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FX.co ★ EUR/USD Überblick. 3. April. Der Markt tritt gerne immer wieder auf dieselbe Harke

EUR/USD Überblick. 3. April. Der Markt tritt gerne immer wieder auf dieselbe Harke

EUR/USD Überblick. 3. April. Der Markt tritt gerne immer wieder auf dieselbe Harke

Das Währungspaar EUR/USD hat die Richtung geändert und bewegt sich diesmal nach unten. Was derzeit in der Welt, in den USA, im Weißen Haus und im Kopf von Trump geschieht, erinnert an eine Art Farce. Stammleser wissen, dass wir die Wörter „Farce“ oder „Zirkus“ oft verwenden, sobald Trump Präsident der Vereinigten Staaten ist. Wie sonst soll man auf die Äußerungen des amerikanischen Präsidenten reagieren? Früher wechselte Trump seine widersprüchliche Rhetorik tageweise ab; jetzt gelingt es ihm, in einer einzigen Rede ein Dutzend einander widersprechender Aussagen zu machen. Während Trump sich früher auf bloße Beleidigungen gegenüber denen beschränkte, die ihm missfielen, leitet er nun auch juristische Untersuchungen ein und erfindet allerlei Vorwände für Entlassungen oder sogar für Militäroperationen auf fremdem Territorium. Verschiedene Statistikportale wie YouGov verzeichneten früher rund 15 Falschaussagen pro Tag vom amerikanischen Präsidenten, dürften aber inzwischen den Überblick verloren haben, da es heute schwer zu bestimmen ist, welche Aussagen falsch sind. Oder sind sie alle falsch? Es scheint, als sei Trumps Rhetorik eine Form von NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren), das darauf abzielt, das Unterbewusstsein mit sprachlichen Mitteln zu beeinflussen.

Interessant ist, dass der Markt jede neue Äußerung Trumps begierig aufnimmt. Da sich Tonfall und Charakter dieser Aussagen im Lichttempo ändern, sehen wir auf den Charts ständige Kurssprünge, abwechselnd nach oben und nach unten. Mit anderen Worten, der Markt tritt immer wieder auf dieselbe Harke – er glaubt Trump. Zwar war der Ausdruck „drauftreten“ während der ersten Amtszeit des Republikaners im Weißen Haus noch angebracht. Mittlerweile kennt der Markt all die Methoden des umstrittenen Geschäftsmanns nur zu gut, und doch springt er weiterhin mit Anlauf auf dieselben Harken.

Für Trader ist die aktuelle Phase naturgemäß äußerst unattraktiv für den Handel. Erstens ignoriert der Markt jeglichen makroökonomischen Hintergrund vollständig. Zweitens ignoriert der Markt jeden fundamentalen Hintergrund. Drittens lässt der Markt alle technischen Faktoren außer Acht. Sämtliche Marktbewegungen hängen nun von Trumps Äußerungen ab und gelegentlich von offiziellen Vertretern Irans. Das bedeutet, dass sich derartige Ereignisse nicht im Voraus prognostizieren lassen. Mehr noch: Es ist nicht nur unmöglich vorherzusagen, was Trump sagen wird, sondern auch, wann er es sagen wird. So wissen zum Beispiel alle Trader, dass heute der Non-Farm-Payroll-Report veröffentlicht wird. Manche rechnen mit einer starken Zahl, andere mit einer schwachen, wieder andere gehen kein Risiko ein und verlassen einfach den Markt. Im Fall von Trump ist dieses letzte Szenario unmöglich, da er fünf- bis zehnmal täglich Reden hält oder in sozialen Netzwerken postet.

Ebenso kann der Markt physisch nicht wissen, wann Trump oder Teheran den nächsten Schlag gegen die feindliche Infrastruktur führen werden. Das Ergebnis sind unvorhersehbare Ausschläge, die niemand auf der Erde vorhersagen kann – mit Ausnahme von Trump selbst oder hochrangigen Vertretern im Iran und in anderen Ländern des Nahen Ostens.

EUR/USD Überblick. 3. April. Der Markt tritt gerne immer wieder auf dieselbe Harke

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares EUR/USD über die letzten 5 Handelstage per 3. April beträgt 83 Pips, was als „durchschnittlich“ einzustufen ist. Wir erwarten, dass das Paar am Freitag innerhalb einer Spanne von 1,1463 bis 1,1629 gehandelt wird. Der obere Kanal der linearen Regression hat nach unten gedreht, was auf eine Trendwende hindeutet. Der CCI‑Indikator ist in den überverkauften Bereich eingetreten und hat eine „bullische“ Divergenz ausgebildet, was erneut auf eine bevorstehende Beendigung des Abwärtstrends hinweist.

Nächste Unterstützungsniveaus:

  • S1 – 1,1475
  • S2 – 1,1353
  • S3 – 1,1230

Nächste Widerstandsniveaus:

  • R1 – 1,1597
  • R2 – 1,1719
  • R3 – 1,1841

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar EUR/USD setzt seine durch geopolitische Faktoren ausgelöste Abwärtsbewegung fort. Das übergeordnete fundamentale Umfeld für den US‑Dollar bleibt zwar äußerst negativ, doch seit über einem Monat konzentriert sich der Markt nahezu ausschließlich auf die Geopolitik, wodurch alle anderen Faktoren praktisch in den Hintergrund treten. Notiert der Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt, können Short‑Positionen mit Kurszielen bei 1,1463 und 1,1353 in Erwägung gezogen werden. Oberhalb der Linie des gleitenden Durchschnitts sind Long‑Positionen mit Zielen bei 1,1629 und 1,1719 relevant. Für eine kräftigere Aufwärtsbewegung ist eine beginnende Stabilisierung des geopolitischen Umfelds erforderlich.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, ist der Trend stark.
  • Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20.0, smoothed) zeigt den kurzfristigen Trend und die Richtung an, in die aktuell gehandelt werden sollte.
  • Murray‑Level sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) markieren den wahrscheinlichen Preiskanal, in dem sich das Paar am nächsten Tag auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren voraussichtlich bewegen wird.
  • CCI‑Indikator: Sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter −250) oder in den überkauften Bereich (über +250) signalisiert, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung näher rückt.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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