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FX.co ★ EUR/USD Analyse – 7. Mai: Der Markt wartet auf Arbeitsmarktdaten

EUR/USD Analyse – 7. Mai: Der Markt wartet auf Arbeitsmarktdaten

EUR/USD Analyse – 7. Mai: Der Markt wartet auf Arbeitsmarktdaten

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart für EUR/USD hat sein Erscheinungsbild verändert. Vom Abbruch des Aufwärtstrendabschnitts (im unteren Chart dargestellt), der im Januar vergangenen Jahres begonnen hat, kann zwar weiterhin keine Rede sein, doch die Trendstruktur wirkt nun ausgesprochen uneindeutig. In solchen Situationen empfehle ich immer, auf einen niedrigeren Zeitrahmen (oberer Chart) zu wechseln und die einfachsten, kleinteiligsten Wellenstrukturen zu analysieren, um kurzfristige Prognosen zu erstellen, die für das Eröffnen von Positionen ausreichen.

Wellenstrukturen können sehr komplex werden und zahlreiche mögliche Szenarien zulassen. Am einfachsten ist es, standardisierte „Fünf-Drei“-Formationen zu handeln.

Im oberen Chart lässt sich eine klassische fünfwellige Impulsstruktur mit einer verlängerten dritten Welle erkennen. Nach Abschluss dieser Struktur begann der Markt mit der Ausbildung eines Korrekturmusters, das aus mindestens drei Wellen besteht. Drei Wellen haben wir bereits gesehen, daher dürfte der Markt sich in naher Zukunft auf die Ausbildung von mindestens einer weiteren abwärtsgerichteten Korrekturwelle konzentrieren. Der weitere Verlauf wird von der Geopolitik abhängen: Entweder die Aufwärtsstruktur wird komplexer, oder ein neuer abwärtsgerichteter Trendabschnitt beginnt.

Das Währungspaar EUR/USD legte in der Sitzung am Donnerstag um 20 Basispunkte zu, während die Volatilität erneut nahezu zum Erliegen kam. Wichtige Berichte oder Nachrichten wurden im Tagesverlauf nicht veröffentlicht, weshalb die Apathie der Marktteilnehmer nachvollziehbar ist. Der Markt befindet sich abermals im Wartemodus.

Händler warten auf Entwicklungen im Nahen Osten, auf Arbeitsmarktdaten, auf das Auftreten von Kevin Warsh oder auf eine neue Eskalation des Handelskonflikts zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Wie man sieht, gibt es zahlreiche Themen, über die man sprechen kann, doch ich konzentriere mich lieber auf die aktuell wichtigsten. Im Moment stehen zwei Kernthemen im Vordergrund.

Nach einem äußerst positiven Mittwoch, an dem viele Medien und „Insider“ den Markt beinahe davon überzeugt hatten, dass Teheran und Washington bereit seien, eine Art Memorandum zu unterzeichnen, verging der Donnerstag ohne jede Bestätigung dieser Geschichte.

Zur Erinnerung: Nach Einschätzung eher unabhängiger Ökonomen und Analysten – also jener, die ihre Schlussfolgerungen nicht ausschließlich auf anonyme Insiderinformationen stützen – bleibt die Frage des iranischen Nuklearprogramms weiterhin das schwierigste Thema, und die Parteien sind nach wie vor weit von einem Konsens entfernt. Daher könnte das Abkommen jederzeit scheitern, so wie Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Delegationen in der Vergangenheit wiederholt geplatzt sind.

Dieses Thema ist in seiner Bedeutung nach wie vor unerreicht. Selbst wenn die aktuelle Aufmerksamkeit des Marktes stark auf die Geopolitik gerichtet ist, bleiben der Nonfarm-Payrolls-Bericht und die Arbeitslosenquote stets wichtig. Und im vergangenen Jahr waren sie zudem durchweg schwer vorhersehbar.

Zur Erinnerung: Im gesamten Jahr 2025 wurden in den Vereinigten Staaten nur rund 200.000 Arbeitsplätze geschaffen, während das Bureau of Labor Statistics frühere Berichte fortlaufend nach unten revidiert hat. Der Beginn des neuen Jahres sah zwar positiver, aber uneinheitlich aus. Die April-Zahlen zu den Payrolls sollten helfen, den Trend zu bestimmen, der sich in diesem Jahr herausbildet.

EUR/USD Analyse – 7. Mai: Der Markt wartet auf Arbeitsmarktdaten

Gesamtfazit

Auf Grundlage meiner EUR/USD-Analyse komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument sich weiterhin in einem Aufwärtstrendabschnitt befindet (unterer Chart), während es sich kurzfristig innerhalb einer Korrekturstruktur bewegt. Die Korrekturwellenfolge wirkt weitgehend abgeschlossen und könnte sich nur dann weiter verkomplizieren und verlängern, wenn sich die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter verbessert.

Andernfalls könnte sich von den aktuellen Niveaus aus ein neuer abwärtsgerichteter Trendabschnitt entwickeln. Die Korrekturwelle haben wir bereits gesehen, und ich erwarte von den aktuellen Niveaus aus eine neue Aufwärtsbewegung mit Zielen im Bereich von 1,1900.

Im niedrigeren Zeitrahmen ist der gesamte Aufwärtstrendabschnitt sichtbar. Die Wellenstruktur ist nicht ganz standardisiert, da sich die Korrekturwellen in ihrer Größe unterscheiden. So ist beispielsweise die größere Welle 2 kleiner als die interne Welle 2 innerhalb der Welle 3. Auch das kommt vor.

Zur Erinnerung: Am besten ist es, sich auf klare und gut nachvollziehbare Strukturen im Chart zu konzentrieren, statt zu versuchen, jede einzelne Welle zu kennzeichnen. Die jüngsten Wellen lassen sich nur schwer exakt bestimmen, daher stützt sich meine Analyse stärker auf den höheren Zeitrahmen.

Grundprinzipien meiner Analyse

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und verständlich sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und ändern sich häufig unerwartet.
  2. Wenn keine ausreichende Sicherheit über die Marktlage besteht, ist es besser, außerhalb des Marktes zu bleiben.
  3. Absolute Gewissheit über die Marktrichtung gibt es nie. Denken Sie stets daran, Stop-Loss-Orders zum Schutz zu verwenden.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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