logo

FX.co ★ Überblick über das GBP/USD-Währungspaar. Wöchentliche Vorschau. Schwache Makrodaten, wichtige Geopolitik

Überblick über das GBP/USD-Währungspaar. Wöchentliche Vorschau. Schwache Makrodaten, wichtige Geopolitik

Überblick über das GBP/USD-Währungspaar. Wöchentliche Vorschau. Schwache Makrodaten, wichtige Geopolitik

Das Währungspaar GBP/USD wird in dieser Woche auf Basis des US-Dollars, des Euro und geopolitischer Faktoren gehandelt. Wie werden diese drei Verflechtungen das britische Pfund beeinflussen? Zunächst sollte man verstehen, dass die Bewegungen am Devisenmarkt in den letzten zwei Monaten vollständig vom US-Dollar abhängig waren. Es ist die Nachfrage nach dem Dollar, die schwankt und zu entgegengesetzten Bewegungen von Euro und Pfund führt. Zweitens hat das britische Pfund schon immer eng mit dem Euro korreliert. Und das Schicksal des Euro hängt, wie wir festgestellt haben, vom Dollar ab. Drittens hängt das Schicksal des Dollars von geopolitischen Faktoren ab – konkret vom Ausgang der Verhandlungen zwischen Iran und den USA in Pakistan. Bis Sonntag ist es den Parteien nicht gelungen, sich in den entscheidenden Fragen, insbesondere in Bezug auf die Straße von Hormus, zu einigen. Dennoch wurden keine Details bekannt gegeben, und die Verhandlungen könnten fortgesetzt werden.

Damit werden die Bewegungen des Paares in dieser Woche erneut zu 90 % von der Geopolitik abhängen. Welche interessanten Ereignisse gibt es im Vereinigten Königreich und in den USA, die die übrigen 10 % ausmachen? In Großbritannien werden die BIP-Berichte für den Februar und die Industrieproduktion für denselben Monat veröffentlicht, begleitet von einer Rede des Gouverneurs der Bank of England, Andrew Bailey. Baileys Rede könnte die Stimmung der Trader beeinflussen. Erinnern wir uns daran, dass die Inflation weltweit im März deutlich angezogen hat und das Vereinigte Königreich hier keine Ausnahme bildet, auch wenn der entsprechende Bericht noch nicht veröffentlicht wurde. Allerdings lag die Inflation im Vereinigten Königreich in den vergangenen Jahren höher als in der EU oder in den USA, weshalb sie sich voraussichtlich ebenfalls deutlich beschleunigen wird. Der Bericht wird am 22. März erwartet.

Laut Prognosen soll der Verbraucherpreisindex von 3,0 % auf 3,4 % steigen, wobei dies eher optimistische Schätzungen sind. So hat sich beispielsweise die Inflation in den USA innerhalb eines Monats um 0,9 % beschleunigt. Daher werden die Aussagen von Andrew Bailey zumindest kurzfristig Auswirkungen auf die Kursbewegungen des Pfunds haben. Sollte Bailey signalisieren, dass er bereits im April zu einer Anhebung des Leitzinses bereit ist, würde diese Information die Käufer unterstützen.

In den USA gibt es derweil wenig Erwähnenswertes. Wenn der Markt BIP-Berichte, Inflationsdaten und Arbeitsmarktzahlen ignoriert, wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass er auf Berichte über den Verkauf neuer Häuser oder die Industrieproduktion reagiert? Unserer Ansicht nach minimal. Daher gilt die besondere Aufmerksamkeit in dieser Woche der Rede von Andrew Bailey (auch Christine Lagarde wird sprechen) sowie den geopolitischen Faktoren. Wie bereits erwähnt, wird sich der Markt bei seinen Handelsentscheidungen maßgeblich an der Geopolitik orientieren.

Aus technischer Sicht bleibt in den höheren Zeitfenstern der Aufwärtstrend bestehen, während er im 4-Stunden-Chart erst am Anfang steht und jederzeit drehen kann. Sollte im Nahen Osten kein Frieden erreicht werden, könnte das Währungspaar GBP/USD rasch zu seinem Abwärtstrend zurückkehren.

Überblick über das GBP/USD-Währungspaar. Wöchentliche Vorschau. Schwache Makrodaten, wichtige Geopolitik

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares betrug in den letzten fünf Handelstagen 103 Pips, was für das Pfund/US‑Dollar-Paar als „durchschnittlich“ gilt. Am Montag, den 13. April, erwarten wir Bewegungen innerhalb einer Spanne, die durch die Marken 1,3358 und 1,3564 begrenzt wird. Der obere Regressionskanal hat nach unten gedreht und signalisiert damit einen Trendwechsel. Der CCI-Indikator ist in die überkaufte Zone eingetreten und warnt vor einer möglichen Abwärtskorrektur. Dennoch hängen die Kursbewegungen weiterhin in erster Linie von der Geopolitik ab und weniger von den technischen Signalen im 4‑Stunden‑Chart.

Nächste Unterstützungszonen:

S1 – 1,3428

S2 – 1,3367

S3 – 1,3306

Nächste Widerstandszonen:

R1 – 1,3480

R2 – 1,3550

R3 – 1,3611

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar GBP/USD hat mit einer Erholung begonnen, konnte jedoch seine letzten drei lokalen Höchststände noch nicht überwinden. Die Politik von Donald Trump wird weiterhin Druck auf die US‑Wirtschaft ausüben, weshalb wir 2026 nicht mit einer Aufwertung des US‑Dollars rechnen. Long‑Positionen mit Kurszielen bei 1,3916 und höher bleiben daher relevant, solange sich der Preis über dem gleitenden Durchschnitt befindet. Notiert der Kurs unterhalb der Linie des gleitenden Durchschnitts, können Short‑Positionen mit Zielen bei 1,3306 und 1,3245 in Betracht gezogen werden, gestützt auf geopolitische Rahmenbedingungen. In den vergangenen Monaten haben sich nahezu alle Nachrichten und Ereignisse gegen das britische Pfund gewendet, was zu einem anhaltenden Abwärtstrend geführt hat. Die Geopolitik bleibt der entscheidende Einflussfaktor.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Zeigen beide in dieselbe Richtung, deutet dies auf einen starken Trend hin.

Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20.0, smoothed) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die gehandelt werden sollte.

Murray-Level dienen als Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.

Volatilitätsniveaus (rote Linien) zeigen auf Basis der aktuellen Volatilität den wahrscheinlichen Preiskanal an, in dem das Paar am nächsten Handelstag voraussichtlich notieren wird.

Ein Eintritt des CCI-Indikators in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) signalisiert, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung näher rückt.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
Go to the articles list Go to this author's articles Open trading account