Handelsanalyse und Ratschläge für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kursniveaus von 1,1796 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator bereits deutlich unter die Nulllinie gefallen war, was in einem derart bullischen Markt das Abwärtspotenzial des Währungspaares klar begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht verkauft.
Auf den ersten Blick hätte die Nachricht, dass der Verbraucherpreisindex der Eurozone im März im Jahresvergleich auf 2,6 % gestiegen ist, Käufe des Euro auslösen müssen, doch dies geschah nicht. Zwar deuten die Daten auf eine steigende Inflation hin, sie bleibt jedoch innerhalb der Erwartungen der Ökonomen der Europäischen Zentralbank und weckt keine Befürchtungen hinsichtlich einer Überhitzung der Wirtschaft. Im Gegenteil: Das aktuelle Inflationsniveau wird als moderat angesehen und spiegelt eher eine Erholung der Konsumnachfrage wider als strukturelle Probleme.
Als Nächstes werden frische Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe erwartet. Dieser wöchentliche Indikator gehört zu den zeitnahesten Instrumenten zur Beurteilung der Lage am Arbeitsmarkt. Ein Rückgang der Anträge signalisiert in der Regel eine Festigung und sinkende Arbeitslosigkeit. Anschließend richtet sich der Fokus auf den Philadelphia Fed Manufacturing Index, der Komponenten wie neue Aufträge, Beschäftigungsniveau und Lieferketten umfasst. Gleichzeitig werden Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht. Ein Anstieg dieses Indikators dürfte den US-Dollar gegenüber dem Euro tendenziell stärken.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro beim Erreichen der Marke von 1,1783 (grüne Linie im Chart) möglich, mit einem Ziel bei 1,1804. Bei 1,1804 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem Verkäufe in Gegenrichtung in Betracht zu ziehen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegsniveau ausgehe. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur bei sehr schwachen US-Daten zu rechnen. Wichtig: Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke von 1,1765 gibt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsdrehung führen. Ein Anstieg in Richtung 1,1783 und 1,1804 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro nach Erreichen des Niveaus von 1,1765 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, mit einem Ziel bei 1,1742. Auf diesem Niveau plane ich, den Markt zu verlassen und sofort Käufe in Gegenrichtung zu erwägen (mit der Erwartung einer Bewegung von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Währungspaar wird heute bei starken Konjunkturdaten zurückkehren. Wichtig: Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke von 1,1783 gibt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsdrehung führen. Ein Rückgang in Richtung 1,1765 und 1,1742 ist dann zu erwarten.

Diagrammerklärung
- Dünne grüne Linie – Einstiegspreis für den Kauf des Instruments
- Dicke grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne zu sichern, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- Dünne rote Linie – Einstiegspreis für den Verkauf des Instruments
- Dicke rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne zu sichern, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist auf überkaufte und überverkaufte Zonen zu achten
Wichtiger Hinweis für Einsteiger: Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Markteintritt sehr sorgfältig treffen. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten aus dem Markt zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie große Volumina ohne angemessenes Money-Management handeln.
Denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben skizzierten. Spontane Entscheidungen, die ausschließlich auf den aktuellen Marktbedingungen beruhen, sind für Intraday-Händler eine Verluststrategie.
