Nach der Fed-Sitzung, der letzten des scheidenden Vorsitzenden Powell als Chair, kritisierte Finanzminister Scott Bessent dessen Entscheidung, im Board of Governors der Federal Reserve zu bleiben, und erklärte, dies komme einem Bruch mit den Traditionen der Fed gleich.

„Es ist höchst ungewöhnlich für jemanden, der von sich sagt, er sei ein Institutionalist und halte viel auf die Normen bei der Fed“, sagte Bessent mit Blick auf Powells Vorgehen. „Das ist ein Verstoß gegen alle Gepflogenheiten der Federal Reserve.“ Er betonte, dass der direkte Wechsel vom Vorsitz in ein einfaches Board?Mitgliedsmandat ohne jegliche Abkühlungsphase ein beispielloser Schritt sei, der die Autorität und Unabhängigkeit der Zentralbank untergraben könne.
Bessent äußerte die Befürchtung, dass diese Entscheidung einen Präzedenzfall für künftige Fed?Vorsitzende schaffen und sie dazu ermutigen könnte, nach Ende ihrer Amtszeit im Board zu bleiben. Der Treasury Secretary ist der Ansicht, dass eine solche Praxis die institutionellen Normen schwächt, die eine zentrale Rolle für die Stabilität und Vorhersehbarkeit der Fed?Politik spielen. Er forderte eine strengere Beachtung der etablierten Traditionen, die seiner Ansicht nach den Interessen der Wirtschaft und des Finanzsystems dienen.
Zur Erinnerung: Am Mittwoch hatte Powell angekündigt, für eine unbestimmte Zeit im Board of Governors zu bleiben, nachdem Kevin Warsh, der von Präsident Donald Trump nominierte Nachfolger Powells als Vorsitzender, vom Senat bestätigt wurde und sein Amt antritt. Powells Entscheidung, im Board zu bleiben, erfolgt vor dem Hintergrund zahlreicher rechtlicher Angriffe auf die Federal Reserve.
Bessent sagte außerdem, dieser Schritt komme einer „Beleidigung“ für Warsh sowie für die Gouverneure Michelle Bowman und Christopher Waller gleich, die von Trump ernannt worden waren.
Die Märkte reagierten nur verhalten auf die Angriffe des Treasury Secretary, da bereits andere Faktoren für Orientierung sorgten.
Technisches Bild für EUR/USD
Was das aktuelle technische Bild für EUR/USD angeht, sollten Käufer nun überlegen, wie sie die Marke von 1,1735 überwinden können. Erst das würde einen Test von 1,1750 ermöglichen. Von dort wäre ein Anstieg in Richtung 1,1775 möglich, doch ohne Unterstützung durch die großen Marktteilnehmer dürfte dies recht schwierig werden. Das entfernteste Ziel ist das Hoch bei 1,1790. Kommt es lediglich zu einem Rückgang in den Bereich von 1,1710, rechne ich mit entschlossenem Auftreten großer Käufer. Sollten diese dort ausbleiben, wäre es vernünftig, auf eine Erneuerung des Tiefs bei 1,1685 zu warten oder Long?Positionen erst ab 1,1655 zu eröffnen.
Technisches Bild für GBP/USD
Was das aktuelle technische Bild für GBP/USD betrifft, müssen die Pfund?Käufer zunächst den nächstgelegenen Widerstand bei 1,3620 überwinden. Erst dann rückt das Ziel bei 1,3650 in den Fokus, dessen nachhaltiger Durchbruch allerdings recht schwierig werden dürfte. Das entfernteste Ziel ist der Bereich um 1,3680. Kommt es zu einem Rückgang, werden die Bären versuchen, bei 1,3570 die Kontrolle an sich zu reißen. Gelingt ihnen das, würde ein Ausbruch aus der Handelsspanne die Positionen der Bullen deutlich schwächen und GBP/USD in Richtung des Tiefs bei 1,3550 drücken, mit der Aussicht auf einen Rückgang bis 1,3525.
