Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kursniveaus von 1,1785 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für den Verkauf des Euro bestätigte. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes hat das Währungspaar jedoch noch keinen nennenswerten Rückgang verzeichnet.
Die Daten zum Wachstum der Industrieproduktion im Euroraum für den Februar konnten EUR/USD ebenfalls nicht stützen. Dieser Faktor, der normalerweise als Katalysator für einen Anstieg des Euro fungiert, blieb vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheit weitgehend unbeachtet. Anleger, die sich auf potenzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und Iran konzentrierten, ignorierten die positiven Statistiken und zeigten eine deutlich risikoscheue Haltung. Zwar deutete die europäische Industrie auf eine Erholung hin, doch reichte dies nicht aus, um den negativen Trend zu drehen. Das verzeichnete schwache Wachstum unterstrich vielmehr die Fragilität der wirtschaftlichen Lage in der Region.
Für die zweite Tageshälfte wird an den Finanzmärkten eine erhöhte Aktivität erwartet, da Händler die Veröffentlichung wichtiger makroökonomischer Daten sowie die Aussagen von Vertretern der Federal Reserve genau verfolgen werden. Ein wichtiger Indikator für den Zustand des US-Industriesektors wird der Bericht zum Empire Manufacturing Index sein. Jede Abweichung von den Erwartungen dürfte die Anlegerstimmung und die Marktvolatilität spürbar beeinflussen. Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf den NAHB Housing Market Index der National Association of Home Builders. Positive Daten vom Immobilienmarkt könnten den US‑Dollar stärken, während negative Signale bei Marktteilnehmern Sorgen auslösen dürften.
Zusätzlich sind für die zweite Tageshälfte Reden zweier Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) – Michael S. Barr und Michelle Bowman – angekündigt.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro möglich, sobald das Niveau von 1,1802 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Ziel bei 1,1841. Bei 1,1841 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem Verkäufe in die Gegenrichtung in Betracht zu ziehen, mit dem Ziel einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt. Ein Anstieg des Euro ist heute nur bei sehr schwachen US-Daten zu erwarten. Wichtig: Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, falls das Niveau von 1,1785 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung 1,1802 und 1,1841 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er das Niveau von 1,1785 (rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Ziel liegt bei 1,1742, wo ich beabsichtige, den Markt zu verlassen und unmittelbar in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Erholung um 20–25 Punkte). Der Druck auf das Währungspaar wird heute zurückkehren, falls die US-Daten stark ausfallen. Wichtig: Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1802 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung 1,1785 und 1,1742 ist dann zu erwarten.

Hinweise zur Grafik:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Kaufpositionen;
- Breite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich zur Gewinnsicherung, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Verkaufspositionen;
- Breite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich zur Gewinnsicherung, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig: Unerfahrene Forex-Händler sollten bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte außerhalb des Marktes zu bleiben, um heftige Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, platzieren Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Konto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money-Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben skizzierten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.
