Analyse der Trades und Handelstipps für den Euro:
Der Test des Kurses bei 1,1756 fiel mit dem Zeitpunkt zusammen, an dem der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen. Das bestätigte den korrekt gewählten Einstiegspunkt für Verkäufe im Euro. In der Folge fiel das Währungspaar um mehr als 30 Pips.
Aktuelle Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen, die ein Wachstum von 1,7 % zeigten und die Erwartungen übertrafen, stützten in der zweiten Tageshälfte die Aufwertung der US-Währung. Angesichts ihrer Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen wirtschaftlichen Faktoren dienen die Einzelhandelsumsätze häufig als verlässlicher Indikator für den Gesamtzustand der Wirtschaft. Die veröffentlichten Daten übertrafen die Prognosen und sorgten für eine positive Überraschung bei den Tradern. Die durch die guten Einzelhandelszahlen ausgelöste Dollarstärke erwies sich jedoch als nur von kurzer Dauer. Während der asiatischen Handelssitzung führten positive Nachrichten zu einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zu einer erhöhten Nachfrage nach dem Euro.
Heute werden die Marktteilnehmer neben den Stellungnahmen der US-amerikanischen und iranischen Vertreter voraussichtlich auch ein besonderes Augenmerk auf die Veröffentlichung der makroökonomischen Daten aus der Eurozone legen. Im Mittelpunkt des Interesses dürften dabei die Daten zum Verbrauchervertrauen stehen. Dieser Indikator ist traditionell wichtig, um sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für die Konsumnachfrage zu beurteilen. Eine Verschlechterung dieses Werts könnte Druck auf den Euro ausüben. Gleichzeitig veröffentlicht die Bundesbank ihren Monatsbericht, der Analysen und Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, enthält. Der Bericht bietet in der Regel einen detaillierten Überblick über die führenden Sektoren, eine Analyse der Inflationsrisiken sowie Prognosen für die weitere Entwicklung. Die in diesem Bericht enthaltenen Informationen könnten die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der künftigen geldpolitischen Schritte der Europäischen Zentralbank maßgeblich beeinflussen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 konzentrieren.

Kaufszenarien
- Szenario Nr. 1: Ich plane heute Euro zu kaufen, wenn der Kurs etwa 1,1759 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel von 1,1790. Bei 1,1790 beabsichtige ich, den Markt zu verlassen und im Gegenzug Euro zu verkaufen, mit dem Ziel einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt. Mit einem Anstieg des Euro ist erst nach positiven Daten zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort anzusteigen.
- Szenario Nr. 2: Ich plane heute Euro zu kaufen, wenn der Kurs die Marke 1,1738 zweimal in Folge testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr des Marktes führen. Es ist dann mit einem Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1759 und 1,1790 zu rechnen.
Verkaufsszenarien
- Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1738 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1710, wo ich den Markt verlassen und unmittelbar im Gegenzug kaufen möchte (mit dem Ziel einer Gegenbewegung von 20–25 Pips vom Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar könnte heute zurückkehren, falls sich die Lage im Nahen Osten verschlechtert. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort abzufallen.
- Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, wenn der Kurs die Marke 1,1759 zweimal in Folge testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr des Marktes führen. Es ist dann mit einem Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1738 und 1,1710 zu rechnen.

Was im Chart zu sehen ist:
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – der erwartete Kurs, bei dem Take Profit gesetzt oder Gewinne gesichert werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – der erwartete Kurs, bei dem Take Profit gesetzt oder Gewinne gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Es ist wichtig, sich beim Markteinstieg an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen bei Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig sein. Am besten ist es, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte gar nicht im Markt zu sein, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Konto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist es entscheidend, einen klaren Trading-Plan zu haben, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler eine Strategie, die langfristig zwangsläufig zu Verlusten führt.
