
Am Mittwoch setzte das Währungspaar USD/CHF seine Talfahrt fort. Der US-Dollar steht unter Druck, da das Marktumfeld für Risikoanlagen derzeit günstiger ist.

Der Rückgang des Wechselkurses steht im Zusammenhang mit wachsender Zuversicht in Bezug auf eine mögliche Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Laut Axios stehen Washington und Teheran kurz davor, ein Memorandum of Understanding zu unterzeichnen, das als Grundlage für künftige Gespräche über das Nuklearprogramm dienen soll. Diese Zuversicht verringert das Interesse an sicheren Häfen, zu denen traditionell auch der US‑Dollar gehört.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass die vor fast einem Monat vereinbarte Waffenruhe weiterhin in Kraft sei, während Außenminister Marco Rubio mitteilte, dass die offensiven US-Operationen beendet wurden. Präsident Donald Trump kündigte außerdem eine vorübergehende Aussetzung der Begleitschutzoperationen für Schiffe in der Straße von Hormus an, um die Chancen auf eine Einigung mit dem Iran zu prüfen.
Am Mittwoch warnte Trump jedoch: „Wenn der Iran einem Abkommen nicht zustimmt, werden die Bombardierungen wieder aufgenommen – und zwar auf einem deutlich höheren Niveau“, was die weitere Verbesserung der Marktstimmung begrenzte.
Mit Blick auf die makroökonomischen Daten zeigte der ADP-Bericht, dass der US-Privatsektor im April 109.000 Arbeitsplätze geschaffen hat und damit die Markterwartung von 99.000 übertraf. Trotz der besseren Daten steht der US‑Dollar weiter unter Druck, da die Risikobereitschaft der Anleger zunimmt.
In der Schweiz zeigten die Daten, dass sich die jährliche Inflationsrate im April auf 0,6 % beschleunigte, nach 0,3 % im März, und damit die Jahresprognose der SNB von 0,5 % leicht übertraf. Haupttreiber der Inflation war der Anstieg der Energiepreise, ausgelöst durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.
Aus technischer Sicht ist der jüngste Kursrückgang unter die 100‑Tage‑SMA ein positives Signal für die Bären. Die Kurse fanden zunächst Unterstützung bei 0,7770, konnten dieses Niveau jedoch nicht halten; die nächste Unterstützung könnte bei 0,7745 liegen. Die Oszillatoren sind negativ und deuten damit auf einen Vorteil für die Bären hin. Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US‑Dollars gegenüber den am Mittwoch gelisteten Hauptwährungen. Am deutlichsten ist die Aufwertung des Dollars gegenüber dem kanadischen Dollar.
