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FX.co ★ EUR/USD. 8. April. Ein Waffenstillstand wurde erreicht!

EUR/USD. 8. April. Ein Waffenstillstand wurde erreicht!

Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Aufwärtsbewegung am Dienstag fort, konsolidierte sich zunächst oberhalb des 100,0%-Fibonacci-Levels bei 1,1577 und erreichte anschließend das 76,4%-Level bei 1,1696. Ein Rückprall vom Niveau 1,1696 am Mittwoch würde den US-Dollar begünstigen und zu einem Rückgang in Richtung des 100,0%-Korrekturlevels bei 1,1577 führen. Ein Ausbruch über 1,1696 würde die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Anstiegs in Richtung des nächsten Fibonacci-Levels von 61,8% bei 1,1770 erhöhen.

EUR/USD. 8. April. Ein Waffenstillstand wurde erreicht!

Die Wellenstruktur im Stundenchart hat eine recht komplexe Form angenommen. Alle jüngsten Wellen haben sich in etwa in derselben Preisspanne gebildet und sind in ihrer Größe ähnlich. Dennoch hat die jüngste Nachricht über einen zweiwöchigen Waffenstillstand zwischen Iran und den Vereinigten Staaten die Bullen unterstützt und ihnen ermöglicht, eine neue Aufwärtswelle auszubilden. Das Bild sieht nun wie der Beginn eines neuen Aufwärtstrends aus.

Am Dienstag gelang es den üblichen Konjunkturdaten erneut nicht, die Aufmerksamkeit der Trader auf sich zu ziehen. Der einzige nennenswerte Bericht – die Auftragseingänge für langlebige Gebrauchsgüter im Februar – wurde gelassen ignoriert. Genau wie die Daten vom Montag und auch vom Freitag. Die Aufträge gingen im Jahresvergleich um 1,4 % zurück, erwartet wurde ein Rückgang um 0,5 %, doch der Rückgang des Dollars im Tagesverlauf war nicht auf diesen Bericht zurückzuführen. Bis zum Abend stellte sich der Markt bereits fast auf ein nukleares Szenario ein, da die aggressive Rhetorik beider Seiten weiter zunahm. Über Nacht verkündete Donald Trump dann jedoch überraschend, dass die Verhandlungen mit Iran produktiv vorankämen und er daher die Bombardierungen für zwei Wochen aussetzen werde. In diesem Zeitraum sollen beide Seiten intensive Gespräche führen und versuchen, eine Einigung zu erzielen. Iran bestätigte, dass Raketenangriffe für zwei Wochen eingestellt würden und die Straße von Hormus in dieser Zeit wieder geöffnet werde, wenngleich sie unter Teherans Kontrolle bleibe. Infolgedessen ging die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US‑Dollar deutlich zurück, und die Bullen starteten eine natürliche Offensive. In den kommenden zwei Wochen könnten die Bullen an den Märkten im Vorteil sein. Die Zeit der Bären scheint vorbei zu sein.

EUR/USD. 8. April. Ein Waffenstillstand wurde erreicht!

Im 4-Stunden-Chart stieg das Währungspaar bis zum 61,8%-Fibonacci-Niveau bei 1,1706. Ein Abprall von diesem Niveau würde den US-Dollar begünstigen und einen Rückgang in Richtung des 76,4%-Niveaus bei 1,1617 nahelegen. Allerdings ist es den Bullen zuvor gelungen, aus einem absteigenden Trendkanal nach oben auszubrechen, und das fundamentale Umfeld hat sich deutlich zu ihren Gunsten verschoben. Daher erscheint ein Ausbruch über 1,1706 und eine anschließende Aufwärtsbewegung in Richtung 1,1778 und 1,1849 wahrscheinlicher. Auf keinem Indikator sind derzeit entstehende Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD. 8. April. Ein Waffenstillstand wurde erreicht!

In der letzten Berichts­woche eröffneten professionelle Händler 143 Long-Positionen und 8.915 Short-Positionen. Damit ist der überwältigende Vorteil der Bullen der vergangenen sieben Wochen verschwunden. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt nun bei 200.000, während sich die Short-Positionen auf 199.000 belaufen. Noch vor zwei Monaten verfügten die Bullen unter den Non-Commercial-Tradern über mehr als einen doppelt so großen Vorteil.

In der langfristigen Perspektive zeigen die großen Marktteilnehmer insgesamt weiterhin ein starkes Interesse am Euro. Natürlich beeinflussen globale Ereignisse – an denen es in den vergangenen Jahren keinen Mangel gab – nach wie vor die Stimmung der Investoren. Der Markt richtet seinen Blick derzeit insbesondere auf den Nahen Osten, wo sich der Konflikt weiter zuspitzt und geografisch ausweitet. Kurzfristig werden der Euro und der Dollar daher nicht von der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB und auch nicht von Konjunkturdaten abhängen, sondern vom Konflikt unter Beteiligung des Iran. Der Dollar zieht aus dieser Situation derzeit den maximalen Nutzen.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

  • Eurozone – Veränderung der Einzelhandelsumsätze (09:00 UTC).
  • USA – Protokoll der FOMC-Sitzung (18:00 UTC).

Am 8. April umfasst der Wirtschaftskalender zwei vergleichsweise unbedeutende Veröffentlichungen. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung dürfte am Mittwoch gering ausfallen.

EUR/USD Prognose und Trading-Tipps:

Ein Verkauf des Währungspaares ist heute möglich, falls es auf dem Stundenchart zu einem Abprall vom Niveau von 1,1696 kommt, mit einem Ziel bei 1,1577. Kaufgelegenheiten boten sich bei einem Ausbruch und einer anschließenden Stabilisierung über 1,1577 mit einem Ziel bei 1,1696 – dieses Ziel wurde erreicht. Neue Kaufgelegenheiten können sich bei einem Ausbruch über 1,1696 ergeben, mit einem Ziel bei 1,1770.

Die Fibonacci-Retracement-Level werden auf dem Stundenchart von 1,1577 bis 1,2082 und auf dem 4-Stunden-Chart von 1,1474 bis 1,2082 eingezeichnet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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