
Gold (XAU/USD) zeigt weiterhin intraday Stärke und hält sich derzeit über der Marke von 4.700 US-Dollar, womit es sich der 20-Tage-SMA nahezu annähert.
Äußerungen von Präsident Donald Trump am Dienstag über einen möglichen Abschluss der US-Militäroperation gegen den Iran innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen, zusammen mit Kommentaren, dass Teheran kein Abkommen unterzeichnen müsse, um den Konflikt zu beenden, haben die Marktstimmung aufgehellt. Diese Stimmung setzte im Gegenzug den US-Dollar unter Druck und war einer der Schlüsselfaktoren, die die Nachfrage nach Rohstoffen stützten.
Gleichzeitig verlegen die Vereinigten Staaten zusätzliche Marine-Einheiten in den Nahen Osten, um ein Kontingent von rund 50.000 Soldaten, die sich bereits in der Region befinden, zu verstärken. Dies stellt die größte Ausweitung der US-Militärpräsenz in den vergangenen zwanzig Jahren dar. Unterdessen erhöhen Berichte, wonach die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) auf militärische Maßnahmen drängen, um die Funktionsfähigkeit der Straße von Hormus wiederherzustellen, die Sorgen vor einer Eskalation des regionalen Konflikts, was zu steigenden Ölpreisen beiträgt.

Steigende Energiepreise befeuern ihrerseits die Inflationserwartungen und lösen Spekulationen über eine weitere Straffung der Geldpolitik der Federal Reserve aus. Diese Faktoren könnten die Abschwächung des US-Dollars begrenzen und das Wachstum der Preise für Edelmetalle bremsen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird Donald Trump die Nation zum Krieg mit Iran ansprechen. Dieses Ereignis könnte zusammen mit der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten zu Beginn des neuen Monats den Ton für die weitere Entwicklung des XAU/USD-Paares vorgeben. Im Anschluss wird sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf den monatlichen Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht richten, der für Freitag geplant ist. Dennoch bleiben die geopolitischen Entwicklungen der wichtigste Katalysator für Marktbewegungen; sie können die erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten aufrechterhalten und die aktuellen Trends bei den Goldpreisen prägen.
Aus technischer Sicht müssen die Bullen weiterhin einen Ausbruch über die 20‑Tage- und 50‑Tage-SMAs schaffen, um die Kontrolle über den Markt zu übernehmen. Derzeit fungiert der 100‑Tage-SMA als solide Unterstützung für Gold; ein Unterschreiten dieses Niveaus würde die Preise in Richtung des 200‑Tage-SMA zurückführen. Die Oszillatoren bleiben vorerst negativ, doch die Bullen haben eine Chance erhalten.
