Analyse der Trades vom Mittwoch:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD legte am Mittwoch ebenfalls im Tagesverlauf zu, ohne dass dies durch makroökonomische Rahmenbedingungen oder fundamentale Ereignisse ausgelöst worden wäre. Die jüngste Aufwärtsbewegung des Paares ist ausschließlich eine Reaktion auf die positiven Markterwartungen hinsichtlich eines bevorstehenden Endes des Krieges im Iran, genährt durch Donald Trump und Masoud Pezeshkian. Es gibt jedoch keinerlei echte Anzeichen einer Deeskalation des Konflikts im Nahen Osten, und daran hat sich nichts geändert. Gestern wurden in den USA drei Berichte veröffentlicht, die jeweils den US-Dollar stützten. Die Einzelhandelsumsätze stiegen stärker als erwartet, die Zahl der neuen Arbeitsplätze im privaten Sektor laut ADP übertraf die Prognosen um 20.000, und der ISM Manufacturing PMI lag mit 52,7 Punkten über den erwarteten 52–52,5 Punkten. Damit hätte der Dollar bereits gestern zulegen können, wenn die Händler dem makroökonomischen Umfeld Aufmerksamkeit geschenkt hätten. Stattdessen stieg er in der vergangenen Nacht, als Donald Trump eine weitere Rede hielt, die sogar in den Wirtschaftskalendern vermerkt wurde. Es ist durchaus bemerkenswert, warum dies der Fall war, da der amerikanische Präsident etwa fünfmal am Tag Interviews gibt. Dennoch lieferte Trump keinerlei Signale in Bezug auf ein baldiges Ende des Krieges oder ein Abkommen mit dem Iran. Der Markt reagierte darauf mit Käufen des Dollars.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Mittwoch während der europäischen Handelssitzung zwei Kaufsignale im Bereich von 1,3259–1,3267. Einige Stunden später wurde das nächstgelegene Kursziel erreicht – der Bereich von 1,3319–1,3331. In diesem Bereich wurden mehrere Verkaufssignale generiert, und in der vergangenen Nacht brach das Paar ein und steuerte zügig auf den Bereich von 1,3203–1,3212 zu. Infolgedessen waren beide Trades profitabel.
Wie man am Donnerstag handelt:
Im Stundenchart wurde der jüngste Aufwärtstrend des GBP/USD-Paares gebrochen. Es gibt keine übergeordneten Gründe für einen mittelfristigen Anstieg des Dollars, daher erwarten wir die Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends von 2025 im Jahr 2026. Damit dies eintreten kann, müssen sich jedoch die geopolitischen Spannungen weltweit zu entspannen beginnen, da die Nachfrage nach dem Dollar derzeit ausschließlich geopolitisch getrieben ist.
Am Donnerstag können Einsteiger neue Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb der Spanne von 1,3203–1,3212 stabilisiert, mit einem Kursziel bei 1,3096–1,3107. Eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs von 1,3259–1,3267 oder ein Abprall vom Bereich 1,3203–1,3212 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen.
Auf dem 5-Minuten-Chart sind folgende Kursmarken für den Handel relevant: 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695 und 1,3741–1,3751. Im Vereinigten Königreich stehen heute keine wichtigen Veröffentlichungen an, während in den USA nur die Sekundärdaten zu den Arbeitslosenmeldungen erscheinen. Der Markt wird daher erneut ausschließlich auf geopolitische Nachrichten reagieren.
Wesentliche Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Durchbruch des Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, Signale des MACD-Indikators nur zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades dienen. Take-Profit-Niveaus können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, welche den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt vorübergehend verlassen, um abrupten Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung aus dem Weg zu gehen.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
