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FX.co ★ Gold kehrt auf das Niveau von 4.900 US-Dollar zurück

Gold kehrt auf das Niveau von 4.900 US-Dollar zurück

Gestern zeigte der Goldmarkt eine positive Entwicklung, angetrieben durch wachsenden Optimismus hinsichtlich einer Lösung der aktuellen geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran. Die Bemühungen beider Seiten, in den kommenden Tagen eine zweite Runde von Friedensgesprächen zu organisieren, wirkten sich deutlich auf die Stimmung der Anleger aus. Dieser diplomatische Durchbruch hat Befürchtungen hinsichtlich eines möglichen inflationsbedingten Schocks bei den Energieversorgungen verringert, die zuvor die Märkte belastet und die Preise für Edelmetalle nach oben getrieben hatten.

Gold kehrt auf das Niveau von 4.900 US-Dollar zurück

Gold zeigte sich widerstandsfähig, setzte sein Wachstum fort und stabilisierte sich bei rund 4.850 US-Dollar je Unze. Dieser Stand folgte auf einen deutlichen Anstieg von 0,6 % am Vortag. Bereits in der vorangegangenen Handelssitzung war es zu einem kräftigen Anstieg von über 2 % gekommen – als Reaktion auf die ersten Schritte Washingtons und Teherans in Richtung Dialog. Anleger werteten diese Signale als deutliche Verringerung der Risiken, was traditionell die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen stärkt.

Der Wunsch beider Länder, noch vor dem Auslaufen des Waffenstillstandsabkommens in der kommenden Woche eine diplomatische Lösung des Konflikts zu finden, schafft einen günstigen Hintergrund für die Finanzmärkte.

Der jüngste Rückgang der Energiepreise hat einen Teil des Inflationsdrucks gemindert, der seit Beginn des Krieges vor mehr als sechs Wochen auf dem Edelmetall lastet. Die Sorge vor steigenden Verbraucherpreisen hat Händler dazu veranlasst, darauf zu setzen, dass die Zentralbanken die Zinsen länger auf dem bisherigen Niveau halten oder sogar anheben werden – ein Gegenwind für das nicht verzinste Gold. Der Goldpreis ist seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten um rund 8 % gefallen, und der Liquiditätsengpass in den ersten Wochen der Kampfhandlungen zwang Anleger dazu, Vermögenswerte zu verkaufen, um Verluste an anderer Stelle zu decken.

Die Unsicherheit im Welthandel verschärft sich zusätzlich, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent gestern erklärte, dass Trumps Zölle bis Juli wieder auf das Niveau angehoben werden könnten, das galt, bevor der Supreme Court viele davon aufgehoben hat. Die weitreichenden Zölle, die der Präsident im vergangenen Jahr angekündigt hatte, waren ein wesentlicher Treiber dafür, dass der Goldpreis immer neue Rekordstände erreichte.

Unterdessen bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt, da die Konfrontation um die Straße von Hormus – eine maritime Schlüsselroute, die den Persischen Golf mit den Weltmärkten verbindet – anhält. Die USA halten eine Seeblockade aufrecht, um die iranischen Ölexporte zu begrenzen, während Teheran eine kurzzeitige Aussetzung der Lieferungen in Erwägung zieht.

Mit Blick auf das aktuelle technische Bild bei Gold müssen Käufer zunächst den nächsten Widerstand bei 4.835 US-Dollar überwinden. Gelingt dies, rückt der Bereich um 4.893 US-Dollar ins Visier, dessen Überwindung sich als recht schwierig erweisen dürfte. Das entfernte Kursziel liegt bei etwa 4.913 US-Dollar. Kommt es hingegen zu einem Rückgang beim Goldpreis, werden die Bären versuchen, die Marke von 4.771 US-Dollar unter Kontrolle zu bringen. Ein Durchbruch dieser Spanne würde die Position der Bullen schwer beschädigen und Gold in Richtung des Tiefs bei 4.708 US-Dollar drücken, wobei ein weiterer Rückgang bis auf 4.647 US-Dollar möglich wäre.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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