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FX.co ★ GBP/USD Analyse – 11. Mai: Das Pfund sieht keinen Grund zur Panik

GBP/USD Analyse – 11. Mai: Das Pfund sieht keinen Grund zur Panik

GBP/USD Analyse – 11. Mai: Das Pfund sieht keinen Grund zur Panik

Das Wellenmuster für GBP/USD signalisiert weiterhin die Bildung eines bullischen Trendsegments (unteres Chart), während die Struktur, die kurzfristig zunächst als korrektiv interpretiert wurde, nun als impulsiv angesehen wird. Folglich befinden sich beide wichtigen Währungspaare derzeit in bullischen Wellenformationen. Der Euro und das Pfund wurden durch die seit einem Monat andauernde Waffenruhe im Nahen Osten (mit wenigen Ausnahmen) gestützt, die nach wie vor gute Chancen hat, zur Grundlage eines vollwertigen Friedensabkommens zu werden. Das Vertrauen in eine letztendliche Lösung des Konflikts verringert die Nachfrage nach dem als sicher geltenden US‑Dollar, den der Markt nicht mehr als notwendig ansieht, sofern die Kampfhandlungen nicht wieder aufflammen.

Die jüngste Aufwärtswelle hat die Form einer Fünf-Wellen-Struktur angenommen, und Welle 5 könnte ihre Entwicklung in naher Zukunft abschließen. Trifft dies zu, sollte ihr mindestens eine dreiwellige Korrekturstruktur folgen. Viel wird von den weiteren Entwicklungen im Nahen Osten abhängen. Kommt es zu keiner neuen Eskalation und arbeiten Teheran und Washington weiter auf ein endgültiges Waffenstillstandsabkommen hin, dürfte sich die Aufwärtsbewegung des Paares nach der Korrektur mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Das Währungspaar GBP/USD beendete den Montag ebenfalls unverändert und zeigte aufgrund der geopolitischen Entwicklungen eine vergleichsweise breite Handelsspanne. Das Pfund spiegelte die Bewegungen des Euro vollständig wider, da der Markt heute nahezu ausschließlich vom Sentiment gegenüber dem Dollar gesteuert wurde. Zunächst wurde der Dollar aktiv gekauft, da Händler zum dritten Mal innerhalb der letzten sieben Tage erneut mit einem Zusammenbruch der Waffenruhe und einer Wiederaufnahme der Kriegshandlungen rechneten. Später wurde der Dollar kräftig verkauft, nachdem es zu keiner Eskalation kam und Teheran sowie Washington ihre Absicht signalisierten, die Verhandlungen fortzusetzen.

Aus dem Vereinigten Königreich gab es heute abgesehen davon keine wichtigen Neuigkeiten, mit Ausnahme der Tatsache, dass die Partei von Premierminister Keir Starmer die Kommunalwahlen verloren hat. Der Handel am Nachmittag zeigte jedoch, dass der Markt dieses Ereignis weitgehend ignorierte, genauso wie er die soliden Daten zum US‑Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit ignorierte.

Auf Basis all dieser Faktoren sind derzeit zwei Szenarien denkbar. Erstens: Der Markt setzt die Käufe des Pfunds in Erwartung einer endgültigen Lösung des Konflikts im Nahen Osten fort. Zweitens: Der Markt erholt sich immer noch von dem Rückgang im Februar und März dieses Jahres und konzentriert sich ausschließlich darauf, den Wechselkurs auf das aus seiner Sicht faire Vorkriegsniveau zurückzuführen, während alle anderen Nachrichten weitgehend ausgeblendet werden.

In jedem Fall scheint die aktuelle bullische Wellenstruktur kurz vor ihrem Abschluss zu stehen. Daher rechne ich in naher Zukunft mit einem weiteren Aufwärtsimpuls, gefolgt von mindestens einer Korrekturwelle. Das bullische Trendsegment könnte sich deutlich ausdehnen, insbesondere wenn die Bank of England auf ihrer nächsten Sitzung beschließt, die Zinsen anzuheben. Es sei darauf hingewiesen, dass von der Federal Reserve diesen Sommer oder bis zum Jahresende keine weitere Straffung der Geldpolitik erwartet wird.

GBP/USD Analyse – 11. Mai: Das Pfund sieht keinen Grund zur Panik

Allgemeine Schlussfolgerungen

Das Wellenmuster für GBP/USD ist nach und nach klarer geworden, wie von mir erwartet. Auf den Charts ist nun eine deutlich erkennbare fünfwellige Aufwärtsstruktur zu sehen, die sich ihrem Abschluss nähern könnte. Sollte dies der Fall sein, dürfte nach dem Ende von Welle 5 eine Korrekturwellenfolge beginnen. Welle 5 könnte in der Nähe der Marke von 1,3699 enden, die dem 76,4‑%‑Fibonacci‑Retracement‑Level entspricht.

Setzt sich die geopolitische Entwicklung in Richtung eines langfristigen Friedensabkommens fort, könnte sich das bullische Trendsegment weiter verlängern. Somit wird die Kombination aus Wellenstruktur und geopolitischen Faktoren die Richtung des Pfunds in den kommenden Wochen bestimmen.

Die Wellenstruktur in den höheren Zeitrahmen sieht nahezu ideal aus, obwohl Welle 4 das Hoch von Welle 1 überschritten hat. Ich möchte Händler jedoch daran erinnern, dass perfekte Wellenstrukturen nur in Lehrbüchern existieren. In der Praxis ist die Situation deutlich komplexer. Welle 4 weist ein klassisches Drei-Wellen-Muster auf, was darauf hindeutet, dass nach ihrem Abschluss ein neuer, impulsiver Trendabschnitt begonnen hat.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und ändern sich häufig.
  2. Besteht keine hinreichende Sicherheit über die Marktlage, ist es besser, dem Markt fernzubleiben.
  3. Absolute Gewissheit über die Marktrichtung gibt es nie. Verwenden Sie immer Stop‑Loss‑Schutzorders.
  4. Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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