
Zu Beginn der neuen Woche hat sich das Währungspaar GBP/USD trotz der verschärften Spannungen im Nahen Osten nach der Beschlagnahmung eines iranischen Schiffs durch die Vereinigten Staaten teilweise von seinem Rückgang erholt. Gleichzeitig hat Teheran damit gedroht, die Verhandlungen in Pakistan auszusetzen.
Das Pfund Sterling erholt sich, da Marktteilnehmer die Risiken eines militärischen Konflikts und die schwachen makroökonomischen Bedingungen im Vereinigten Königreich neu bewerten.
Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran steht im Mittelpunkt: Am Wochenende forderte Teheran von Washington die Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus. Vor diesem Hintergrund fiel das Pfund stark und eröffnete den Handel in der Nähe von 1,3480, erholte sich jedoch später teilweise vor dem Hintergrund einer moderaten Abschwächung des US-Dollars, der im US Dollar Index (DXY) um etwa 0,05 % nachgab.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Rohöl ist deutlich um fast 3,90 % gestiegen. Dies erhöht den globalen Inflationsdruck vor dem Hintergrund von Sorgen über Angebotsunterbrechungen und eine Blockade der Straße von Hormus.

In den USA werden keine bedeutenden makroökonomischen Berichte erwartet. Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich jedoch auf die anstehenden Anhörungen im Senat am 21. April zur Nominierung von Kevin Warsh, Donald Trumps vorgeschlagenem Nachfolger von Jerome Powell als Vorsitzender der Federal Reserve.
Im Vereinigten Königreich ist laut den Ergebnissen zweier Umfragen die Verbraucheraktivität auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2023 gefallen. Nach Angaben von S&P Global sank der Index für das Verbrauchervertrauen von 44,1 auf 42,3 und erreichte damit ein 33-Monats-Tief. Gleichzeitig verzeichnete Deloitte bei seinem vierteljährlichen Vertrauensindex einen Rückgang auf den niedrigsten Wert seit dem dritten Quartal 2023.
Die S&P-Umfrage zeigte zudem, dass mehr als die Hälfte der Befragten damit rechnet, dass die Bank of England die Zinsen anheben wird.
Zusätzlichen Druck auf das Pfund üben innenpolitische Faktoren aus: The Sun berichtete über ein Treffen zwischen dem Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, und der ehemaligen stellvertretenden Premierministerin Angela Rayner, was Gerüchte über mögliche Versuche, Premierminister Keir Starmer zu stürzen, weiter anheizte.
Mit Blick nach vorn werden am Dienstag Daten vom britischen Arbeitsmarkt erwartet. In den USA werden Anleger die vierwöchigen Durchschnittswerte der ADP-Beschäftigungszahlen, die Einzelhandelsumsätze sowie eine Rede von Senatorin Warren genau verfolgen.
Aus technischer Sicht wird das Währungspaar GBP/USD im Tageschart über allen wichtigen gleitenden Durchschnitten gehandelt und findet Unterstützung an der 9-Tage-EMA. Für eine weitere übergeordnete Aufwärtsbewegung müssen die Bullen die runde Marke von 1,3600 überwinden. Die Oszillatoren sind positiv und bestätigen den Vorteil der Bullen am Markt.
