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FX.co ★ XAU/USD Kursanalyse und Prognose: Spannungen rund um Iran stützen den US-Dollar

XAU/USD Kursanalyse und Prognose: Spannungen rund um Iran stützen den US-Dollar

XAU/USD Kursanalyse und Prognose: Spannungen rund um Iran stützen den US-Dollar

Heute setzen die Goldpreise (XAU/USD) ihre untertägige Korrektur vom am Dienstag erreichten Dreiwochenhoch fort. Zu Beginn der europäischen Sitzung fielen die Notierungen unter die Marke von 4.700 US-Dollar, kehren derzeit jedoch wieder in diesen Bereich zurück. Der Rückgang bleibt begrenzt, da die Marktteilnehmer gespannt auf neue US-Daten zur Verbraucherpreisinflation warten.

Gleichzeitig werden die negativen Entwicklungen im Nahen Osten durch Sorgen über ein mögliches Scheitern eines Friedensabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran verstärkt, was die Stellung des US-Dollars als Reservewährung untermauert. Diplomatische Rückschläge halten die Ölpreise weiterhin auf hohem Niveau, schüren Inflationsrisiken und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Zentralbanken, einschließlich der US Federal Reserve, eine stärker „hawkishe“ Haltung beibehalten. All dies schafft Bedingungen für eine moderate Dollar-Stärkung, die wiederum die Aufwärtsbewegung beim Gold begrenzt.

Insbesondere hat der US-Präsident Donald Trump den Vorschlag des Iran zur Beendigung des mittlerweile seit mehr als zwei Monaten andauernden Konflikts abgelehnt. Grund dafür sind Meinungsverschiedenheiten über das iranische Atomprogramm sowie Spannungen rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus.

Darüber hinaus berichtete CNN, dass Trump aufgrund der anhaltenden Blockade dieser lebenswichtigen Wasserstraße zunehmend die Geduld verliert und unzufrieden damit ist, wie die iranische Seite die Waffenstillstandsverhandlungen führt. Einige Berater des Präsidenten weisen darauf hin, dass er nun ernsthafter die Möglichkeit einer Wiederaufnahme groß angelegter Militäroperationen in Betracht zieht. Dies schürt Befürchtungen einer neuen Eskalation des Konflikts und stärkt den US-Dollar weiter, was zusätzlichen Druck auf den Goldpreis ausübt.

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Unterdessen bewerten Händler weiterhin die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Federal Reserve vor Jahresende, die derzeit auf rund 25 % geschätzt wird. Diese Erwartungen halten sich vor dem Hintergrund der Sorge, dass der starke Anstieg der Energiepreise infolge des Konflikts erneut Inflationsdruck auslösen könnte. Daher richten Marktteilnehmer ihr Augenmerk nach wie vor auf den wichtigsten Indikator – den US-Verbraucherpreisindex (CPI), dessen Veröffentlichung voraussichtlich die Prognosen zur künftigen Fed-Politik sowie die Nachfrage nach dem US-Dollar beeinflussen wird. Die Erwartung einer restriktiven Ausrichtung der Fed stützt den Dollar jedoch weiterhin und trägt zum Intraday-Rückgang des Goldpreises von den Niveaus bei 4.775–4.774 US-Dollar bei. Das Ausbleiben einer anhaltenden Abwärtsbewegung mahnt jedoch zur Vorsicht, bevor Short-Positionen in Gold eröffnet werden.

Aus technischer Sicht zeigt das Währungspaar XAU/USD eine gewisse Robustheit unterhalb des 20-Tage-Simple-Moving-Average (SMA). Eine Rückkehr über die Marke von 4.700 US-Dollar dient den Bullen als Unterstützung. Gelingt es den Kursen nicht, dieses Niveau zu halten, liegt die nächste Unterstützung bei 4.645 US-Dollar, wo sich der 9-Tage-SMA befindet. Ein Ausbruch über die psychologisch wichtige Marke von 4.800 US-Dollar würde den Weg zum nächsten wichtigen Level bei 4.900 US-Dollar ebnen.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert weiterhin knapp über 50 und signalisiert damit eine moderat optimistische Marktstimmung, während das MACD-Histogramm knapp unter der Nulllinie schwankt.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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