Handelsanalyse und Trading-Empfehlungen für das britische Pfund
Ein Test der Marke von 1,3590 erfolgte in dem Moment, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen. Das bestätigte einen gültigen Einstiegspunkt für Käufe im Pfund. In der Folge stieg das Währungspaar um 20 Punkte.
In einem Umfeld ohne nennenswerte Nachrichten zeigen Händler eine geringere Aktivität, wovon spekulative Käufer profitieren. Trotz der heutigen Aussage der Vertreterin der Bank of England, Megan Greene, wonach es besser sei, zunächst abzuwarten, wie sich der Krieg mit Iran entwickelt, bevor Entscheidungen über Zinserhöhungen getroffen werden, konnte sich das Pfund nach dem morgendlichen, durch Nachrichten aus dem Nahen Osten ausgelösten Ausverkauf leicht erholen. Greene warnte, dass die Inflationsrisiken weiterhin nach oben gerichtet seien und dass die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung bereits ins Stocken geraten seien, bevor der militärische Konflikt begonnen habe. Dennoch haben es die geldpolitischen Entscheidungsträger mit Zinserhöhungen nicht eilig.
Im Fokus stehen nun die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser in den USA, die heute veröffentlicht werden und traditionell ein wichtiger Indikator für den Verbrauchersektor und die allgemeine Verfassung der Wirtschaft sind. Angesichts des aktuellen Umfelds dürfte ihr Einfluss auf die kurzfristigen Marktbewegungen jedoch begrenzt bleiben. Es ist zu erwarten, dass die Zahlen Entwicklungen widerspiegeln, die vom Markt bereits eingepreist wurden, und daher kaum grundlegend neue Informationen liefern, die heftige Positionsumschichtungen auslösen könnten.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich hauptsächlich auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund heute bei einem Einstiegspunkt um 1,3611 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel im Bereich von 1,3644 (dickere grüne Linie im Chart). Um 1,3644 herum werde ich Kaufpositionen schließen und im Gegenzug Verkaufspositionen eröffnen (mit einer erwarteten Gegenbewegung von 30–35 Punkten). Ein Anstieg des Pfunds ist heute nur bei schwachen US-Daten möglich. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort nach oben zu drehen.
Szenario Nr. 2: Ich ziehe zudem Käufe des Pfunds in Betracht, wenn das Niveau von 1,3590 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Aufwärtsumkehr auslösen. Ein Anstieg in Richtung 1,3611 und 1,3644 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund zu verkaufen, nachdem die Marke von 1,3590 (rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wurde, was zu einem schnellen Rückgang führen sollte. Das wichtigste Ziel für Verkäufer liegt bei 1,3549; dort werde ich Short-Positionen schließen und sofort im Gegenzug Kaufpositionen eröffnen (mit einer erwarteten Erholung von 20–25 Punkten). Der Verkaufsdruck könnte heute zurückkehren, falls die US-Daten stark ausfallen. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich ziehe außerdem Verkäufe des Pfunds in Betracht, wenn das Niveau von 1,3611 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Ein Rückgang in Richtung 1,3590 und 1,3549 ist dann zu erwarten.

Auf dem Chart ist Folgendes dargestellt:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Instruments
- Breite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Level bzw. -Bereich für Gewinnmitnahmen, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Instruments
- Breite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Level bzw. -Bereich für Gewinnmitnahmen, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- MACD-Indikator – Handelsentscheidungen sollten überkaufte und überverkaufte Zonen berücksichtigen
Wichtiger Hinweis: Unerfahrene Forex-Trader sollten beim Markteintritt sehr vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, ganz aus dem Markt zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenereignissen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Risikomanagement anwenden und mit großen Positionsgrößen handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind per Definition eine verlustreiche Intraday-Strategie.
