Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Donnerstag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte terminiert, und keiner davon ist bedeutend. In Deutschland und der EU werden die zweiten Schätzungen der Geschäftsaktivitätsindizes für den Dienstleistungssektor veröffentlicht; in der Eurozone stehen die Einzelhandelsumsätze an; und in den USA werden die Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe publiziert. In den letzten 2,5 Monaten hat der Markt viele weitaus wichtigere Berichte ignoriert, und morgen werden in den USA die Daten zur Arbeitslosigkeit und zu den Nonfarm Payrolls veröffentlicht. Daher erwarten wir heute keine Reaktion auf den makroökonomischen Hintergrund.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Zu den wichtigsten Ereignissen am Dienstag zählen die Auftritte von Vertretern der Europäischen Zentralbank (Lane, de Guindos, Schnabel) und der Federal Reserve (Hammack, Williams). In der vergangenen Woche fanden jedoch bereits die Sitzungen der Fed, der EZB und der Bank of England statt, sodass den Tradern die geldpolitischen Positionen aller Notenbanken bereits bekannt sind. Wir haben erfahren, dass die Fed nicht geneigt ist, ihre Geldpolitik im Jahr 2026 zu ändern, während EZB und BoE eine abwartende Haltung einnehmen und sich wegen der steigenden Inflation nicht allzu große Sorgen machen. Sie setzen auf ein Ende des Konflikts im Nahen Osten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. EZB und BoE sind bereit, im Sommer die Leitzinsen anzuheben, falls dies zwingend erforderlich sein sollte, die Fed hingegen nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Positionen der Zentralbankvertreter in der vergangenen Woche verändert haben.
Der geopolitische Hintergrund beginnt sich zu verschieben, doch leider sagen die Worte das eine, während die Fakten etwas anderes zeigen. Offiziell stehen Iran und die USA kurz davor, ein vorläufiges Abkommen zu unterzeichnen, das einen vollständigen Waffenstillstand ermöglichen, den Prozess zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus einleiten und die Bedingungen für einen langfristigen Frieden im Nahen Osten koordinieren würde. Vor Ort jedoch bombardierte Iran am Montag und Dienstag die VAE und griff amerikanische Zerstörer an, während die US-Flotte mehrere iranische Boote im Persischen Golf zerstörte.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am vorletzten Handelstag der Woche werden sich beide Währungspaare, sofern aus dem Nahen Osten keine neuen Meldungen kommen, im Wesentlichen nur an der "reinen" Technik orientieren. Tatsächlich bewegen sich sowohl der Euro als auch das Pfund seit mehreren Wochen in einer Seitwärtsrange, und der Markt reagiert auf Nachrichten nur sehr träge. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1745–1,1754 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3587–1,3598 gehandelt werden kann. Die Volatilität könnte heute gering ausfallen.
Hauptrichtlinien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch des Levels) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn in der Nähe eines Levels aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale erzeugen. Technische Levels können dann vernachlässigt werden.
- Auf dem Stunden‑Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was in den Charts zu sehen ist:
Kurslevels (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die als Kursziele bei Eröffnung von Kauf- oder Verkaufstrades dienen oder als Signalquellen fungieren.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung kennzeichnen, in die derzeit bevorzugt gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares wesentlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung möglichst vorsichtig gehandelt oder der Markt verlassen werden, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines soliden Money-Managements ist entscheidend für langfristigen Handelserfolg.
