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FX.co ★ Börse am 23. April: S&P 500 und NASDAQ von Unsicherheit nach stockenden Gesprächen belastet

Börse am 23. April: S&P 500 und NASDAQ von Unsicherheit nach stockenden Gesprächen belastet

Gestern schlossen die Aktienindizes im Plus. Der S&P 500 stieg um 1,05 %, während der Nasdaq 100 um 1,64 % zulegte. Der Dow Jones Industrial Average erhöhte sich um 0,69 %.

Börse am 23. April: S&P 500 und NASDAQ von Unsicherheit nach stockenden Gesprächen belastet

Die Indexfutures liegen derzeit allerdings deutlich im Minus. Auslöser war der Abbruch der Gespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad, die nicht den erwarteten Durchbruch bei der Deeskalation brachten. Vor diesem Hintergrund trieb die anhaltende Schließung der Straße von Hormus – der wichtigsten Route für weltweite Energieflüsse – die Ölpreise unmittelbar nach oben. Auch Irans Beschlagnahmung mehrerer Handelsschiffe belastete die Märkte. Nach einer Phase von Rekordgewinnen an der Wall Street, die Optimismus und positive Erwartungen genährt hatte, sorgten die unerwartete Verschlechterung der geopolitischen Lage und der Anstieg der Energiepreise für ein neues Maß an Unsicherheit.

Der MSCI Asia Pacific Aktienindex fiel um 0,6 %, wobei Verlierer Gewinner im Verhältnis von etwa drei zu eins übertrafen, da höhere Ölpreise die Wachstumsaussichten eintrübten. Futures auf den S&P 500 und den Tech?lastigen Nasdaq 100 gaben um rund 0,5 % nach, nachdem die Kassamarktindizes auf Basis starker Unternehmenszahlen auf Rekordhochs geschlossen hatten. Für die europäischen Indizes wird zum Handelsstart ein Minus von rund 1 % erwartet.

Brent?Rohöl stieg um 1,1 % auf 103 US?Dollar je Barrel und dürfte damit seine Serie von Gewinnen am vierten Tag in Folge ausbauen, da der fehlende Fortschritt in den Gesprächen zwischen den USA und Iran die Risikoprämien für das Angebot hoch hält. Seit Jahresbeginn liegt Brent damit rund 70 % im Plus, wobei der Großteil des Anstiegs seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten Ende Februar erfolgte. Anleihekurse gaben nach, da die höheren Ölpreise neue Inflationssorgen schürten.

Obwohl US?Präsident Donald Trump erklärte, der Waffenstillstand mit dem Iran werde auf unbestimmte Zeit verlängert, bleiben Anleger angesichts der fehlenden Verhandlungserfolge in dem inzwischen fast zweimonatigen Konflikt vorsichtig. Je länger sich der Krieg hinzieht und die Straße von Hormus geschlossen bleibt und damit hohe Ölpreise zementiert, desto größer wird das Risiko spürbarer wirtschaftlicher Folgen für die Weltwirtschaft.

Börse am 23. April: S&P 500 und NASDAQ von Unsicherheit nach stockenden Gesprächen belastet

Die Spannungen bleiben hoch, da es den USA und dem Iran nicht gelungen ist, eine neue Gesprächsrunde einzuberufen und beide Seiten den Schiffsverkehr durch die Wasserstraße weiterhin einschränken. Berichten zufolge wurden heute zwei der angegriffenen Schiffe – die MSC Francesca und die Epaminondas – von iranischen Kräften geentert, was eine neue Phase in Teherans Bemühungen markiert, die Kontrolle über die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu festigen.

Andernorts fiel Gold um 0,8 % auf etwa 4.700 US-Dollar je Unze, Silber sank um rund 2 % auf ungefähr 76,15 US-Dollar je Unze, und Bitcoin gab auf etwa 77.800 US-Dollar nach.

Was das technische Bild des S&P 500 angeht, besteht die Hauptaufgabe der Käufer heute darin, den nächstgelegenen Widerstand bei 7.125 US-Dollar zu überwinden. Dies würde dem Index Aufwärtsdynamik verleihen und den Weg für einen Anstieg bis 7.138 US-Dollar ebnen. Ebenfalls prioritäres Ziel der Bullen ist eine Kontrolle oberhalb von 7.156 US-Dollar, was die Position der Käufer weiter stärken würde. Sollte es angesichts einer sinkenden Risikobereitschaft zu einer Abwärtsbewegung kommen, müssen sich die Käufer im Bereich von 7.106 US-Dollar behaupten. Ein Bruch unterhalb dieses Niveaus dürfte das Instrument wahrscheinlich zurück auf 7.087 US-Dollar drücken und den Weg in Richtung 7.066 US-Dollar freimachen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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