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