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FX.co ★ WTI: Produktionsausfälle in Saudi-Arabien begrenzen den Ölpreisrückgang

WTI: Produktionsausfälle in Saudi-Arabien begrenzen den Ölpreisrückgang

WTI: Produktionsausfälle in Saudi-Arabien begrenzen den Ölpreisrückgang

Am Donnerstag geben die Preise für West Texas Intermediate (WTI) Rohöl ihre vorherigen Gewinne wieder ab. Anlass ist eine neue Welle des Optimismus, die die Sorgen über den Konflikt im Nahen Osten etwas dämpft und die Marktstimmung in Richtung einer Stabilisierung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran verschiebt.

Am Mittwoch waren die WTI-Ölpreise nach der Bekanntgabe einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran um nahezu 10 % gefallen. Die Märkte reagierten jedoch rasch vorsichtiger, da Zweifel an der Einhaltung der Vereinbarungsbedingungen aufkamen. Der Iran meldete, dass drei zentrale Punkte der Waffenruhe infolge israelischer Angriffe auf den Libanon bereits verletzt worden seien.

Israel behauptet, die Waffenruhe erfasse den Konflikt mit der Hisbollah im Libanon nicht, während der Iran das Gegenteil betont und davor warnt, sich im Falle anhaltender Angriffe aus der Vereinbarung zurückzuziehen.

Diese Entwicklungen nähren Befürchtungen über mögliche Störungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus und erhöhen damit die Risiken für das Angebot. Dennoch zeigen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung. Laut Daten von MarineTraffic hat seit der Bekanntgabe der Waffenruhe erstmals ein nicht-iranischer Öltanker die Straße von Hormus passiert.

Die geopolitischen Spannungen scheinen sich etwas zu entspannen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, er habe seinem Kabinett Anweisung erteilt, direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufzunehmen. In einem separaten Bericht zitierte NBC einen US-Regierungsvertreter mit der Aussage, Präsident Donald Trump habe Israel aufgefordert, die Angriffe auf den Libanon zu verringern, um die laufenden Verhandlungen mit dem Iran zu unterstützen.

Die Angebotsrisiken bleiben jedoch erheblich. Laut der Saudi Press Agency erklärte ein Vertreter des Energieministeriums, dass aufgrund der jüngsten Angriffe der Betrieb in mehreren Energieanlagen eingestellt worden sei. Konkret hätten die Ölfelder Khurais und Manifa ihre Förderung jeweils um rund 300.000 Barrel pro Tag reduziert, während Schäden an der Ost-West-Pipeline den Durchsatz um etwa 700.000 Barrel pro Tag verringert hätten.

Aus technischer Sicht sind die Preise unter den 20-Tage-SMA gefallen, doch die Oszillatoren haben noch nicht ins Negative gedreht, was bestätigt, dass die Bullen ihre Stärke nicht verloren haben. Für die Bären ist es daher noch zu früh, Positionen zu eröffnen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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