Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Dienstag sind nur sehr wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant, und keine davon ist von Bedeutung. In Deutschland, der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich stehen heute keine wichtigen Ereignisse auf dem Kalender, und in den Vereinigten Staaten werden lediglich zweitrangige Daten veröffentlicht: der wöchentliche ADP-Bericht und der Erzeugerpreisindex (PPI). Der wöchentliche ADP-Bericht ist sogar noch weniger relevant als der monatliche. Zur Erinnerung: Händler beurteilen den Zustand des US-Arbeitsmarktes in erster Linie anhand der Non-Farm Payrolls und der Arbeitslosenquote. Was den PPI betrifft, ist er derzeit wenig aussagekräftig, da der Inflationsbericht für März bereits einen starken Anstieg gezeigt hat. Von hier an könnte sich die Lage nur weiter verschlechtern.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den wichtigen Ereignissen am Dienstag könnte man die Reden der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, und des Chefökonomen der EZB, Philip Lane, hervorheben – wenn es denn irgendeinen Sinn hätte. Im Moment hat das jedoch wenig Zweck, denn der Markt handelt derzeit nicht mit, sondern gegen die Geopolitik. Zwei Monate in Folge ist der US‑Dollar ausschließlich aufgrund geopolitischer Faktoren gestiegen, andere Faktoren spielten keine Rolle. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, all die verpassten Berichte und Ereignisse nachzuholen. Außerdem hat sich die Politik von Donald Trump im Jahr 2026 nicht geändert, was an sich schon ein starkes Argument ist, den Dollar zu meiden. Der Status als „sicherer Hafen“ rettet die US‑Währung nun schon in der zweiten Woche nicht mehr. Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am zweiten Handelstag der Woche können sich beide Währungspaare in jede Richtung bewegen, da weder aus makroökonomischer noch aus fundamentaler Sicht starke Impulse zu erwarten sind und der Markt begonnen hat, seine „Schulden“ gegenüber Euro und Pfund zurückzuzahlen. Der Euro kann heute aus der Spanne von 1,1745–1,1755 gehandelt werden, während das britische Pfund aus den Spannen von 1,3476–1,3489 und 1,3529–1,3543 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes und anhaltendes Wachstum der US‑Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), sodass sich der Trend des Jahres 2025 fortsetzen könnte.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn um ein bestimmtes Niveau herum aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, MACD‑Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu nah beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop‑Loss auf Break‑even nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziel dienen, wenn Kauf- oder Verkaufspositionen eröffnet werden. Take‑Profit‑Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt vorübergehend, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money‑Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
