Handelsanalyse für Donnerstag:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD versuchte am Donnerstag, seine Aufwärtsbewegung fortzusetzen, doch bis zum Ende des Tages gaben die Käufer ihre Positionen erneut auf. Insgesamt haben wir in den vergangenen drei Wochen Bewegungen beobachtet, die einem Seitwärtsmarkt ähneln. Es gibt eine minimale Aufwärtsneigung, diese ist jedoch recht schwach ausgeprägt. Die europäische Währung ist nach wie vor nicht in der Lage, einen Aufwärtsimpuls zu erzeugen, da es an positiven, faktenbasierten geopolitischen Nachrichten fehlt. Zu Beginn der Woche wurden die Kampfhandlungen im Nahen Osten wiederaufgenommen, und bis Mittwoch kündigte Donald Trump die baldige Unterzeichnung eines Memorandums über einen vorübergehenden Waffenstillstand und ein gegenseitiges Einvernehmen an, das die Freigabe der Straße von Hormus ermöglichen und als Grundlage für ein umfassendes Abkommen mit Iran dienen soll. Iran hat Trumps Aussagen jedoch nicht bestätigt. Teheran bestreitet zwar nicht, dass Verhandlungen stattfinden, beharrt aber weiterhin darauf, dass jedes Abkommen für beide Seiten fair sein müsse und nicht nur für Trump. Daher zögert der Markt, den Dollar zu verkaufen und Risikowährungen zu kaufen.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Donnerstag zwei Handelssignale. Während der europäischen Handelssitzung prallte das Paar von der Zone 1,1745–1,1754 nach oben ab, wodurch Trader Long-Positionen eröffnen konnten. Später am Abend konsolidierte sich der Kurs unterhalb dieser Zone, was die Eröffnung von Short-Positionen ermöglichte. Da die Volatilität gering war, brachten beide Trades jedoch keine nennenswerten Gewinne. Die Short-Position konnte allerdings auf Freitag übertragen werden. Für heute werden volatilere Bewegungen erwartet.
Wie man am Freitag handelt:
Im Stundenchart bleibt der Aufwärtstrend intakt, aber der Euro bewegt sich seit drei Wochen in einer Seitwärtsrange. Die geopolitische Lage verbessert sich nicht und kann sich jederzeit verschärfen. Die Welt rechnet kaum mit einem echten Waffenstillstand zwischen Iran und Amerika und lernt, ohne Öl aus dem Nahen Osten auszukommen. Daher ist es unrealistisch, eine deutliche Stärkung des Dollars zu erwarten. Im besten Fall setzt sich die Korrektur fort, die wir seit einem Monat beobachten.
Am Freitag können Anfänger im Markt in Short-Positionen bleiben, mit Zielbereich 1,1655–1,1666, da sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,1745–1,1754 gefestigt hat. Neue Kaufpositionen können in Betracht gezogen werden, wenn sich der Preis oberhalb der Zone 1,1745–1,1754 festsetzt, mit Ziel 1,1830–1,1837.
Im 5-Minuten-Chart sollten folgende Marken berücksichtigt werden: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Freitag werden in Deutschland die Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht, während in den USA die Nonfarm Payrolls, die Arbeitslosenquote, der Lohnbericht sowie der Michigan Consumer Sentiment Index erscheinen.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch des Levels) benötigt wurde. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.
- Wenn in der Nähe eines Levels zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale erzeugen. Technische Marken können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Was auf den Charts zu sehen ist:
Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Käufen oder Verkäufen dienen oder von denen Signale ausgehen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung das Handeln derzeit vorzuziehen ist.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher besonders vorsichtig gehandelt oder der Markt ganz gemieden werden, um eine scharfe Umkehr der Kurse gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines durchdachten Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.
