Analyse der Trades am Freitag:
Analyse der Trades am Freitag

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Freitag überhaupt keine interessanten Kursbewegungen. Darüber hinaus ging die Volatilität trotz eines starken und dynamischen makroökonomischen Umfelds auf ein Minimum zurück. Als dann die Non-Farm Payrolls und der US-Arbeitslosenbericht veröffentlicht wurden, gab der Markt zwar vor, stark an den Daten interessiert zu sein, reagierte jedoch lediglich mit einer Bewegung von 30 Pips. Dies geschah, obwohl die Non-Farm-Zahlen die Prognosen um das Dreifache übertrafen und die Arbeitslosenquote – entgegen den Erwartungen – zurückging. Damit erhielten wir eine weitere Bestätigung, dass der makroökonomische Hintergrund derzeit keine wesentliche Rolle spielt. Der Markt wartet auf eine Klärung des Konflikts im Nahen Osten, rechnet mit neuen Angriffen der USA und Israels auf den Iran sowie mit Vergeltungsschlägen, die den Ölpreis und damit wiederum die Nachfrage nach dem Dollar ansteigen lassen könnten. Die Geopolitik bleibt nicht nur ein Schlüsselfaktor, sondern im Grunde der einzige.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares
Im 5-Minuten-Chart wurden am Freitag zwei Handelssignale gebildet. Zu Beginn der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs von der Zone 1,1527–1,1531 nach oben ab, stieg jedoch nur um 10 Pips. Zu Beginn der amerikanischen Sitzung konsolidierte sich das Paar unterhalb der Zone 1,1527–1,1531, fiel aber ebenfalls nur um 10 Pips.Wie man am Montag handelt:
Im Stundenchart ist der Aufwärtstrend aufgrund der Anpassung der Trendlinie formal erneut relevant. Der Markt wird jedoch weiterhin ausschließlich von Geopolitik und Emotionen getrieben. Daher kann die „Achterbahnfahrt“ noch lange andauern, wobei makroökonomische, technische und fundamentale Faktoren nur eine geringe Rolle spielen. Trump löst beim US-Dollar fortlaufend sowohl Einbrüche als auch Kurssprünge aus.
Am Montag können Anfänger Short-Positionen in Betracht ziehen, sofern der Kurs von der Zone 1,1527–1,1531 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,1455–1,1474. Eine Konsolidierung oberhalb der Zone 1,1527–1,1531 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1584–1,1591.
Im 5-Minuten-Chart sind unter anderem die folgenden Marken zu beachten: 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Montag wird der US ISM Services Index veröffentlicht, doch wir haben gesehen, wie der Markt am Freitag auf die wichtigsten Daten reagiert hat. Es ist wahrscheinlich, dass es keine starke Reaktion auf den ISM-Index geben wird und der Markt weiterhin auf geopolitische Entwicklungen warten wird.
Wesentliche Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen vernachlässigt werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu nahe beieinanderliegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Öffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend zeigen und die Richtung anzeigen, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche, starke Kursumdrehungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
