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FX.co ★ EUR/USD: Smart-Money-Analyse – Der Markt bleibt vor der Federal Reserve vorsichtig

EUR/USD: Smart-Money-Analyse – Der Markt bleibt vor der Federal Reserve vorsichtig

Das Währungspaar EUR/USD bewegt sich weiterhin in einer korrektiven Gegenbewegung. Der Kurs nähert sich dem bullischen Imbalance 13, doch dieses Muster wurde bisher noch nicht bestätigt. Somit liegt noch kein Kaufsignal vor, es könnte aber in den kommenden Tagen entstehen. Diese Woche ist schwer vorherzusagen, da am Mittwoch und Donnerstag eine große Zahl wichtiger Konjunkturberichte ansteht, zusammen mit den Sitzungen aller drei für EUR/USD- und GBP/USD-Trader relevanten Zentralbanken. Infolgedessen könnten die Handelsaktivität und die Volatilität deutlich zunehmen, während sich die Richtung des Paares häufig ändern kann. Auf Basis der aktuellen Lage bleibt jedoch ein weiterer Anstieg des US-Dollars in Richtung Imbalance 13 möglich.

In den letzten Tagen gab es keine bedeutenden geopolitischen Entwicklungen, während das erste wichtige Ereignis für morgen Abend angesetzt ist – die FOMC-Sitzung. Im Vorfeld dieses Ereignisses nimmt der Verkaufsdruck zu, was auf restriktive Markterwartungen hindeuten könnte. Experten rechnen im April nicht mit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve, aber die Rhetorik von Jerome Powell könnte restriktiver ausfallen. Ohne größere Neuigkeiten rechne ich in jedem Fall nicht damit, dass das Paar unter die Imbalance 13 fällt.

EUR/USD: Smart-Money-Analyse – Der Markt bleibt vor der Federal Reserve vorsichtig

In der aktuellen Situation können Trader nur auf die Reaktion an Ungleichgewicht 13 warten. Es gibt derzeit keine weiteren klaren Kaufzonen, und der Trend bleibt bullisch. Daher sind ausschließlich Kaufsignale von Interesse. Aktuell liegen keine bärischen Muster vor. Das vorherige Kaufsignal aus Ungleichgewicht 12 hat gut funktioniert, der Euro legte um etwa 270 Punkte zu. Diese Positionen hätten mit soliden Gewinnen geschlossen werden können. Derzeit gibt es keine Grundlage für Verkäufe.

Es ist außerdem zu beachten, dass die gesamte Aufwertung des US-Dollar in den vergangenen anderthalb bis zwei Monaten ausschließlich durch die Geopolitik getrieben wurde. Sobald sich die Vereinigten Staaten und Iran auf einen Waffenstillstand geeinigt hatten, ließ der bärische Druck nach und die Bullen nahmen ihre Kaufaktivität wieder auf. Der Waffenstillstand ist derzeit zwar fragil, aber intakt. Ich habe wiederholt betont, dass ich trotz des Bruchs wichtiger struktureller Tiefs nicht mit einem Ende des Aufwärtstrends rechne. Die Kursbewegung der letzten zwei Monate könnte sich nur dann zu einem bärischen Trend entwickeln, wenn die geopolitischen Spannungen weiter eskalieren. Häufig preisen die Märkte jedoch im Vorfeld bereits das pessimistischste Szenario ein und versuchen, die extremsten Entwicklungen vorwegzunehmen. Daher ist es möglich, dass die Marktteilnehmer den geopolitischen Konflikt im Nahen Osten bereits vollständig eingepreist haben. In diesem Fall haben die Bären keinen Vorteil mehr.

Das übergeordnete technische Bild ist klar. Erstens zeigte der Kurs keine Reaktion auf Ungleichgewicht 11. Zweitens reagierte der Kurs auf Ungleichgewicht 12 und bildete ein bullisches Signal innerhalb eines bullischen Trends. Drittens hat sich ein neues bullisches Ungleichgewicht 13 herausgebildet, das eine zentrale Interessenszone für künftige Kaufpositionen darstellt und zugleich als Unterstützungszone für den Euro fungiert.

Der Nachrichtenfluss am Dienstag war im Wesentlichen nicht der Rede wert, abgesehen vom ADP-Bericht, der selbst in seiner monatlichen Veröffentlichung selten starke Marktaufmerksamkeit auf sich zieht. Für heute ist zudem eine Rede von Christine Lagarde geplant, doch der Markt hat seinen Fokus bereits auf die Federal Reserve verlagert und beobachtet Ölpreise genau, die wieder zu steigen begonnen haben.

Für bullische Aktivitäten im Jahr 2026 gibt es nach wie vor viele Gründe, und selbst die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat diese nicht wesentlich geschmälert. Strukturell und im großen Bild haben sich die von Trump verfolgten politischen Maßnahmen, die im vergangenen Jahr zu einer deutlichen Schwächung des US-Dollar geführt haben, nicht geändert. In den kommenden Monaten könnte der US-Dollar phasenweise aufgrund von Risk-off-Stimmung aufwerten, doch dieser Faktor setzt eine anhaltende Eskalation im Nahen Osten voraus. Ich rechne weiterhin nicht mit einem nachhaltigen bärischen Trend. Der US-Dollar hat eine temporäre Unterstützung erhalten, doch es ist unklar, was langfristig einen anhaltenden bärischen Impuls liefern könnte.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

  • Deutschland – Verbraucherpreisindex (12:00 UTC).
  • USA – Baugenehmigungen (12:30 UTC).
  • USA – Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (12:30 UTC).
  • USA – Verkäufe neuer Häuser (12:30 UTC).
  • USA – FOMC Zinsentscheidung (18:00 UTC).
  • USA – Pressekonferenz mit Jerome Powell (18:30 UTC).

Am 29. April enthält der Wirtschaftskalender mehrere Veröffentlichungen, wobei die Sitzung der Federal Reserve das zentrale Ereignis darstellt. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung könnte am Mittwoch spürbar sein, insbesondere in der zweiten Tageshälfte.

EUR/USD-Prognose und Trading-Tipps:

Meiner Einschätzung nach befindet sich das Währungspaar weiterhin in der Ausbildung eines Aufwärtstrends. Der fundamentale Hintergrund hat sich vor zwei Monaten deutlich verschoben, doch der Trend kann weder als ungültig noch als beendet gelten. Entsprechend könnten die Bullen ihren Vorstoß in der näheren Zukunft fortsetzen, sofern sich die geopolitische Lage nicht erneut in Richtung Eskalation entwickelt.

Bullische Trader hatten die Möglichkeit, auf Basis des Signals aus Ungleichgewicht 12 Kaufpositionen zu eröffnen, und die Aufwärtsbewegung könnte sich in Richtung der Jahreshochs fortsetzen. Zudem hat sich ein neues Ungleichgewicht 13 gebildet, das in naher Zukunft ein weiteres bullisches Signal liefern könnte. Für einen ununterbrochenen Anstieg des Euro wäre eine stabile Lösung des Konflikts im Nahen Osten erforderlich, was derzeit nicht gegeben ist. Gleichzeitig nehmen die Gründe für bärischen Druck aber auch nicht zu. Kurzfristig würde ich mich in erster Linie auf die technische Analyse stützen, die auf eine Dominanz der Bullen hinweist.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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