Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Britischen Pfund
Der Test des Niveaus von 1,3514 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für Verkäufe des Pfunds bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar in Richtung des Zielniveaus bei 1,3488.
Der britische Arbeitsmarkt zeigte im letzten Berichtszeitraum ein gemischtes Bild. Einerseits signalisierten erfreuliche Daten, dass die allgemeine Arbeitslosenquote auf 4,9 % zurückging – ein positives Zeichen, das auf eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivität nach früheren Rückgängen hindeutet. Parallel zu diesem positiven Trend fielen jedoch die Daten zu neuen Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung deutlich höher aus als erwartet. Dieser Indikator, der die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt und Entlassungen widerspiegelt, verzeichnete einen unerwarteten Anstieg. Der Zuwachs bei den Anträgen kann auf anhaltende Probleme in bestimmten Wirtschaftssektoren oder neue Hürden bei der Beschäftigung hinweisen – trotz des insgesamt rückläufigen Trends bei der Arbeitslosigkeit.
Als Nächstes stehen in den USA die Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und den ausstehenden Hausverkäufen an. Die Einzelhandelsumsätze spiegeln direkt die Konsumtätigkeit wider, einen zentralen Treiber des BIP-Wachstums. Unerwartet starke Zahlen könnten den US‑Dollar stärken. Die ausstehenden Hausverkäufe dienen dagegen als Frühindikator für den Immobilienmarkt; ihre Entwicklung gibt Hinweise auf das zukünftige Verkaufsniveau.
Die Rede von Kevin Warsh im Senat wird das wichtigste Ereignis des Tages sein. Als Kandidat für den Vorsitz der Federal Reserve werden seine Äußerungen genau auf Hinweise zur künftigen Geldpolitik analysiert. Jegliche Andeutungen zu möglichen Änderungen der Leitzinsen, zu Programmen der quantitativen Lockerung oder Straffung sowie seine Sicht auf die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen vor dem Hintergrund eines komplexen geopolitischen Umfelds könnten erhebliche Volatilität am Devisenmarkt auslösen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund heute beim Erreichen des Einstiegspunkts im Bereich von 1,3510 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit dem Ziel eines Anstiegs bis 1,3531 (dickere grüne Linie). Im Bereich von 1,3531 beabsichtige ich, Long-Positionen zu schließen und in Gegenrichtung Short-Positionen zu eröffnen (mit Ziel einer Bewegung von 30–35 Punkten). Das Pfund kann sich heute im Rahmen des übergeordneten bullischen Marktes nach oben bewegen. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, anzusteigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,3501 gibt, während sich der MACD-Indikator in der überverkauften Zone befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung 1,3510 und 1,3531 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,3501 (rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wurde, was einen starken Rückgang auslösen könnte. Das Hauptziel der Verkäufer wird 1,3476 sein; dort plane ich, Short-Positionen zu schließen und in Gegenrichtung Long-Positionen zu eröffnen (mit Ziel einer Bewegung von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Pfund könnte zurückkehren, falls Warsh eine „hawkishe“ Haltung einnimmt. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund zu verkaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,3510 gibt, während sich der MACD-Indikator in der überkauften Zone befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung 1,3501 und 1,3476 ist dann zu erwarten.

Erläuterungen zur Grafik
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Kaufpositionen
- Breite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne zu sichern, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Verkaufspositionen
- Breite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne zu sichern, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen
Wichtig: Unerfahrene Forex-Trader sollten Entscheidungen zum Markteintritt mit äußerster Vorsicht treffen. Am besten bleibt man vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte aus dem Markt, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management nutzen und mit großen Positionsgrößen handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben beschriebenen. Spontane Entscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Trader eine verlustreiche Strategie.
