Analyse von GBP/USD 5M

Am gesamten Montag handelte das Währungspaar GBP/USD ebenfalls mit Aufwärtstendenz; im Gegensatz zum EUR/USD-Paar hält es jedoch weiterhin an einem Aufwärtstrend fest. Der Versuch, den nächstgelegenen Unterstützungsbereich bei 1,3465–1,3480 zu durchbrechen, scheiterte, sodass das britische Pfund nun einer Fortsetzung einer Seitwärtsbewegung deutlich näher ist als einem Abwärtstrend. Zudem notiert das britische Pfund oberhalb der Linien des Ichimoku-Indikators, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsimpuls erhalten bleibt. Daher würden wir ein Abwärtsszenario erst in Betracht ziehen, wenn der Kurs unter den Bereich von 1,3465–1,3480 fällt. Am Montag gab es weder in Großbritannien noch in den USA makroökonomische oder fundamentale Impulse, sodass wir den ganzen Tag über eine rein technische Kursbewegung beobachteten. Der Montag zeigt uns, dass sich die Bullen nicht aus dem Markt zurückgezogen haben.
Im Stunden-Chart bleibt der Aufwärtstrend, wie erwähnt, intakt. Eine Trendlinie ist zwar nicht vorhanden, wird aber derzeit auch nicht benötigt. Die erste Wochenhälfte ist vollständig frei von fundamentalen und makroökonomischen Ereignissen, während die zweite Wochenhälfte den Tradern reichlich Gelegenheit bieten wird. Somit ist die erste Wochenhälfte eher technisch geprägt, während die zweite von Fundamentaldaten bestimmt sein wird.
Im 5-Minuten-Chart wurden am Montag keine Handelssignale generiert. Das Paar bewegte sich in der Nähe der Ichimoku-Linien, reagierte jedoch nicht auf sie. Daher hatten Trader gestern keine Grundlage für einen Markteintritt.
COT-Report

Die COT-Berichte für das Britische Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Trader in den letzten Jahren ständig verändert hat. Die roten und blauen Linien, die die Netto-Positionen der kommerziellen und nicht-kommerziellen Marktteilnehmer abbilden, schneiden sich häufig und liegen im Allgemeinen nahe der Nulllinie. Aktuell entfernen sich die Linien wieder voneinander, wobei die nicht-kommerziellen Trader mit ihren Verkäufen weiterhin dominieren. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es jedoch nicht überraschend, dass die Nachfrage nach riskanteren Währungen sinkt, während die Nachfrage nach dem Dollar steigt.
Langfristig setzt der Dollar seinen Rückgang aufgrund der Politik von Donald Trump fort, was im Wochenchart (Abbildung oben) deutlich erkennbar ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und Trumps Politik zielt sowohl direkt als auch indirekt auf eine Schwächung der amerikanischen Währung ab. Derzeit haben jedoch geopolitische Faktoren Vorrang, die dem Dollar zuletzt spürbare Unterstützung geliefert haben. Solange der Konflikt im Nahen Osten ungelöst bleibt, könnte der US-Dollar weiterhin Aufwärtspotenzial haben. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 21. April) eröffnete die Gruppe der „Non-commercial“-Trader 8.100 BUY-Kontrakte und 5.500 SELL-Kontrakte. Damit erhöhte sich die Netto-Position der nicht-kommerziellen Marktteilnehmer innerhalb einer Woche um 2.600 Kontrakte.
Analyse von GBP/USD im 1H-Chart

Auf dem Stunden-Chart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen Aufwärtstrend fort, der jedoch unterbrochen werden könnte, falls der Krieg im Nahen Osten in vollem Umfang wieder aufflammt. Es ist anzumerken, dass der Einfluss der Geopolitik angesichts der jüngsten Entwicklungen nachlässt, obwohl die militärischen Aktionen in der Region derzeit pausieren. Die Straße von Hormus bleibt blockiert, und in den Verhandlungen gibt es keine sichtbaren Fortschritte; allerdings deuten einige Informationen darauf hin, dass Gespräche ohne formale Treffen oder Bestätigungen weiterlaufen.
Für den 28. April heben wir die folgenden wichtigen Niveaus hervor: 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681 und 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3487) und die Kijun-sen-Linie (1,3511) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Dienstag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse geplant, und in den USA wird lediglich ein weniger bedeutender wöchentlicher ADP-Bericht veröffentlicht. Die Volatilität war am Montag niedrig und dürfte am Dienstag ebenfalls gering bleiben.
Handelsempfehlungen:
Heute können Händler Short-Positionen mit Ziel 1,3511 in Betracht ziehen, falls der Kurs bei 1,3588 nach unten abprallt. Long-Positionen können mit Ziel 1,3588 eröffnet werden, wenn der Kurs von den Ichimoku-Linien oder aus dem Bereich 1,3465–1,3480 nach oben abprallt.
Erklärungen zu den Abbildungen:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand – dicke rote Linien, an denen die Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien – Linien des Ichimoku-Indikators, die vom 4-Stunden-Chart in den Stunden-Chart übertragen werden. Es handelt sich um starke Linien.
Extremniveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.
Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
Indikator 1 in COT-Diagrammen – die Größe der Netto-Position jeder Händlerkategorie.
