Analyse der Trades und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kurses bei 1,1698 fiel mit einem Zeitpunkt zusammen, zu dem der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was diesen Bereich als guten Einstiegszeitpunkt für Käufe des Euro bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar bis zum Zielniveau von 1,1716.
Die Daten der University of Michigan zu rückläufigen Inflationserwartungen belasteten den Dollar am vergangenen Freitag und führten zu einem Anstieg des Euro. Sinkende Inflationserwartungen mindern die Attraktivität von Anlagen in Dollar, da sie die Wahrscheinlichkeit einer lockereren Geldpolitik in den USA erhöhen. Die aktuelle Lage im Nahen Osten begünstigt zudem Käufe von Risikoanlagen.
Heute warten die Händler auf die Veröffentlichung des GfK-Konsumklimaindex für Deutschland. Dieser Indikator gilt allgemein als eines der wichtigsten Barometer für die Konsumneigung der Verbraucher und beeinflusst damit die wirtschaftliche Entwicklung der führenden Volkswirtschaft der Eurozone. Der GfK‑Frühindikator analysiert verschiedene Faktoren, die die Kaufabsichten deutscher Verbraucher prägen, darunter die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage, Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen sowie die Wahrnehmung der eigenen finanziellen Perspektiven. Veränderungen im Wert dieses Index helfen, die künftige Konsumnachfrage vorherzusagen, die wiederum den Wechselkurs des Euro beeinflusst.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich heute stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, heute Euro zu kaufen, wenn der Kurs etwa 1,1730 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1752. Am Punkt 1,1752 beabsichtige ich, den Markt zu verlassen und gleichzeitig Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in der Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt. Mit einem Anstieg des Euro ist erst nach soliden Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig! Vor einem Kauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und von dort aus gerade seine Aufwärtsbewegung beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 1,1719 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und kann zu einer Aufwärtskorrektur am Markt führen. Ein Anstieg ist in Richtung der gegenüberliegenden Marken bei 1,1730 und 1,1752 zu erwarten.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1719 erreicht (rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1698, wo ich den Markt verlasse und unmittelbar in die Gegenrichtung wieder kaufe (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Pips von diesem Niveau). Der Druck auf das Währungspaar könnte heute zurückkehren, falls sich die Lage im Nahen Osten verschärft. Wichtig! Vor einem Verkauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und von dort aus gerade seine Abwärtsbewegung beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 1,1730 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und kann zu einer Abwärtswende am Markt führen. Ein Rückgang ist in Richtung der gegenüberliegenden Marken bei 1,1719 und 1,1698 zu erwarten.

Was ist auf dem Chart zu sehen:
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – der erwartete Kurs, bei dem Take Profit gesetzt oder Gewinne gesichert werden können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – der erwartete Kurs, bei dem Take Profit gesetzt oder Gewinne gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Es ist wichtig, sich beim Markteintritt an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen bei ihren Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig sein. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte nicht im Markt positioniert zu sein, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer Handelsplan unerlässlich, so wie der oben dargestellte. Spontane Handelsentscheidungen, die allein auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Händler von Natur aus eine Verluststrategie.
