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FX.co ★ Marktstark wie ein Bulle

Marktstark wie ein Bulle

Der Markt steigt weiter und nutzt jede Nachricht – ob schlecht oder gut – als Treibstoff für neue Rekordhochs. Der S&P 500 legte nach einem Anstieg der Nonfarm Payrolls um 115.000 im April und angesichts von Gerüchten über eine Deeskalation im Nahen Osten zu. Leider bezeichnete Donald Trump den Vorschlag des Iran als völlig inakzeptabel, was das Risiko einer Abwärtslücke zur Markteröffnung für den breiten Index erhöht.

Mitunter ist es profitabler, Spitzhacken und Schaufeln herzustellen, als sie zu benutzen. Seit Beginn des AI-Booms haben Anleger auf die Magnificent Seven gesetzt, doch in den vergangenen sechs Monaten sind die Chiphersteller in den Vordergrund gerückt. Sie erzielen enorme Umsätze, vor allem weil Halbleiter knapp sind – eine Situation, die durch die Störung in der Straße von Hormus noch verschärft wird.

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Wenn die Nachfrage riesig ist und das Angebot begrenzt, ist ein Preisanstieg vorprogrammiert. Diese Berichtssaison ist außergewöhnlich: Die Unternehmensgewinne im S&P 500 sind seit dem 1. Quartal 2026 nicht mehr so stark gewachsen. Daumen hoch für die Chiphersteller!

Auffällige Entwicklungen wecken die Aufmerksamkeit der Großbanken. Bank of America hebt hervor, dass der S&P 500 kurz davor steht, zum vierten Jahr in Folge zwölf Monate mit zweistelligen Zuwächsen zu verzeichnen. Das ist in der Geschichte nur zweimal vorgekommen – nach dem Zweiten Weltkrieg (im Überschwang des Friedens) und während des Dotcom-Booms der späten 1990er-Jahre.

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Beide Szenarien sind nun möglich. Anleger haben sich auf die Vorstellung eingelassen, dass der Konflikt im Nahen Osten vorbei ist, obwohl er andauert. Zudem könnten die tiefgreifenden Spannungen zwischen den USA und Iran eine erneute geopolitische Eskalation auslösen, höhere Ölpreise nach sich ziehen und die Renditen von US-Staatsanleihen steigen lassen, wenn die Märkte eine Straffung der Fed einpreisen.

Dennoch scheint es, als hätte sich der US-Aktienmarkt an eine neue Realität angepasst: Brent bei rund 100 $/bbl und Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen nahe 5 %. Anleger kaufen weiterhin Kursrückgänge aus klassischer FOMO-Mentalität. Die US-Wirtschaft hält sich trotz Zöllen des Weißen Hauses, hoher Finanzierungskosten und steigender Benzinpreise. Das BIP wächst weiter, und die Federal Reserve hat eine Lockerung der Geldpolitik nicht ausgeschlossen.

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Warum nicht FOMO – die Angst, etwas zu verpassen – einfach annehmen? Sie treibt den breiten Index nach Norden.

Technisch bleibt das Tageschart des S&P 500 bullisch. Eine Abwärtslücke zur Markteröffnung ist durchaus möglich, aber ein Abprall von der Unterstützung am Pivot-Level nahe 7.315 oder eine Rückkehr über den Widerstand bei 7.365 würde eine Grundlage für den Aufbau von Long-Positionen im breiten Index liefern.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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