Analyse der Dienstagsgeschäfte:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das GBP/USD-Paar handelte am Dienstag zunächst relativ ruhig, bis Donald Trump und anschließend die iranischen Behörden einen zweiwöchigen Waffenstillstand ankündigten, während dessen alle Angriffe eingestellt werden und die Straße von Hormus geöffnet bleibt. Das ist selbstverständlich eine positive Nachricht für die ganze Welt, jedoch nicht für den US-Dollar, der in letzter Zeit vor allem aufgrund geopolitischer Faktoren aufgewertet hat. Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es schlicht keine anderen Gründe für eine Dollar-Stärkung gibt. Sobald der geopolitische Konflikt in eine Phase der Deeskalation überging, begann der Dollar sofort zu fallen. Sollte sich der Markt an die jüngste Welle enttäuschender Daten von der anderen Seite des Atlantiks erinnern, könnte der Dollar rasch auf seine Niveaus vom Januar zurückkehren. Der abwärtsgerichtete Trendkanal wurde vorerst durchbrochen, daher dürfte die britische Währung in naher Zukunft tendenziell aufwärts gerichtet bleiben. Dennoch werden die Bewegungen des Währungspaars weiterhin in erster Linie von der geopolitischen Entwicklung abhängen.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag im Laufe des Tages zahlreiche Handelssignale generiert, aber die interessantesten Bewegungen ereigneten sich in der Nacht zu Mittwoch. Hätten unerfahrene Trader nachts gehandelt, hätten sie einen ordentlichen Gewinn erzielen können. Im Verlauf des Dienstags erwiesen sich jedoch nahezu alle Handelssignale als falsch. Trader konnten nur die ersten beiden Signale im Bereich von 1,3259–1,3267 nutzen und ignorierten den Rest.
Wie man am Mittwoch handelt:
Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD begonnen, einen neuen Aufwärtstrend auszubilden, aber das Wachstum des britischen Pfunds wird vollständig vom Ausmaß der Deeskalation im Nahen Osten abhängen. Es gibt keine globalen Voraussetzungen für ein mittelfristiges Dollarwachstum, daher rechnen wir im Jahr 2026 mit der Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends von 2025. Damit dies eintreten kann, müssen sich die geopolitischen Spannungen weltweit weiter abschwächen, da der Dollar derzeit ausschließlich aus geopolitischen Gründen gesucht wird.
Am Mittwoch können unerfahrene Trader neue Short-Positionen eröffnen, falls der Kurs vom Bereich 1,3403–1,3407 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,3319–1,3331. Eine Verfestigung oberhalb des Bereichs 1,3403–1,3407 ermöglicht die Eröffnung von Long-Positionen mit Zielen bei 1,3437–1,3446 und 1,3484–1,3489.
Im 5-Minuten-Zeitrahmen kann derzeit an den folgenden Niveaus gehandelt werden: 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695, 1,3741–1,3751. Heute sind in Großbritannien keine wichtigen Ereignisse geplant, während in den USA lediglich das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung veröffentlicht wird. Wir haben keinen Zweifel daran, dass das Protokoll ignoriert wird, und der Markt könnte sich einen Großteil des Tages weiter auf den Waffenstillstand zwischen Iran und den USA konzentrieren.
Wichtige Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn um ein bestimmtes Niveau herum zwei oder mehr Trades auf Basis falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen – oder auch gar keine. Technische Niveaus können ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even gesetzt werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus der Unterstützung und des Widerstands sind Niveaus, die beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen als Ziele dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung des Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
