Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Freitag sind keine makroökonomischen Berichte geplant. Dennoch zeigt sich der Markt gegenüber makroökonomischen Daten derzeit recht unbeeindruckt. Alle zuletzt wirklich wichtigen Veröffentlichungen wurden ignoriert. Während der Markt den Dollar zuvor ausschließlich aufgrund des Kriegs im Nahen Osten und der Flucht aus Risikoanlagen gekauft hat, verkauft er die US‑Währung in den letzten zwei Wochen vor dem Hintergrund der Deeskalation des Konflikts.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Zu den wichtigsten Ereignissen am Freitag zählen die Auftritte der Federal-Reserve-Vertreter Thomas Barkin und Christopher Waller. Der Markt ignoriert jedoch weiterhin den Faktor Geldpolitik. Entsprechend sind Äußerungen der European Central Bank, der Fed und der Bank of England derzeit nicht von Bedeutung. Sobald der geopolitische Faktor vollständig eingepreist ist (unter der Annahme, dass es im Nahen Osten zu keinen neuen schwerwiegenden Entwicklungen kommt), wird der Markt wieder den gewohnten makroökonomischen und fundamentalen Aspekten mehr Beachtung schenken. Für 2026 wird nicht damit gerechnet, dass die Fed die Geldpolitik strafft, während die BoE und die ECB angesichts steigender Inflation die Leitzinsen anheben könnten. Dieser Umstand unterstützt den Euro und das Pfund derzeit allerdings nicht. Noch einmal: Alle Bewegungen am Markt stehen in der einen oder anderen Form mit der Geopolitik in Zusammenhang.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am letzten Handelstag der Woche könnten sich beide Währungspaare weiter korrigieren, doch sollten sich Trader auf technische Niveaus und Faktoren stützen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1745–1,1754 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3529–1,3543 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes und lang anhaltendes Wachstum der US-Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), daher rechnen wir ab 2025 mit der Wiederaufnahme des Aufwärtstrends, der für Euro und Pfund zu Vierjahreshochs führen dürfte.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wurden um ein bestimmtes Niveau herum zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale generieren oder überhaupt keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Befinden sich zwei Niveaus sehr dicht beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf den Breakeven nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender enthalten) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung sollte daher mit äußerster Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
