
Am Montag hat das britische Pfund gegenüber dem japanischen Yen leicht zugelegt und damit eine zweitägige Verlustserie beendet. Diese Aufwertung erfolgte vor dem Hintergrund erneut aufflammender Spannungen in der Straße von Hormus, die zu erhöhten Ölpreisen beitrugen und die defensive Position des Yen stützten, angesichts der starken Abhängigkeit Japans von Energieimporten.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nähert sich der Wechselkurs der runden Marke von 215,00.
Diese Bewegung folgte auf eine neue Eskalation am Wochenende, als die Straße von Hormus kurzzeitig geöffnet wurde. Iran erlangte die Kontrolle über diese wichtige Seehandelsroute zurück und verwies dabei auf die anhaltende US-Marineblockade seiner Häfen als Verletzung der Waffenstillstandsbedingungen. Gleichzeitig beschlagnahmte die US-Marine im Golf von Oman ein iranisches Frachtschiff. Die hohen Ölpreise erschweren den Ausblick für die Geldpolitik, da die gestiegenen Energiekosten die Inflationsrisiken erhöhen.

Für das Vereinigte Königreich könnte dies die Bank of England dazu veranlassen, mögliche Zinssenkungen zu verschieben, was wiederum eine straffe Geldpolitik verlängern würde.
In Japan ist die Lage komplexer. Während anhaltende Inflationsdrucke die Bank of Japan dazu bewegen könnten, den geldpolitischen Kurs weiter zu straffen, könnte ein mögliches Nachlassen des Wirtschaftswachstums infolge höherer Importkosten die Normalisierungsbemühungen behindern.
Wie Reuters am Montag unter Berufung auf fünf mit der Position der Bank of Japan vertraute Personen berichtete, dürfte die Institution bei der kommenden Sitzung angesichts der nachlassenden Erwartungen an eine schnelle Lösung des Konflikts im Nahen Osten, der weiterhin auf den Wirtschafts- und Inflationserwartungen des Landes lastet, von einer Zinserhöhung absehen.
Mit Blick nach vorn sollten Trader geopolitische Ereignisse aufmerksam verfolgen, da diese eine neue Richtung für die Kursbewegung vorgeben könnten. Auf der Seite der Konjunkturdaten stehen diese Woche mehrere wichtige Veröffentlichungen im britischen Wirtschaftskalender an, darunter Zahlen zum Arbeitsmarkt, zur Inflation und zum Einzelhandel. Zudem rückt der nationale Verbraucherpreisindex Japans in den Fokus.
Diese Daten könnten zusätzliche Orientierungspunkte für die künftige Geldpolitik der Bank of England und der Bank of Japan liefern und die kurzfristige Entwicklung des GBP/JPY-Paares beeinflussen.
Aus technischer Sicht notiert das Währungspaar über wichtigen gleitenden Durchschnitten. Die nächste Unterstützung wurde am runden Niveau von 214,00 ausgemacht. Der Widerstand befindet sich am runden Niveau von 215,00. Die Oszillatoren sind positiv und deuten auf einen Vorteil der Bullen hin.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung des Britischen Pfunds gegenüber den wichtigsten Währungen am Montag. Das Pfund war gegenüber dem Australischen Dollar am stärksten.
