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FX.co ★ Bärenzyklus für Bitcoin noch nicht vorbei

Bärenzyklus für Bitcoin noch nicht vorbei

Bitcoin setzt seine Aufwärtsbewegung fort, die seit zwei Monaten im Grunde nur eine Korrektur darstellt. Das ist auf dem Tages‑Timeframe (TF) deutlich zu erkennen. Ein darunter liegender Liquiditätspool bleibt bislang unberührt, und der Preis wird ihn mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 90 % voraussichtlich erneut anlaufen. Am nächsten bärischen FVG hat Bitcoin ein Verkaufssignal generiert – das erste auf dem Tages‑TF seit mehreren Monaten. Auch auf den kleineren Timeframes zeigen sich Anzeichen für eine Abwärtsumkehr.

Obwohl viele bekannte Persönlichkeiten wie Cathie Wood und Michael Saylor weiterhin lautstark zum Bitcoin‑Kauf aufrufen, teilen nicht alle Analysten und Investoren diese Ansicht. Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass der Abwärtstrend, der im vierten Quartal des vergangenen Jahres begonnen hat, noch nicht beendet ist und es keine Anzeichen für den Beginn eines neuen Aufwärtstrends gibt. Wir haben außerdem betont, dass Bitcoin nach einem Bullenlauf in der Regel mindestens ein Jahr korrigiert und dabei 70–80 % seines Wertes verlieren kann. Michael Terpin, CEO der Venture‑Firma Transform Ventures, äußerte sich in einem aktuellen Interview in die gleiche Richtung. Seiner Ansicht nach ist es unrealistisch, im Jahr 2026 einen Anstieg auf 100.000 US‑Dollar zu erwarten. Der Bärenzyklus von Bitcoin ist seiner Meinung nach noch nicht abgeschlossen. Für eine starke Rallye braucht es massive Zuflüsse in ETFs.

Herr Terpin sagte außerdem, dass man erst dann von einem nachhaltigen Aufwärtstrend sprechen könne, wenn die psychologisch wichtige Marke von 100.000 US‑Dollar klar überwunden ist. Wir schlagen keineswegs vor, mit Käufen bis 100.000 US‑Dollar zu warten – ganz im Gegenteil. Wir planen, auf deutlich niedrigere Kurse zu warten, dann nach dem Ende des Bärenmarktes Ausschau zu halten und bullische Umkehrsignale zu suchen. Zur Erinnerung: Auf dem Wochen‑TF ist der Aufwärtstrend bereits gebrochen, was bedeutet, dass der Abwärtstrend länger als 12 Monate andauern kann.

Bärenzyklus für Bitcoin noch nicht vorbei

Trading-Empfehlungen für BTC/USD

Bitcoin bildet weiterhin einen voll ausgeprägten Abwärtstrend mit korrektiven Aufwärtsbewegungen dagegen. Wir rechnen nach wie vor mit einem Rückgang in Richtung 57.500 US‑Dollar (dem 61,8‑%‑Fibonacci‑Retracement‑Level des dreijährigen Aufwärtstrends). Derzeit gibt es keine Anzeichen für eine Trendwende. Doch selbst 57.500 US‑Dollar wirken noch nicht wie ein endgültiges Tief. Der einzige POI ist aktuell das nahegelegene bärische FVG auf dem Tages‑TF im Bereich von 79.300–81.200 US‑Dollar. Der Kurs hat auf diese Zone reagiert; auf dem Stunden‑TF hat sich eine Bestätigung gebildet, und auf dem 4‑Stunden‑TF kam es zu einem Strukturbruch. Daher ist es sinnvoll, kurzfristig Short‑Positionen zu eröffnen und die Bildung bärischer Muster zu beobachten. Die Kursziele liegen unterhalb von 60.000 US‑Dollar.

Bärenzyklus für Bitcoin noch nicht vorbei

Trading-Empfehlungen für ETH/USD

Auf dem Tages‑TF läuft weiterhin ein Abwärtstrend mit korrektiven Gegenbewegungen. Das entscheidende Verkaufssignal war und ist ein bärischer Order Block auf dem Wochen‑TF. Wie von uns angemerkt, kann die von diesem Signal ausgelöste Bewegung stark und lang anhaltend sein. Seit seiner Ausbildung ist Ethereum um etwa 65 % (rund 3.200 US‑Dollar) gefallen. Kurzfristig kann ETH seine schwache Aufwärtskorrektur fortsetzen, doch jede Korrektur endet irgendwann. Auf dem 4‑Stunden‑TF hat Ethereum zuletzt gut auf FVGs reagiert, die Bewegungen bleiben jedoch schwach und korrektiv. Auf dem Tages‑TF kann sich am nächsten FVG ein Verkaufssignal bilden. Bitcoin hat bereits mehrere Verkaufssignale und Hinweise auf eine Trendwende nach unten generiert; Ethereum könnte Bitcoin folgen.

Kommentare zu den Charts

CHOCH – change of character / Bruch der Trendstruktur. Liquidity – Liquidität, die Stop‑Loss‑Orders der Trader, die von Market‑Makern genutzt werden, um ihre Positionen aufzubauen. FVG – Fair Value Gap (Bereich einer Preisineffizienz). Der Kurs bewegt sich häufig schnell durch solche Bereiche, was auf das Fehlen einer Marktseite hindeutet. Später kehrt der Preis in der Regel in diese Zonen zurück und reagiert dort. IFVG – Inverted Fair Value Gap. Nach einer Rückkehr in eine solche Zone reagiert der Kurs nicht, sondern bricht sie impulsiv und testet sie anschließend von der anderen Seite.

OB – Order Block. Eine Kerze, auf der ein Market‑Maker eine Position eröffnet, um Liquidität „abzuschöpfen“ und anschließend eine eigene Position in die entgegengesetzte Richtung aufzubauen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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