Analyse der Trades und Handelstipps für die Gemeinschaftswährung Euro
Der Test des Kurses bei 1,1716 fiel mit dem Zeitpunkt zusammen, als der MACD-Indikator bereits deutlich über die Nulllinie gestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaars begrenzte. Der zweite Test bei 1,1716 löste Szenario Nr. 2 für den Verkauf von Euro aus und führte zu einem Rückgang des Paares um 15 Pips.
Der starke Rückgang des Euro gegenüber dem Dollar folgte auf den Bericht, dass der Producer Price Index (PPI) in den USA im April im Monatsvergleich um 1,4 % gestiegen ist. Im Jahresvergleich erreichte der Wert 6,0 %. Hauptverantwortlich dafür waren – wie erwartet – die Energiepreise: Rund drei Viertel des Anstiegs der Güterpreise wurden auf einen starken Anstieg der Energiepreise zurückgeführt – insbesondere stiegen die Benzinpreise um 15,6 %. Es wäre jedoch ein Fehler, alles ausschließlich auf den Krieg und die Situation in der Straße von Hormus zurückzuführen. Auch der Index für Dienstleistungen legte um 1,2 % zu – der höchste Wert seit März 2022 –, wobei zwei Drittel dieses Anstiegs auf eine Zunahme der Handelsaufschläge um 2,7 % zurückgingen. Dies zeigt, dass Tarifkosten zunehmend an die Verbraucher weitergegeben werden.
Die heutigen Daten zum Verbraucherpreisindex in Spanien dürften das Kräfteverhältnis am Markt kaum spürbar beeinflussen. Vor diesem Hintergrund wird der Euro relativ schwach bleiben, was zu einer neuen Verkaufswelle im Währungspaar EUR/USD führen könnte.
Was die Intraday-Strategie angeht, werde ich mich eher auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane heute Euro zu kaufen, sobald ein Einstiegskurs um 1,1722 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit dem Ziel eines Anstiegs bis 1,1747. Bei 1,1747 plane ich, den Markt zu verlassen und gleichzeitig Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt aus. Mit einem starken Anstieg des Euro ist nur nach guten Nachrichten aus der Eurozone zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke 1,1708 gibt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtswende am Markt führen. Ein Anstieg in Richtung der Gegenmarken 1,1722 und 1,1747 ist zu erwarten.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro nach Erreichen des Niveaus von 1,1708 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, mit dem Ziel eines Rückgangs bis 1,1681. Dort plane ich, den Markt zu verlassen und unmittelbar in die Gegenrichtung zu kaufen, in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die entgegengesetzte Richtung vom Niveau aus. Der Druck auf das Währungspaar kann heute jederzeit zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke 1,1722 gibt und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtswende am Markt führen. Ein Rückgang in Richtung der Gegenmarken 1,1708 und 1,1681 ist zu erwarten.

Was im Chart zu sehen ist:
- Die dünne grüne Linie – Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Die dicke grüne Linie – ungefährer Kurs, auf dessen Niveau Take Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Die dünne rote Linie – Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Die dicke rote Linie – ungefährer Kurs, auf dessen Niveau Take Profit gesetzt oder der Gewinn realisiert werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt sollten Einstiegsentscheidungen mit großer Vorsicht treffen. Am besten bleibt man vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte aus dem Markt, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer, wie oben beschrieben, definierter Handelsplan unerlässlich. Impulsive Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Trader grundsätzlich eine Verluststrategie.
