
Am Mittwoch legte das Währungspaar GBP/USD eine Pause in seiner Aufwärtsbewegung ein und konsolidierte sich um 1,3570, da der Optimismus über eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nachließ. Gleichzeitig setzt der US-Aktienmarkt seinen Aufwärtstrend fort, und der US-Dollar scheint nach seinem Rückgang auf ein Sechswochentief einen lokalen Boden gefunden zu haben.

Das britische Pfund konsolidiert sich vor dem Hintergrund der neutralen Haltung der Federal Reserve, die die Schwäche der amerikanischen Währung ausgleicht. Der verhaltene Optimismus der Anleger mindert die Attraktivität des Dollars als sicherer Hafen. An der Wall Street wurden die Nachrichten über die Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und Iran um mehrere Wochen mit positiven Reaktionen aufgenommen. US-Präsident Donald Trump erklärte, der Konflikt mit Iran gehe seinem Ende entgegen, und betonte, dass „großartige Tage bevorstehen“, was darauf hindeuten könnte, dass die Parteien kurz vor einer Einigung stehen.
Laut der The Washington Post hat das Pentagon zusätzliche Streitkräfte in den Nahen Osten verlegt. Gleichzeitig bestätigte das pakistanische Militär, dass Marschall Asim Munir nach Teheran reisen werde, um die Spannungen zwischen den beiden Ländern abzubauen.
In den USA wurden Daten zu Export- und Importpreisen veröffentlicht; die Märkte reagierten darauf jedoch kaum. Die Aufmerksamkeit der Anleger bleibt auf die Vertreter der Federal Reserve gerichtet. Beth Hammack von der Cleveland-Niederlassung merkte an, dass der Leitzins „für geraume Zeit“ vermutlich auf dem aktuellen Niveau bleiben werde und betonte, dass es derzeit keinen Bedarf für eine sofortige Änderung der Geldpolitik gebe.
Die Erwartung, dass die Fed den Zinssatz unverändert lässt, steht im Kontrast zur Politik der Bank of England, von der bis Jahresende eine Straffung der monetären Bedingungen um rund 38 Basispunkte erwartet wird. Dieser Zinsunterschied erhöht die Attraktivität des Pfunds und schafft Voraussetzungen für eine weitere Aufwärtsbewegung des Währungspaares GBP/USD.
Die restriktive Ausrichtung der BoE wird durch die Abhängigkeit des Vereinigten Königreichs von importiertem Erdgas zusätzlich verstärkt, dessen Preis nahezu um 40 % gestiegen ist. Allerdings könnte die Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormus Anleger dazu veranlassen, Gewinne mitzunehmen und Long-Positionen im Pfund teilweise abzubauen.
Bereits zuvor hatte Megan Greene, Mitglied des geldpolitischen Ausschusses (Monetary Policy Committee) der BoE und schon vor Beginn des Konflikts mit Iran für ihre restriktive Haltung bekannt, darauf hingewiesen, dass der Inflationsdruck anhalte. Ihrer Ansicht nach könnte sich die Wirkung des Energieschocks auf die britische Wirtschaft erst in einigen Monaten voll entfalten, da die Energiekosten stark gestiegen sind.
In nächster Zeit werden sich Marktteilnehmer auf die anstehenden britischen BIP-Daten konzentrieren, bei denen für Februar eine leichte Verbesserung von 0 % auf 0,1 % Wachstum erwartet wird. In den USA stehen Berichte zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung für die Woche bis zum 11. April sowie Reden von Fed-Vertretern auf der Agenda.
Aus technischer Sicht sind die Oszillatoren positiv. Das Währungspaar konsolidiert sich in der Nähe des Vortageshochs und wird über den wichtigen gleitenden Durchschnitten gehandelt. All dies bestätigt den Aufwärtstrend.
Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des britischen Pfunds gegenüber wichtigen Währungen und hebt insbesondere seine Aufwertung gegenüber dem Schweizer Franken hervor.
