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FX.co ★ EUR/USD Analyse – 11. Mai: Der Schock war nur von kurzer Dauer

EUR/USD Analyse – 11. Mai: Der Schock war nur von kurzer Dauer

EUR/USD Analyse – 11. Mai: Der Schock war nur von kurzer Dauer

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart für EUR/USD hat sich etwas verändert. Es gibt nach wie vor keinen Hinweis auf eine Aufhebung des bullischen Trendsegments (im unteren Chart dargestellt), das im Januar vergangenen Jahres begonnen hat, doch die Trendstruktur wirkt nun sehr uneindeutig. In solchen Situationen empfehle ich stets, auf einen niedrigeren Zeitrahmen (oberer Chart) zu wechseln und sich auf die einfachsten und kleinsten Wellenstrukturen zu konzentrieren, um eine kurzfristige Prognose zu erstellen, die für das Eröffnen von Trades ausreicht. Wellenstrukturen können äußerst komplex werden und viele mögliche Szenarien zulassen. Am einfachsten ist es, Standardmuster vom Typ „fünf-drei“ zu handeln.

Im obigen Chart lässt sich eine klassische fünfwellige Impulsstruktur mit erweiterter dritter Welle erkennen. Nach dem Abschluss dieser Struktur begann sich eine korrektive Sequenz von mindestens drei Wellen zu bilden. Allerdings nimmt diese Struktur derzeit ein impulsives, fünfteiliges Erscheinungsbild an, was völlig akzeptabel ist. Daher erwarte ich nun die Ausbildung einer Welle 5 mit Kurszielen im Bereich der Marke von 1,1900. Anschließend ist mit einer Korrektur zu rechnen, gefolgt von einer weiteren Aufwärtsbewegung.

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Montag gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag per Saldo keine Veränderung. Dennoch war die Marktaktivität heute relativ hoch. Der Grund dafür war, dass die neue Woche mit zwei geopolitischen Entwicklungen begann, die für den Euro kaum als positiv gelten können.

Zum einen endete eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Teheran und Washington ergebnislos, da die Seiten die jeweiligen Vorschläge zur Beendigung des Krieges ablehnten. Zum anderen kam es am Wochenende zu neuen Angriffen der VAE auf Iran sowie zu weiteren Attacken von US-Zerstörern auf iranische Häfen und Schiffe. Wie schon in den vorangegangenen Fällen in der letzten Woche wirkten diese Angriffe eher ungewöhnlich. Es scheint, als wollten beide Seiten in erster Linie Stärke demonstrieren und ihre mangelnde Kompromissbereitschaft zeigen. Mit anderen Worten: Keiner dieser Angriffe hat zu einer echten Eskalation des Konflikts geführt. Die Seiten tauschen Schläge aus und verkünden anschließend, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Infolgedessen begann die Woche mit einem Rückgang des Paares vor dem Hintergrund steigender geopolitischer Spannungen, doch bereits am Morgen setzte bei EUR/USD eine Erholung ein, und während der US-Sitzung machte das Paar seine Verluste vollständig wett, da es zu keiner tatsächlichen Eskalation kam.

Was war am Montag sonst noch bemerkenswert? Im Grunde nichts Wesentliches. Der Wirtschaftskalender der Eurozone war leer, gleichzeitig beginnt sich der Markt jedoch allmählich auf die nächste EZB-Sitzung vorzubereiten, auf der die Zinsen angesichts der steigenden Inflation angehoben werden könnten. Da der geopolitische Konflikt weiterhin eher einen Deeskalationspfad zu verfolgen scheint, sich die EZB auf eine straffere Geldpolitik vorbereitet und die US-Wirtschaft nach wie vor keine überzeugenden Ergebnisse liefert, gehe ich davon aus, dass die Nachfrage nach dem Euro weiter zunehmen wird.

Bereits am Freitag ignorierte der Markt die wichtigen Nonfarm Payrolls und die Arbeitslosenquote vollständig, was an sich schon ein Signal darstellt – der Markt bleibt grundsätzlich auf weitere Euro-Käufe ausgerichtet.

EUR/USD Analyse – 11. Mai: Der Schock war nur von kurzer Dauer

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Grundlage der EUR/USD-Analyse komme ich zu dem Schluss, dass das Paar sich weiterhin in einem bullischen Trendsegment (unterer Chart) befindet, während es sich kurzfristig in einer korrektiven Struktur bewegt. Die korrektive Wellenfolge wirkt weitgehend abgeschlossen, könnte sich jedoch noch zu einer komplexeren und länger andauernden Formation ausweiten. Das geopolitische Umfeld im Nahen Osten verbessert sich weiter, was der Hauptgrund für den Optimismus der Käufer ist. Ich erwarte eine weitere Aufwärtsbewegung des Instruments mit Zielen im Bereich der Marke von 1,1900.

Im Chart mit niedrigerem Zeitrahmen ist das gesamte bullische Trendsegment sichtbar. Die Wellenstruktur ist nicht ganz standardmäßig, da die Korrekturwellen in ihrer Größe deutlich variieren. So ist beispielsweise die höhergradige Welle 2 kleiner als die interne Welle 2 innerhalb der Welle 3. Solche Konstellationen kommen jedoch vor. Ich möchte Händler daran erinnern, dass es am besten ist, sich auf klare und gut erkennbare Strukturen in den Charts zu konzentrieren, anstatt zu versuchen, jede einzelne Welle zu identifizieren. Die jüngsten Wellen lassen sich nur schwer eindeutig klassifizieren, weshalb sich meine Analyse stärker auf den höheren Zeitrahmen stützt.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und ändern sich häufig.
  2. Wenn keine hinreichende Sicherheit über die aktuelle Marktlage besteht, ist es besser, dem Markt fernzubleiben.
  3. Absolute Gewissheit über die Marktrichtung gibt es nie. Verwenden Sie immer schützende Stop-Loss-Orders.
  4. Die Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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