Gestern schlossen die Aktienindizes mit deutlichen Gewinnen. Der S&P 500 stieg um 0,81 %, während der Nasdaq 100 um 1,03 % zulegte. Der Dow Jones Industrial Average erhöhte sich um 0,73 %.

Heute erreichten die Aktienmärkte in Asien Rekordstände, während die Ölpreise einbrachen, nachdem US-Präsident Donald Trump über Fortschritte in den Gesprächen zu einem Abkommen mit dem Iran berichtet hatte. Die Hoffnung auf eine mögliche Deeskalation im Nahen Osten, kombiniert mit einer wiederauflebenden Nachfrage nach Technologiewerten, sorgte für starken Rückenwind an den globalen Märkten.
Der MSCI Asia-Pacific Index legte beeindruckende 2,5 % zu und erreichte ein Rekordniveau. Technologiewerte führten die Aufwärtsbewegung an, da die Anlegernachfrage nach Investments in den Bereich KI wieder aufflammte. Besonders hervor stach Südkorea: Der KOSPI schnellte um mehr als 6 % nach oben und markierte ebenfalls ein Rekordhoch. Samsung Electronics Co. gewann 15 % hinzu und trieb seine Marktkapitalisierung erstmals über die Marke von 1 Billion US-Dollar – erst das zweite asiatische Unternehmen, dem dieser Meilenstein gelingt.
Die positive Stimmung wurde zusätzlich durch besser als erwartete Quartalsberichte von Advanced Micro Devices Inc. und Super Micro Computer Inc. gestützt. Bereits heute legten die Nasdaq-100-Futures um rund 0,7 % zu, und für europäische Aktien wurde ein Eröffnungsplus von etwa 0,8 % erwartet.
Andernorts gab der Ölpreis nach. Brent reagierte auf die Nachrichten aus dem Weißen Haus mit einem kräftigen Rückgang um 1,1 % und fiel unter 109 US-Dollar je Barrel. Trumps Kommentare zu Fortschritten mit dem Iran milderten Befürchtungen über Angebotsunterbrechungen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus. Der Rückgang des Ölpreises schürte bei Anlegern die Erwartungen auf nachlassenden Inflationsdruck und ein robusteres Wirtschaftswachstum infolge sinkender Energiekosten.
Am Devisenmarkt ging es turbulent zu. Der japanische Yen sprang um mehr als 1 % auf etwa 155,85 je US-Dollar, angetrieben von einer Fortsetzung der jüngsten Interventionen der japanischen Behörden am Währungsmarkt. Zur Erinnerung: Ende April war das japanische Finanzministerium erstmals im Jahr 2024 am Markt eingeschritten, um den Yen zu stützen, was intraday zu einem Sprung von rund 3 % führte. Die psychologisch wichtige Marke von 155,50 bleibt eine rote Linie.
Die Stimmung unter den Händlern ist dennoch gemischt. Paradoxerweise erhöhen Marktteilnehmer zugleich ihre Wetten darauf, dass der nächste Schritt der Fed eher eine Zinserhöhung als eine Senkung sein könnte – eine ungewöhnliche Positionierung im Umfeld eines schwächeren US-Dollar.

Was das technische Bild des S&P 500 angeht, besteht die Hauptaufgabe der Käufer heute darin, den nächstgelegenen Widerstandsbereich bei 7.300 USD zu überwinden. Das würde dem Index Aufwärtsdynamik verschaffen und könnte den Weg für einen Anstieg auf 7.319 USD ebnen. Ebenso wichtig für die Bullen ist die Verteidigung der Marke von 7.339 USD, was die Position der Käufer stärken würde. Kommt es vor dem Hintergrund nachlassender Risikobereitschaft zu einer Abwärtsbewegung, müssen die Käufer den Bereich um 7.279 USD verteidigen. Ein Bruch unter dieses Niveau dürfte das Instrument wahrscheinlich zurück in Richtung 7.256 USD drücken und könnte den Weg in Richtung 7.233 USD freimachen.
