Analyse der Freitags-Deals:
1-Stunden-Chart des GBP/USD‑Paares

Am Freitag legte das Währungspaar GBP/USD ebenfalls zu, was durch den britischen Einzelhandelsumsatzbericht ausgelöst worden sein könnte. Die Einzelhandelsumsätze übertrafen die Prognosen der Volkswirte. In der Praxis ignoriert der Markt jedoch seit fast zwei Monaten nahezu den gesamten makroökonomischen Hintergrund, und in der vergangenen Woche schenkte er weitaus wichtigeren britischen Berichten zu Inflation und Arbeitslosigkeit am Mittwoch und Donnerstag keine Beachtung. Daher gibt es praktisch keine Grundlage für die Annahme, dass der Markt mit Käufen des Pfunds auf den Einzelhandelsumsatzbericht reagiert hat.
Bemerkenswert ist auch, dass am Freitag ein Bericht über Außenminister Abbas Araqchi erschien, dem zufolge er nach Pakistan gereist ist – vom Markt als Vorbereitung auf eine zweite Verhandlungsrunde interpretiert. Allerdings fanden diese Verhandlungen am Wochenende nicht statt, da Teheran erneut offiziell ein Treffen mit US-Vertretern ablehnte. Der Einfluss der Geopolitik hat vor drei Wochen nachgelassen, sodass das britische Pfund derzeit in einer deutlich vorteilhafteren Position ist als der Dollar.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurde am Freitag nur ein einziges Handelssignal gebildet. Während der europäischen Handelssitzung durchbrach der Kurs die Spanne von 1,3476–1,3489 nach oben, wodurch Einsteiger Long-Positionen eröffnen konnten. Bis zum Tagesende legte das Paar etwa 30 Pips zu, wovon unerfahrene Trader problemlos profitieren konnten.
Wie man am Montag handelt:
Im Stundenchart setzt das GBP/USD-Paar seine Aufwärtsbewegung fort. Es gibt nach wie vor keine übergeordneten Gründe für ein mittelfristiges Wachstum des Dollars, daher erwarten wir die Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends von 2025 im Jahr 2026. Ohne eine deutliche Eskalation im Nahen Osten wird der Dollar seine Aufwärtsbewegung, wie in den vergangenen zwei Monaten, voraussichtlich nicht aufrechterhalten können. Einzelne Ereignisse können zwar weiterhin zu einer Dollar-Stärkung führen, insgesamt ist jedoch der geopolitische Faktor in den Hintergrund gerückt.
Am Montag können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls der Kurs vom Bereich 1,3587–1,3598 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,3476–1,3489. Konsolidiert sich der Kurs oberhalb der Zone 1,3476–1,3489, können Long-Positionen mit Zielen bei 1,3587–1,3598 gehalten werden.
Im 5-Minuten-Chart können Trader derzeit die Niveaus 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3476–1,3489, 1,3587–1,3598, 1,3695 sowie 1,3741–1,3751 beachten. Für Montag sind weder in Großbritannien noch in den USA wichtige Berichte oder Ereignisse angesetzt, daher dürfte der Handelstag eher ruhig und von geringer Volatilität geprägt sein.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wird. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn um ein bestimmtes Niveau herum aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Befinden sich zwei Niveaus zu nah beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus dienen als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel ist. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind die Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
