Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Montag sind keine makroökonomischen Datenveröffentlichungen geplant. In Deutschland und der Eurozone werden die zweiten Schätzungen der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe für April veröffentlicht, doch dabei handelt es sich um absolut nachrangige Daten. Daher ist heute mit einem „langweiligen Montag“ zu rechnen. Auch am Wochenende wurden keine bedeutenden geopolitischen Ereignisse gemeldet, und es scheint, als ob Washington und Teheran eher zum Schein Gespräche führen. Die Aussichten auf ein tragfähiges Friedensabkommen bleiben äußerst gering.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Montag ist lediglich die Rede von Christine Lagarde zu erwähnen. In der vergangenen Woche fanden jedoch bereits am Mittwoch die FOMC-Sitzung und am Donnerstag die Sitzungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England statt. Wir haben erfahren, dass die Federal Reserve nicht geneigt ist, die Geldpolitik im Jahr 2026 zu ändern, während EZB und BoE einen abwartenden Ansatz verfolgen und sich angesichts der steigenden Inflation nicht übermäßig besorgt zeigen. Sie rechnen mit einem Ende des Konflikts im Nahen Osten und mit einer Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus. EZB und BoE sind bereit, im Sommer die Leitzinsen anzuheben, falls es zwingend erforderlich wird, die Fed hingegen nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass Christine Lagarde nur drei Tage nach der Sitzung der Zentralbank grundlegend neue Informationen liefern wird.
Der geopolitische Hintergrund erstaunt weiterhin durch sein hohes Maß an Unsicherheit, was die Zentralbanken zögern lässt, bevor sie wichtige Entscheidungen zur Geldpolitik treffen. Der Krieg im Nahen Osten könnte wieder aufflammen, wenn kein Abkommen zwischen dem Iran und den USA zustande kommt. Ein Abkommen kann nicht unterzeichnet werden, wenn der Iran nicht einmal einer zweiten Verhandlungsrunde zustimmt – zumal die Straße von Hormus für den Iran weiterhin blockiert ist. Die Ölexporte des Landes sind blockiert, und dies könnte eine Wiederaufnahme des Konflikts auslösen.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am ersten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare erneut eher träge gehandelt werden. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1745–1,1754 gehandelt werden, während das Britische Pfund in der Spanne von 1,3587–1,3598 gehandelt werden kann. Die Korrektur beim Euro hält an, während das Britische Pfund sein lokales Hoch bereits überschritten hat und den Anstieg möglicherweise fortsetzen kann. Die Aufwärtstrends bleiben für beide Währungspaare intakt.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zur Bildung des Signals (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je weniger Zeit dafür benötigt wurde, desto stärker ist das Signal.
- Wenn in der Nähe eines bestimmten Niveaus zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Paar viele Fehlsignale oder gar keine generieren. Technische Niveaus können dann ignoriert werden.
- Auf dem Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even gesetzt werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen oder als Quellen von Signalen fungieren.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt oder der Markt ganz verlassen werden, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines soliden Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
